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Dem Ausbau stehen die Statuten im Weg

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Autor: Imelda Ruffieux

Schon seit Jahren ist ein Anbau des Alters- und Pflegeheims Bachmatte in Oberschrot in Diskussion. Lange musste der Trägerverband auf die Zusage des Kantons für zusätzliche Betten warten. Diese ist nun erfolgt und das Vorhaben wird konkret. Die Delegierten der fünf Oberland-Gemeinden Brünisried, Oberschrot, Plaffeien, Plasselb und Zumholz haben an ihrer Delegiertenversammlung dem Planungskredit von 100000 Franken zugestimmt.

Wenn es nach dem provisorischen Zeitplan von Architekt Christian Luder ginge, könnte schon nächstes Jahr das Baubewilligungsverfahren durchlaufen werden. So wäre der Anbau nach einjähriger Bauzeit Ende 2013 bezugsbereit (siehe auch Kasten).

Alte und neue Schulden

Ob dieser ehrgeizige Zeitplan eingehalten werden kann, ist derzeit noch unsicher. Die geschätzten Kosten von 4,3 Millionen Franken stellen ein Problem dar. In den Statuten ist nämlich vorgesehen, dass die Verschuldungsgrenze nicht mehr als 2,7 Millionen Franken betragen darf und nicht mit bestehenden Schulden kumulierbar ist.

Weil der Gemeindeverband aber noch alte Schulden von rund einer Million zu tragen hat, wäre die Neuverschuldung durch den Anbau nicht mehr statutenkonform.

Der Betrag könnte aber auf dem Weg einer Statutenänderung nach oben angepasst werden. Die Verschuldungsgrenze müsste gemäss Berechnungen auf sechs Millionen Franken angehoben werden. Zugleich müsste auch der in den Statuten festgesetzte Höchstbetrag für Nettoinvestitionen von heute 500000 Franken auf mindestens fünf Millionen Franken erhöht werden. Diese beiden Statutenänderungen müssten aber in jeder der fünf Gemeinden von der Gemeindeversammlung genehmigt werden. Das kostet Zeit, verursacht Mehrkosten und bringt mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Verzögerung der heutigen Zeitplanung.

Eine kombinierte Lösung?

Eine Möglichkeit wäre, die Anhebung der Verschuldungsgrenze – zugleich mit dem Kredit für das Gesamtprojekt – an einer Urnenabstimmung vor die Bevölkerung zu bringen. Bei einer ersten Anfrage hat das Amt für Gemeinden dem Vorstand des Verbandes aber signalisiert, dass über diese beiden Vorlagen nicht zusammen abgestimmt werden kann. Vielmehr komme der Verband nicht um eine Statutenänderung via Gemeindeversammlungen herum.

Der Vorstand will nun noch einmal mit dem Gemeindedepartement das Gespräch suchen, um allenfalls eine Ausnahmelösung zu finden. «So lange haben wir nun um zusätzliche Betten gekämpft. Jetzt, wo wir sie zugesprochen erhielten, wollen wir mit dem Projekt auch weiterfahren», betonte Anita Remund an der Delegiertenversammlung. Mit diesem Vorgehen waren alle Delegierten einverstanden.

So könnte das Pflegeheim Bachmatte nach dem Anbau aussehen.Modell zvg

Projekt:Zweckmässiger Bau mit neuer Heizung

Derzeit hat das vor 22 Jahren gebaute Heim 31 Betten zur Verfügung. Der Kanton hat dem Trägerverband für 2013 14 weitere Betten (davon ein Ferienbett) zugesprochen und ab 2016 noch einmal zwei Betten. Der Anbau soll auf der Nordseite des bestehenden Heimgebäudes realisiert werden. Vorgesehen ist ein viereckiger zweckmässiger Bau mit einem externen Treppen- und Lifthaus. Zudem entstehen vor dem zweistöckigen Gebäude weitere Parkmöglichkeiten und im Untergeschoss Zivilschutzräume.

Art der Heizung unklar

Der Anbau in Massivbauweise mit einem Satteldach soll über eine kontrollierte Lüftung verfügen. Details über die Art der Heizung sind noch nicht entschieden. Es muss aber eine neue Lösung gefunden werden, da die bisherige Heizung im Heim bis zum Jahr 2015 abgeschrieben ist. Architekt Christian Luder sieht die Möglichkeit einer Holzheizung. Die Gemeinde Oberschrot, auf deren Grund sich das Heim befindet, hat Interesse an einer Zusammenarbeit angemeldet. Denn die Heizung des nahen Schulhauses wird in nächster Zeit ebenfalls ersetzt werden müssen. Eine Möglichkeit wäre auch der Anschluss an die bestehende Fernheizleitung OBL in Plaffeien. Doch die Kosten für die Zulieferleitung werden auf rund eine halbe Million geschätzt. Damit sich diese Investition lohnt, müssten weitere (öffentliche) Gebäude angeschlossen werden. im

Budget 2012:Schwankungen bei der Personaldotation

An der Delegiertenversammlung des Gemeindeverbandes wurde das Budget 2012 genehmigt. Es schliesst nach Ausführungen des neuen Heimleiters André Schwartz bei einem Betriebsertrag und einem Betriebsaufwand von rund 3,7 Millionen Franken mit einem Betriebsdefizit von knapp 17000 Franken. Wie bei anderen Heimverbänden stellt das neue Einstufungsmodell RAI eine grosse Unbekannte bei den Kosten dar. Auf Anregung der Delegierten sucht der Vorstand nach einer Lösung, um das Problem der Personaldotationen und der damit verbundenen Kosten zu lösen.

Derzeit ist das Heim bei der Anzahl des diplomierten Pflegepersonals überdotiert. Der Staat macht die Anzahl an diplomiertem und nicht diplomiertem Personal jeweils von der Schwere der Pflegefälle abhängig. Deshalb kann sich die Dotation von einem Tag auf den anderen ändern. Der Vorstand will nun versuchen, diese Schwankungen mittels «Ausleihen» an andere Heime in den Griff zu bekommen.

Das Ehepaar Corpataux wurde verabschiedet

Zum Schluss der Versammlung wurde das Ehepaar Corpataux verabschiedet. Roger Corpataux war während 16 Jahren Heimleiter (FN vom 4. Oktober). Seine Frau Hedwig hat während 18 Jahren das Sekretariat und Finanzwesen betreut. Anita Remund unterstrich ihre Zuverlässigkeit und das Herzblut, das sie in ihre Arbeit gesteckt haben.im

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