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«Das wird etwas Lustiges und Spezielles»

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«Das wird etwas Lustiges und Spezielles»

«Art Position» sowie 29 Künstler und Künstlerinnen aus der Gegend laden zu einem Kulturevent ein

Im noch unfertigen Industriegebäude an der Bernstrasse in Murten können heute Freitag und am Samstag in einer Woche Bilder und Skulpturen gekauft werden. International bekannte Künstler stehen neben Newcomern der Region. Eine spannende Mischung wartet auf ihre Entdeckung.

Von ANGELICA TSCHACHTLI

Beim Eingang an der Bernstrasse 32 wehen riesige Vogelfedern aus Metall im nassen Wind. Sie hängen in einem Holzrahmen, der nach frischer Beize riecht und einen sofort an ein Werkatelier denken lässt. Auch in der Ausstellungshalle und den zwei kleineren Räumen im Innern herrscht Atelier-Ambiance. Die grauen Backstein-Wände ohne Verputz, eine Art Baugerüst in der Mitte, das fast bis an die Decke reicht. Die Bilder stehen vorerst wie in einem Künstleratelier noch auf dem Boden, an die Wand gelehnt. Bis heute Freitag werden sie aber alle hängen. Heute um 17.00 Uhr ist Vernissage.

Vernissage und Finissage

«Das hat es wohl noch nie gegeben», sagt Urs von Gunten, Organisator von «Art Position», zu seinem Ausstellungskonzept. «Wir machen eine Vernissage und eine Woche später die Finissage, aber dazwischen gibt es keine Ausstellung!» Wieso lädt man so viele Künstler ein und dann stellt man ihre Bilder nur an zwei Tagen aus? Es sei doch langweilig, nur immer so lange Ausstellungen zu machen. Es gehe hier darum, den Künstlern eine Möglichkeit zu bieten, ihre Bilder zu verkaufen; und erfahrungsgemäss verkauft sich Kunst in Galerien an der Vernissage, wenn am meisten Besuchende da sind. «Das wird etwas Lustiges und etwas Spezielles, nicht besser als bei anderen, aber anders», erklärt von Gunten seine Idee. Diese existiert seit fünf Jahren. Vor einem Monat seien er und sein Freund auf den Raum gestossen, der jetzt zwei Tage in eine Ausstellungshalle umfunktioniert wird. Da haben sie sich entschlossen, die Idee zu verwirklichen.

Ziel von «Art Position» ist es, jedes Jahr einen kulturellen Anlass durchzuführen. «Irgendetwas, das mit Kunst zu tun hat. Es muss nicht jedes Mal eine solche Ausstellung sein», erklärt von Gunten.

Bekannte Namen,
aber auch «Neulinge»

Die Murtenseeregion zieht seit Jahren viele Künstler und Künstlerinnen aus der ganzen Schweiz an. Viele unter ihnen sind in der nationalen und internationalen Kunstszene bekannt, aber nur wenige in der näheren Umgebung. Nicht nur diese Kunstschaffenden will «Art Position» einem breiteren Publikum zugänglich machen, sondern sie möchte auch solchen, die noch am Anfang ihrer Laufbahn stehen, eine Chance geben, sich und ihre Arbeit der Region vorzustellen.

Zu den Jüngeren bzw. Unbekannteren gehören Barni Kiener aus Erlach, Ariane Lugeon und Barbara Wildi aus Murten. Die bekannten Namen sind Scapa, Alois Lichtsteiner, Peter Barth, Basil Luginbühl, Alfred Hofkunst, um nur einige zu nennen. Die Frau des Letztgenannten ist erst wenigen bekannt und hat erst in den letzten fünf Jahren angefangen, eigene Ausstellungen zu machen. Sabine Hofkunst Schroer bildete sich anfangs der Sechziger Jahre zur wissenschaftlichen Zeichnerin an der Schule für Gestaltung in Zürich aus. Von ihr sind drei Arbeiten zu sehen. Mit unglaublicher Präzision malt sie in Aquarell fantastisch witzige Kombinationen, meist mit Pflanzen und Tieren, die zum Staunen bringen.

Zwischen Insel und Himmelskörper

Der seit einigen Jahren in der Ryf in Murten lebende Peter von Wattenwyl zeigt bei «Art Position» eine pyramidenförmige, sehr farbige, kleine Skulptur. «Die Insel», wie er sie nennt, zeigt aber nicht nur die Insel selber, sondern das, was unter ihr liegt: die Unterwasserwelt. Diese ist dargestellt als eine Art lustvolles Fegefeuer mit Skeletten und gieriger Meerjungfrau.

Von Pierre Keller aus Grolley, der erst angefangen hat, sich künstlerisch zu betätigen, aber nicht mehr zur jüngsten Generation gehört, sind drei schwarz-weisse Collagen zu sehen. Sie führen in eine etwas düstere Welt mit zerbombten Kathedralen und kriegerischen Motiven.

Im Bild «Himmelskörper» von Alfred Hofkunst erscheint dem Betrachtenden im Himmel ein Frauenkörper, der wortwörtlich zu einem «Himmelskörper» verschmilzt.

«Eine gute Sache»

Der Künstler Christian Mühlemann, der oft in Merlach weilt, ist gerade noch mit dem Aufhängen der Bilder beschäftigt. Er freut sich auf den Anlass. «In Murten, wo ja nicht allzu viel läuft, freut sich bestimmt das Publikum ebenso wie die Künstler auf die Ausstellung. Das ist eine gute Sache.»

Folgende Künstler stellen aus: Peter Barth, Noah Bischof, Beat Breitenstein, Manuel Bürgi, Sus Heiniger, Hofer&Hofer, Walter Hollenstein, Alfred Hofkunst, Sabine Hofkunst, Pierre Keller, Barni Kiener, Elisabeth Kolly, Alois Lichtsteiner, Ariane Lugeon, Basil Luginbühl, Antoine Meyer, Christian Mühlemann, Paco, Jérôme Rudin, Reini Rühlin, Katharina Rüfenacht, Albert Sauteur, Scapa, Peter von Wattenwyl, Barbara Wildi, Sandro Zimmermann, Martin Ziegelmüller, Zzürcher.
Ab 350 Franken
aufwärts

«Es ist sicher keine Ausverkaufs-Ausstellung», betont Urs von Gunten. Es hat zwar einige Arbeiten, die auch für ein kleines Budget zu ergattern sind, aber der Schnitt der Preise bewegt sich zwischen 6000 und 8000 Franken. Wer Lust auf eine Einkaufstour hat, der sollte also das dicke Portmonee einpacken.

Die Insel-Skulptur von Peter von Wattenwyl kostet 6000 Franken, eine Collage von Pierre Keller 800 Franken, eine Holzskulptur vom Inser Beat Breitenstein ist ab 3200 Franken zu haben, die spielerische Arbeit von Ariane Lugeon aus Murten mit Riesenjasskarte oder dem Labyrinth, wo der Minotaurus mit einem roten Plüschtier ausgetauscht ist, kostet 1500 Franken. Jet-Setter Jerôme Rudin verkauft seine Bilder für je 6500 Franken und der Preis für eine Litho von Alfred Hofkunst beträgt 4800 Franken. Eine Malerei mit abstrahierter Berglandschaft aus einer Serie, die Alois Lichtsteiner aus Murten soeben im Kunstmuseum Bern zeigte, kostet 12 500 Franken. at

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