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Der Kanton richtet mit der grossen Kelle an

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Total 53 Millionen Franken, aufgeteilt in zwei Pakete, für Sanierungen und Ausbauprojekte im öffentlichen Verkehr: Der Kanton Freiburg müsse sich das leisten, sagte gestern Baudirektor Maurice Ropraz vor der Presse. Das Gesamtpaket wird als Verpflichtungskredit im Juni dem Grossen Rat vorgelegt.

In Zeiten knapper Finanzen stehen Investitionen in den öffentlichen Verkehr in Konkurrenz mit anderen staatlichen Aufgaben. Doch der Staatsrat setze den eingeschlagenen Weg fort und wolle ein Signal geben. Der Betrag ist ein Rekord. Noch nie zuvor hat sich der Staatsrat zu einer so hohen Investition in den öffentlichen Verkehr verpflichtet, wie Ropraz erklärte. Die Investitionen seien im abgespeckten Finanzplan des Kantons vorgesehen. Allerdings mochte Ropraz keine Prognosen für die Realisierung weiterer Finanzierungspakete machen.

Notwendigkeit ist erkannt

Die Freiburger Verkehrsinfrastruktur halte kaum mit dem Wachstum der Bevölkerung und der wirtschaftlichen Nachfrage mit, betonte Ropraz. Deshalb sei der umfangreiche Beitrag des Kantons an die Kosten des öffentlichen Verkehrs vertretbar. «Das Hauptziel muss der stetige Ausbau der S-Bahn und die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der Schiene gegenüber der Strasse sein.»

Ropraz machte darauf aufmerksam, dass von einem Gesamtumfang von einer Viertelmilliarde Franken für die unterstützen Projekte 100 Millionen im Kanton Freiburg verbaut werden. Er räumte ein, dass die Vorbereitungen für das grosse Projekt der Verschiebung des Bahnhofs Givisiez noch nicht beendet seien. Er stellte dafür die Vorlage eines weiteren Kredits in Aussicht.

 Das Paket für Privatbahnen

Das erste Paket, der Beitrag an Projekte von vier Privatbahnen, umfasst einen Staatsbeitrag in Form von Darlehen von 26,5 Millionen Franken. Den Löwenanteil erhalten die TPF, die 42 Prozent ihrer Ausgaben für das Investitionsprogramm 2013–2016 finanziert bekommen (siehe Kasten). Das entspricht einem Betrag von 20,6 Millionen vom Kanton Freiburg, der Rest kommt vom Bund und weiteren Kantonen.

Wie Martin Tinguely, Chef des kantonalen Amtes für Mobilität, festhielt, machen bauliche Anpassungen an die Anforderungen des Behindertengesetzes an verschiedenen Haltestellen einen wesentlichen Teil der Detailplanung aus. Hinzu kommt die Sanierung von über 80 gefährlichen Bahnübergängen. Diese Arbeiten müssen bis Ende 2014 beendet sein. Ropraz zeigte sich zuversichtlich, dass dieses Ziel erreicht werden könne.

Den Löwenanteil unter den Einzelprojekten macht der Ausbau der Strecke Freiburg–Murten–Ins aus (28,7 Millionen Franken total/20,5 Millionen Kantonsanteil). Er soll bis zum Fahrplanwechsel 2014 im Kern abgeschlossen sein. Vorgesehen ist insbesondere die Auffrischung der Bahnhöfe entlang der Linie: Pensier, Belfaux und Münchenwiler. In diesem Engpass wird eine zusätzliche Kreuzungsstelle errichtet, was mit einer umfassenden Neugestaltung des Geländes verbunden ist.

Weitere grössere Bauvorhaben sind in der Region Bulle auf der S-Bahn-Achse nach Romont (12,8 Millionen total/5,8 Millionen vom Kanton), sowie auf den Strecken nach Montbovon (5,5/2,4), Palézieux (26/20) und Broc (3,3/1,8) vorgesehen. 1,7 Millionen Franken werden in den Knoten Bulle investiert.

Auch die S-Bahn profitiert

Die Ausgaben für die S-Bahn Freiburg zuhanden der SBB sind vor allem für den Bau von Haltestellen vorgesehen. Fast zwei Drittel der Gelder werden in die Kapazitätssteigerung des Bahnhofs und den Bau einer Kreuzung in Cheyres fliessen. Hinzu kommen die Projekte in Freiburg (St. Leonhard), Grolley (Ausbau des Knotens), Givisiez (Vorprojekt für den Bahnhofsneubau), Flamatt, Wünnewil und Düdingen (Anpassung für die Doppelstöcker der S-Bahn Bern).

Privatbahnen: Die konkreten Bauprojekte, ihre Kosten und die Kantonsbeiträge

N icht nur die Freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF erhalten Geld vom Staatsrat. Auch andere Bahnunternehmen, die ihr Zentrum ausserhalb des Kantons haben, aber das Gebiet des Kantons Freiburg bedienen, kommen in den Genuss von Beiträgen. Im Gegenzug wird den TPF für die Linie Freiburg – Murten – Ins vom Kanton Bern 85 Prozent ihrer Kosten erstattet. Das gesamte Investitionsprogramm der vier Privatbahnen inklusive TPF hat einen Umfang von 200,6 Millionen Franken. Der Kanton Freiburg finanziert also rund 13 Prozent der Investitionen. Wenn man die TPF aus der Rechnung entfernt, beträgt der Freiburger Kantonsanteil noch etwa vier Prozent für die drei restlichen Bahnunternehmen.

3,3 Millionen Franken aus der Freiburger Staatskasse gehen an die Montreux – Berner-Oberland-Bahn (MOB) für die Strecke Montreux – Zweisimmen (total 65,6 Millionen Franken). 2,2 Millionen Franken erhält die BLS für die Strecke Bern – Kerzers – Neuenburg (77 Millionen Franken). Und weitere 0,4 Millionen Franken werden an die Sensetalbahn AG bezahlt (total 9,2 Millionen Franken). Diese investiert in Projekte auf der Linie Flamatt – Laupen. Vor allem sind grössere Arbeiten an den beiden Bahnhöfen Flamatt und Laupen vorgesehen. fca

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