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«Der Kanton könnte den öffentlichen Verkehr noch viel stärker fördern»

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Autor: Imelda ruffieux

FreiburgDer neue Fahrplan tritt am 14. Dezember 2008 in Kraft. «Für den Sensebezirk bringt der neue Fahrplan im Nahverkehr grosse Verbesserungen», erklärt Nicolas Bürgisser, Präsident der Region Sense. Bald 20 Jahre ist es her, dass die Sensler Gemeinden sich für einen Halbstundentakt nach Bern eingesetzt haben. Nun ist es so weit.

Top-Verbindung für unteren Sensebezirk

Das heisst, dass täglich – also auch am Wochenende – von fünf Uhr morgens bis nach Mitternacht jeweils um .15 Uhr und um .45 Uhr ein Zug von Freiburg nach Bern fährt. «Pendler aus Düdingen, Schmitten, Wünnewil und Flamatt erhalten mit dem neuen Fahrplan eine Top-Verbindung», hält Nicolas Bürgisser fest.

Politisches Gewicht aus dem Sensebezirk

Er erinnert daran, dass sich bis vor einigen Jahren vor allem die Regionalgruppe des VCS für bessere Bahnverbindungen eingesetzt hat. Seit einiger Zeit werden die Fahrplanentwürfe jeweils von der Verkehrskommission der Region Sense geprüft.

«Auf diese Weise erhalten Interventionen beim Kanton mehr Gewicht.» Diese konstanten Forderungen sind für Nicolas Bürgisser der Hauptgrund, warum dem Wunsch nachgegeben wurde. «Die grosse Nachfrage wurde endlich erkannt. Immer mehr Leute benützen den Zug, weil sie – zum Beispiel angesichts der Parkplatzsituation in Bern – schneller und bequemer reisen können.» Er sei froh, dass im dichten Betrieb vom Bahnhof Bern diese zusätzlichen Linien noch eingeschoben werden konnten.

Früher nach Zürich, später aus Lausanne

Die Flamatter haben neu vier statt wie bisher zwei Bahnverbindungen nach Bern, zwei ab Freiburg und zwei ab Laupen. Auch die tägliche Verbindung an den Flughafen Zürich ist (zumindest ab Bern), vor allem für Frühflieger verbessert worden. Im neuen Fahrplan wurde auch die Situation für Nachtschwärmer in Richtung Lausanne bedacht: der letzte Zug zurück nach Freiburg verlässt Lausanne nun erst um 1.30 Uhr.

Freiburg könnte mehr tun

Eine Verbesserung erfahren auch die Zugfahrer in der bernischen Nachbarschaft: zwischen Laupen und Bern sowie zwischen Schwarzenburg und Bern wird ebenfalls der Halbstundentakt eingeführt.

«Der Kanton Bern unternimmt grosse Anstrengungen, um den öffentlichen Verkehr zu fördern», hält Hans-Rudolf Beyeler, Mitglied der Verkehrskommission der Region Sense und Vize-Direktor der TPF, fest. Seiner Meinung nach könnte der Kanton in diesem Bereich noch wesentlich mehr tun. «Wir haben ein paar sehr starke Regionallinien, die nur zu den Hauptverkehrszeiten den Stundentakt haben», ruft er in Erinnerung. «Der Kanton nimmt seine Aufgabe, den öffentlichen Verkehr zu fördern, zu wenig wahr.»

Er ist der Meinung, dass man gewisse Angebote bewusst fördern müsste, um die Leute zum Umsteigen zu überzeugen. «Wenn die Leute irgendwo bis zu drei Stunden warten müssen, bis der nächste Bus kommt, wird niemand vom Auto auf den öffentlichen Verkehr wechseln», nennt er ein Beispiel.

Vernehmlassung nutzen

Deshalb hofft er, dass sich – analog zum Sensebezirk – auch in anderen Bezirken Einzelpersonen, Gruppen oder gar Gemeinden und Verbände für eine Verbesserung des Angebots einsetzen. «Die Möglichkeit der Vernehmlassung sollte besser genutzt werden», erklärt Hans-Rudolf Beyeler.

Kanton Freiburg bleibt stehen

Er habe manchmal das Gefühl, dass Freiburg zwischen den Agglomerationen Bern und Lausanne aufgerieben werde. «Wir lassen zu, dass wir teilweise abhängig sind von den Entscheidungsträgern in diesen Kantonen. Alle Grossregionen entwickeln sich, nur der Kanton Freiburg bleibt stehen.» Die TPF könnten sich vorstellen, dass ihr gut strukturiertes Bahnnetz zu einem S-Bahn-Netz ausgebaut wird. Hans-Rudolf Beyeler kritisiert auch, dass Freiburg als einziger Kanton die Bundesgelder für den öffentlichen Verkehr nicht voll ausschöpft (siehe nebenstehenden Kasten).

Die Vernehmlassung für den neuen Fahrplan läuft noch bis zum 16. Juni 2008. Alle Interessierten können Wünsche und Anregungen anbringen. Weitere Informationen: www.fahrplanentwurf.ch

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