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Das zweitgrösste private Spitalnetz der Schweiz operiert neu von Freiburg aus

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: URS HAENNI

Einen wichtigen Schritt zur Expansion machte die private Genolier Swiss Medical Group an der Generalversammlung letzte Woche: Sie hat ihren Sitz nach Freiburg verlegt und nennt sich neu Aevis Holding SA.

In rund drei Wochen führt die Holding eine erneute Generalversammlung durch, dieses Mal an ihrem neuen Sitz in der Freiburger Cliniqué Générale. Aevis wird dabei einen weiteren strategischen Entscheid fällen. Das private Spitalnetz wird die von ihm genutzten Klinikgebäude in die Holding aufnehmen. Bisher gehörten diese Liegenschaften der separaten Immobiliengesellschaft Swiss Healthcare Properties AG (SHP).

Die Gruppe stellt diesen Schritt in Zusammenhang mit der neuen Spitalfinanzierung, welche der Immobiliengesellschaft als Teil der Holding neue Perspektiven öffne.

Eigenkapital vervierfacht

Mit der Integration der Immobilien wird sich das Aktienkapital der Holding um 28 Millionen Franken erhöhen und so fast verdoppeln. Geld wird dabei keines fliessen, denn die SHP-Grossaktionäre, HR Finance & Participations SA sowie Emer Holding, werden Aktien der Aevis Holding beziehen, wie die Gruppe in einer Mitteilung schreibt. Das Eigenkapital steigt dank der Immobilien von 37 Millionen auf 137 Millionen Franken.

Alles bleibt dabei in den gleichen Händen: Die bisherigen SHP-Aktionäre, hinter denen Antoine Hubert und sein Partner Michel Reybier stecken, sind auch Hauptaktionäre bei der Aevis Holding. Durch die Integration des Immobilienparks in die Holding wird sich ihr Aktienanteil von 82 Prozent auf rund 90 Prozent erhöhen.

Die Immobiliengesellschaft ist erst jetzt fit für den Zusammenschluss. 2009 war sie gemäss Mitteilung noch defizitär, 2010 wurde sie restrukturiert, und 2011 erzielte sie einen Reingewinn von 10,3 Millionen Franken. Für 2012 sollen die Immobilien einen Gewinn von 13 Millionen Franken in die neue Holding einbringen.

Putsch überstanden

Vor zwei Jahren sah dies noch anders aus. Zwei Verwaltungsräte versuchten damals mit einem Putsch an die Macht zu kommen, wie es Edwin van der Geest ausdrückt, dessen Medienbüro für die Holding die Medienarbeit macht. Die beiden «Putschisten» Hans-Reinhard Zerkowski und Michael Schroeder seien beide zu Beginn von 2011 aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden. Da sie immer noch im Geschäftsbericht erscheinen, hat die Generalversammlung ihnen letzte Woche die Decharge verweigert. Gemäss van der Geest sei aus dieser Zeit noch eine Millionenklage hängig, oder wie er sagt: «Die letzten Spätfolgen.»

Der Zusammenschluss des Spitalnetzwerkes und der Immobiliengesellschaft zur neuen Holding und der Umzug nach Freiburg sind Ausdruck einer breiteren Ausrichtung der ehemaligen Genolier-Gruppe. Zuletzt hat das Netz drei neue Kliniken in Lugano, Solothurn und Winterthur erworben, was den Umsatz auf rund 350 Millionen Franken erhöht. Mit dem gestiegenen Börsenwert wird Aevis für Investoren interessanter.

Freiburg als Signal

Auch sieht die Gruppe ein Ausdehnen auf neue Betätigungsfelder vor, beispielsweise medizinisch betreutes Wohnen oder Ambulanzzentren. «Wir sind nicht mehr nur eine Klinikgruppe mit Spitalinfrastruktur. Wir sind auch in Prophylaxe oder Kosmetik tätig», so van der Geest. «Das Unternehmensmotto lautet ‹Investing for a better life›.»

Die Ausdehnung von den ursprünglichen Standorten Genolier und Lausanne auf die Deutschschweiz und das Tessin, sowie das Erweitern des Betätigungsfeldes sind gemäss Sprecher van der Geest die Hauptgründe gewesen, den Holdingsitz nach Freiburg zu verlegen. «Wir wollten nicht einfach in die Deutschschweiz, sondern mit der Standortwahl gegen aussen ein Zeichen setzen, dass wir die gesamte Schweiz repräsentieren.»

Wirtschaftliche Gründe stünden hinter dem neuen Hodingsitz keine, so der Sprecher, und auch die Auswirkungen seien gering: «Nur eine Person wird ihren Arbeitsplatz nach Freiburg verlegen. Es ist eine sehr kleine Holding.»

Die private Freiburger Clinique Générale ist seit diesem Monat Hauptsitz einer Holding mit 350 Millionen Franken Umsatz.Bild Alain Wicht/a

Zum Unternehmen

Immer mehr Kliniken angeschlossen

Das Genolier Swiss Medical Network, das als Tochter in die Aevis Holding aufgeht, ist nach Angaben des Unternehmens das zweitgrösste Netz privater Spitäler in der Schweiz. Nummer eins ist Hirslanden. Genolier betreibt seit Ende Februar zehn Schweizer Privatspitäler: Clinique de Genolier, Clinique de Montchoisi, Clinique Valmont, Clinique Générale, medizinisch-chirurgisches Zentrum Eaux-Vives, Ars Medica Clinic, Clinica Sant’Anna, Privatklinik Bethanien, Privatklinik Lindberg, Privatklinik Obach. Gespräche laufend derzeit mit dem Hôpital de la Providence in Neuenburg. Dem Netz sind rund 1000 Ärzte und 2000 Mitarbeiter angeschlossen. Die Freiburger Clinique Générale im Pérolles-Quartier vereint seit 2005 die ehemaligen Privatkliniken St. Anna und Garcia am St.-Anna-Standort. uh

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