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Der Kanton kämpft um Pflegepersonal

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Der Kanton Freiburg benötigt bis 2025 jährlich rund 350 Personen an neuem Pflege-und Betreuungspersonal; durch die Bildungsabschlüsse kann er aber nur 60 Prozent davon abdecken (siehe Kasten). Diese Ergebnisse einer Studie der Organisation der Arbeitswelt Gesundheit und Soziales Freiburg (Ortra) bestätigen die Besorgnis, die Grossrätin Chantal Pythoud-Gaillard (SP, Bulle) in einem Postulat geäussert hatte. Sie wollte vom Staatsrat nicht nur wissen, wie sich der Pflegepersonalmangel in Zahlen äussert, sondern sie schlug auch einen Massnahmenkatalog zur Verbesserung der Situation vor.

In seiner Antwort verweist der Staatsrat einerseits auf die Zahlen der Ortra-Studie, er geht aber auch auf die Massnahmen ein, die bereits ergriffen wurden oder in Entstehung sind. Er stützt sich dabei auf vier Stossrichtungen, die bereits die Studie empfohlen hatte: mehr neue Ausgebildete, Optimierung der Personal-Beanspruchung, besseren Erhalt des bestehenden Personals sowie Einführung eines Monitorings.

Mehr Diplomierte

Bezüglich der Ausbildung weist der Staatsrat darauf hin, dass der Bachelor in Pflege an der Hochschule für Gesundheit immer häufiger verliehen wird: 2017 waren es 77 Diplomierte, 2018 schon 95 und 2019 dann gar 100. Der gesamte Studiengang zählte letztes Jahr 415 Studierende.

Weiter schreibt der Staatsrat, dass er eine neue Ausbildung der Fachhochschule zur beruflichen Wiedereingliederung unterstützt. 2019 haben acht von zehn Personen diese Ausbildung abgeschlossen; der zweite Jahrgang wurde wegen Corona abgesagt, diesen Herbst findet aber wieder ein Kurs statt.

Weiter finanziert der Kanton am Freiburger Spital Nachdiplomausbildungen, und er ermutigt Pflegeeinrichtungen, genügend Praktikumsplätze anzubieten. Gemäss Staatsrat dotiert der Kanton die Pflegeheime grosszügig, auch Demenzstationen.

Löhne über dem Schnitt

Der Kanton möchte im Bereich der Pflege als attraktiver Arbeitgeber gelten. Der Staatsrat betont aber auch, dass gewisse Behauptungen der Postulantin und auch von Gewerkschaften nicht stimmen. So sei die Funktion der Pflegefachfrau nicht die einzige mit der Anforderung Bachelor, die unter der Lohnklasse 18 angesiedelt ist. Auch sei die Fachperson Gesundheit höher angesiedelt als behauptet. Die Funktion der Pflegefachassistentin werde aufgewertet. Das Lohnniveau des HFR liege 12  Prozent über dem nationalen Schnitt. Dazu kommen Entschädigungen für Nacht- und Wochenendarbeit.

Betreffend der Arbeitseffizienz verspricht sich der Staatsrat Verbesserungen durch Digitalisierung, und zwar sowohl bei Spitälern als auch bei der Altersbetreuung. Schliesslich bekräftigt der Staatsrat die Förderung von Weiterbildung und die Schaffung von Mediatoren-Stellen im Spitalwesen.

Zahlen und Fakten

In Deutschfreiburg ist Mangel noch grösser

Bei der Erhebung des Personalbedarfs in Pflege und Betreuung stützt sich der Staatsrat auf die Studie von Ortra Freiburg aus dem Jahr 2017. Darin beobachteten die Autoren die Entwicklung zwischen 2010 und 2014 und machten Prognosen für 2015 bis 2025. Man ist nun auf halbem Weg. 2015 waren 5776 Personen in Freiburger Spitälern, Alters- und Pflegeheimen und Spitexdiensten beschäftigt. Für 2025 wurde ein Bedarf von 7057 Personen errechnet, also 1281 Personen mehr. Rechnet man die Berufsabgänger mit, kam man auf einen jährlichen Bedarf von 347 Personen. Während der Deckungsgrad also nur 59,4  Prozent betrug, lag er in Deutschfreiburg gar bei nur 39  Prozent. Unterschiede gibt es zwischen den Sektoren: In Spitälern ist die Entwicklung geringer als in Heimen und viel geringer als bei der Spitex. Untervertreten ist das Personal mit tertiärer Ausbildung vor allem in Heimen. Auf Tertiärstufe hat rund die Hälfte des Personals ein ausländisches Diplom.

uh

 

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