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Der Ausblick für 2009 unter dem Motto «Yes we can»

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Autor: Regula Saner

Da die Kernforschungseinrichtung Cern in Genf bis im Sommer lahmgelegt ist, sind die Freiburger vorerst sicher vor den brutalen Auswirkungen neuer schwarzer Löcher. Alle atmen auf – alles wird gut. Dies zeigt der Ausblick auf das Jahr 2009, der nicht immer ernst gemeint ist.

Januar 2009: Die Korken sind geflogen, die Gläser gekippt. Alle haben gute Vorsätze, nur Pierre-Alain Clément nicht. Der Syndic der Stadt Freiburg bestätigt seine Aussagen, welche er im Mai 2008 gegenüber den Freiburger Nachrichten gemacht hatte: «Ich wüsste im Moment nicht, wie die Stadt Freiburg zur Förderung der Zweisprachigkeit in der Agglomeration beitragen könnte.» Clément bleibt stur. Ein staatsmännisches «Yes wie can!» ist ihm nicht zu entlocken. Das bilinguale Verhältnis in der Stadt bleibt angespannt.

Februar 2009: Der Gemeinderat von Freiburg hat es nicht geschafft, ein valables Budget aufzustellen. Finanzvorsteherin Madeleine Genoud-Page tritt zurück und Marie-Thérèse Maradan Ledergerber ist ihre Konkurrentin im Gemeinderat los.

März 2009: Trotz Cléments Renitenz; mit der Poya wird eine neue Brücke zwischen Deutsch und Welsch geschlagen. Ein Strassenbauprojekt, bei dem auch die Fussgänger für einmal nicht mehr unten durch müssen. Denn die Idee einer Fussgängerunterführung beim St. Leonhard wird definitiv zugunsten eines Strassentunnels fallen gelassen. Freiburg hat den Sprung von den sechziger Jahren ins Heute mutig vollzogen.

1. April 2009 Freiburg darf nur noch das Allernötigste ausgeben. XS ist angesagt. Die Maquette der Stadt Freiburg, welche aufgrund einer Zeichnung von Martin Martini entstanden ist, wird symbolisch im Werkhof installiert. Der Gemeinderat darf nur noch damit spielen und nicht mehr mit der richtigen Stadt …

23. Mai 2009: Das Musikantenstadl im Forum Freiburg löst eine regelrechte Hysterie aus: «Andy Borg for President!». Clément fürchtet ernsthaft um seinen Job.

Juni 2009: Christa Mutter von den Grünen rückt in den Gemeinderat der Stadt Freiburg nach. Ein historisches Ereignis. Die Deutschfreiburger haben endlich eine Gemeinderätin.

Juli 2009: Raucher haben nichts mehr zu lachen. Das Rauchverbot in Beizen tritt in Kraft.

1. August 2009: Die Stadt Freiburg macht ein riesiges Feuerwerk. Was ist geschehen? Die Martini-Maquette im Werkhof hat so viele Touristen angelockt, die ihr Geld hier liegen gelassen haben, dass sich die Stadt – trotz einer weiterhin angespannten Finanzlage – das 1.-August-Feuer wieder leisten kann.

September 2009: Alle Aufgabenbereiche sind in die Agglomeration Freiburg integriert. Auch die Kultur hat nichts zu befürchten, denn schliesslich ist FDP-Frau Antoinette de Weck immer noch nicht im Agglo-Vorstand – obwohl die Gegnerin des Gastspielhauses mit dem Rücktritt von Genoud-Page aus dem Freiburger Gemeinderat Morgenluft gewittert hat. Noch so gerne würde sie den verlorenen FDP-Sitz in der Stadtexekutive wieder zurückgewinnen und damit automatisch im Agglovorstand Einsitz nehmen. 2011 ist aber noch lange nicht.

Oktober 2009: Die deutsche Südweststrom reicht das Baugesuch für das Kohlekraftwerk in Brunsbüttel ein. Die Groupe E ist dank der vielen guten Ideen der Grünen Gemeinderätin Christa Mutter zur Einsicht gekommen und verzichtet auf eine Beteiligung an der CO2-Schleuder.

November 2009: Angesteckt vom neuen Mutterschen Ökoboom in der Stadt Freiburg stellen die Cafetiers überall Finnenfackeln vor ihre Etablissements. Schliesslich wollen sie sich die rauchende Kundschaft auch ohne Heizstrahler warm halten.

Dezember 2009: «Yes we can!» – ein bisschen zweisprachiger, ein bisschen grüner – in Freiburg ist der Optimismus zurückgekehrt. rsa

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