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Der Chef freut sich, wenn Arbeiter untertauchen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Tauchunternehmung TSM Perrottet AG will Geschäftsaktivitäten an einem Standort in Sugiez zusammenfassen

Wie das künftige Gebäude der TSM Perrottet – wenn möglich schon im August dieses Jahres – aussehen soll, das kann man auf einer dem Baugesuch beigelegten Computermontage sehen: ein typisches Industriegebäude in Metallbauweise, ein geräumiger Vorplatz, in der Industriezone Sugiez gelegen, direkt am Broyekanal.

Für Geschäftsinhaber Pierre Perrottet wird dieser Neubau eine ganze Reihe Vorteile bringen. Der Wichtigste: Statt in zwei gemieteten Lokalen in Sugiez und Vallamand wird die Firma inskünftig an einem eigenen Standort in Sugiez untergebracht sein.
Die Firma soll dadurch an Effizienz gewinnen. Nur schon die Unterhaltsarbeiten an den wertvollen Ausrüstungsgegenständen können kostensparender ausgeführt werden. Die Firma füllt die Atemgasflaschen der Taucher selber ab.
Auch die firmeneigene Flotte von sechs kleineren und grösseren Booten und Schiffen mit der 12,5 Tonnen schweren «Nautilus» als Flaggschiff kann direkt vor dem zukünftigen Firmengebäude anlegen.

«Schwimmbad» für die Angestellten

Eine Besonderheit, ja gar ein Unikum für die Schweiz, wird das neue Betriebsgebäude aufweisen: einen «Tauchturm».

In diesem runden, 5 Meter hohen Silo können die Mitarbeiter der Firma für die auszuführenden Taucharbeiten üben. Steht beispielsweise ein Auftrag eines Atomkraftwerkes an, so können die Mitarbeiter diese Arbeiten zum Voraus in Sugiez üben. Unterwasser-Schweissarbeiten etwa kann man dort testen, nicht hingegen in einem Schwimmbad.
Dieser Tauchturm soll weiter mit Videokameras und Guckfenstern versehen sein. Das Training des Tauchers kann so bestens analysiert und nachverarbeitet werden.
Die Arbeiten, die die TSM ausführt, werden im Binnenland Schweiz selten von einer Firma angeboten. Umso vielfältiger sind die Dienstleistungen der Firma und ihrer Taucher: visuelle Kontrollen und Inspektionen, Foto- und Videoaufnahmen, Betonbrennen, Kernbohrungen, Sandstrahlen und Beschichten, Bau von Seewasserfassungen, Schweiss- und Schneidearbeiten, Revisionsarbeiten in Primärbereich bei Kernkraftwerken, Betonarbeiten.

Handwerk hat goldenen Boden

Bei diesem Arbeitsspektrum verwundert es nicht, wenn Pierre Perrottet sagt: «Das Tauchen ist sekundär. Die Mitarbeiter müssen handwerklich gut sein.»

Handwerklich gut sein und erst noch tauchen können – kein Wunder, dass solche Leute auf dem Arbeitsmarkt nur schwer zu finden sind. Wer bei TSM Perrottet arbeitet, kann zwar schon tauchen, aber Tauchen und Arbeiten zusammen lernen sie meistens erst in der Firma.
Der Chef selber hat bei der Firmengründung vor 21 Jahren ebenfalls schon einen interessanten Rucksack mitgebracht: Er hatte Tauchkurse gegeben, war Vorarbeiter und Seitenwagenrennfahrer gewesen und arbeitete als Steuermann, also als Offizier, in der Schifffahrt.
An Aufträgen für Unterwasserarbeiten mangelt es der Firma nicht. So steht dieser Tage eine 420 Meter lange und 1,4 Meter dicke Trinkwasserleitung an, die bei Lausanne in 70 Metern Tiefe in den Genfersee führt. Oder eine 300 Meter lange und 40 Zentimeter dicke Trinkwasserleitung bei Cudrefin. Für die Bodenbewässerung Galmiz braucht es ebenfalls eine Leitung.

Das Kapitel «Expo»

An der Staumauer im Schiffenensee hat das Unternehmen vor fünf Jahren gearbeitet, letztes Jahr besserte man einen Stollen beim Grimsel-Stausee aus.

Und die Expo.02?
«Wir haben offeriert», sagt Pierre Perrottet, «aber die französische Unterakkordfirma der Batigroup hat für die Plattformen französische Taucher engagiert.»
Einst hätten sich bei Perrottet Unterlagen über die Expo in drei Ordnern angehäuft. Diese Ordner habe er dann aus Frustration vernichtet, seit kurzem aber ist sein Interesse an der Expo wieder gestiegen. Kann denn die Expo tatsächlich auf ein am Murtensee heimisches Unternehmen für Taucharbeiten verzichten?
Das Beispiel der Expo aber zeigt deutlich: Bei Taucherarbeiten ist die Konkurrenz international. Doch während Perrottet früher Taucherarbeiten bis ins ferne Taiwan ausgeführt hatte, so beschränken sich die Aktivitäten heute vornehmlich auf die Schweiz.
«Mit unseren Preisen sind wir international nicht konkurrenzfähig. Unser Unternehmen ist im Vergleich zum Ausland auch klein», sagt Perrottet. Dennoch lockt im Moment ein Auftrag an einem Atomkraftwerk in Südkorea.

Lieber im Wasser als in Büros

In der Schweiz, so Pierre Perrottet, sei man punkto Infrastruktur auf dem neusten Stand. Man habe beispielsweise eine Dekompressionskammern, wo nötig auf einer Baustelle, dabei. Dies im Falle eines Tauchunfalls.

Dekompressionskammern seien in Frankreich Pflicht; in der Schweiz könnten diese aber auch schon bald vorgeschrieben werden.
Der Einzige, der in Perrottets siebenköpfigem Team schon einmal einen solchen Unfall gehabt habe, sei er selber, erklärt der Chef der Firma.
Er selber habe für die Firma schon rund 6000 Tauchgänge absolviert. Je mehr Arbeit aber die Firma hat, umso mehr wird Perrottet auch für Planungsarbeiten gebraucht. Dabei sagt er: «Ich mag Büros nicht, sondern würde lieber selber öfters untertauchen!»

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