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Der beflügelnde Kuss einer Muse

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Der Kuss der Muse, dies ist das Thema der diesjährigen Murten Classics. Sie finden vom 13. August bis zum 3. September im Stedtli Murten statt. Die Veranstalter suchen dieses Jahr nach der Inspiration, die aus Künstlern Genies macht. So erinnerte der künstlerische Direktor des Klassikfestivals, Kaspar Zehnder, gestern bei der Präsentation des Programms an E. T. A. Hoffmann. Dieser liess sich bei seinen Erzählungen von Frauen leiten, die selbst Ausfluss seiner Fantasie waren. Ein Ensemble um den Freiburger Bassbariton René Perler präsentiert am 23. August eine Collage aus Hoffmann-Texten und der Musik von Jacques Offenbach. «Für einen Künstler ist der Musenkuss der genetische Moment der Befruchtung – wenn die Inspiration ihn von aussen kommend erfasst und ihn in ein Glück hineinbringt», so Zehnder.

«Wir haben ein Programm, das überzeugt, überrascht, gefällt», sagte der Präsident des Trägervereins, Daniel Lehmann. Vorgesehen sind 32 Veranstaltungen aus 13 Sparten. Sechs Anlässe sind gratis. Verpflichtet wurden 400 Musiker, davon über 100 aus der Schweiz. Verschiedene Facetten und Eigenschaften, welche den Musen – antiken Göttinnen der Kunst – zugerechnet werden, fänden sich im diesjährigen Programm wieder, so Zehnder weiter.

Ein vielseitiges Programm

Den Start der total neun Sinfoniekonzerte macht am 17. August ein Abend mit der Prague Philharmonia und der diesjährigen Artist in Residence, der Spanierin Judith Jauregui. Sie präsentieren Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart aus dessen Zeit in Prag – als er seinen künstlerischen Höhepunkt erreicht hatte, frei komponieren konnte und gefeiert wurde. Am 31. August spielt die Sinfonia Varsovia ausserdem die «Muse des poètes» von Camille Saint-Saëns. Ein Liederabend am 20. August thematisiert zwei Musen aus der Musikgeschichte: Clara Schumann, die Johannes Brahms inspirierte, und Alma Mahler, der eine ganze Künstlergeneration verfallen war. «Sie muss einen grossen Zauber gehabt haben», so Zehnder. Auch Motive von Liebe, Tragödie und Erotik werden angesprochen – in Piotr Tschaikowskys «Romeo und Julia» zum Beispiel, das am 2. September gespielt wird.

Eine Art Megamuse war laut Zehnder auch Frédéric Chopin – er habe viele Künstler beeinflusst. Ihm ist ein ganzer Abend gewidmet. Pianistin Judith Jauregui trifft sich in der Reihe «Offen für Neues» am 26. August mit einer Jazz- und Latinband zu einem musikalischen Duell zu Chopin.

Zehnder sprach auch den traditionellen Filmabend an: Am 13. August wird nach einer Einführung ins diesjährige Festivalprogramm Milos Formans «Amadeus» gezeigt, die Geschichte zweier Komponisten, von denen einer zwar erfolgreich war, aber anerkennen musste, dass sein Rivale ein Genie war und von der Muse geküsst. Den Abschluss macht dieses Jahr die Gala am 3. September mit Mezzosopranistin Marie-Claude Chappuis und Christoph Willibald Glucks Oper «Orfeo ed Euridice».

Die küssende Muse in Murten

Für den musikalischen Musenkuss ist die Spanierin Judith Jauregui zuständig. Die 32 Jahre junge Musikerin wird als Artist in Residence an fünf Abenden auf der Bühne stehen. Sie wird dieses Jahr die ganzen drei Wochen über in Murten leben und das Festival begleiten. Sie spielt in verschiedenen Formationen und unterschiedlichen Sparten. Zehnder erinnerte sich an das erste Mal, als er sie traf, letztes Jahr, an einem gemeinsamen Konzert. Es habe «Bumm» gemacht, so Zehnder, er habe in diesem Moment erfahren, was mit dem Kuss einer Muse gemeint sei. «Sie begleitet den Anlass als fleischgewordene Muse.»

«Für einen Künstler ist der Musenkuss der genetische Moment der Befruchtung – wenn die Inspiration ihn erfasst.»

Kaspar Zehnder

Künstlerischer Leiter

Zum Programm

Eine grosse Bandbreite von Stilen

Die Murten Classics 2017 beginnen mit den Apérokonzerten des spanischen Stargitarristen Rafael Aguirre – erstmals am 13. August in Môtier. Das erste Serenadenkonzert bildet am 23. August der Auftritt des Sinfonieorchesters Biel Solothurn unter Kaspar Zehnder. Am ersten Sommernachtskonzert am 22. August spielt das Quatuor Terpsychords unter anderem Joaquin Turinas «Las musas de Andalucia». Das Familienkonzert vom 3. September beschäftigt sich mit Aschenputtel, der Muse des Märchenprinzen. Die Standorte der diesjährigen Murten Classics: Schlosshof Murten, Schloss Münchenwiler (Barockmusik und Sommernachtskonzerte), Französische Kirche Murten (Kammermusik), Reformierte Kirche Merlach (Kammermusik), KiB Murten («Offen für Neues») und Hafen Murten (Familienkonzert). Bei schlechter Witterung werden die Schlosshofkonzerte in die Deutsche Kirche verlegt. Der Vorverkauf ist seit gestern eröffnet.

fca

 

www.murtenclassics.ch

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