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Der Kanton sucht dringend deutschsprachige Ingenieure für seine Strassenprojekte

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Der Grosse Rat hatte in der Vergangenheit bereits drei Mal Verpflichtungskredite genehmigt, damit der Kanton für seine Strassenprojekte Studien finanzieren und Grundstücke kaufen kann. Das letzte Mal waren es 2013 insgesamt 11,85  Millionen Franken. Dieser Fonds ist nun erschöpft, so dass der Grosse Rat gestern einstimmig einen erneuten Kredit über 10  Millionen Franken für die Jahre 2020 bis 2025 gesprochen hat.

Geld ist da, das Personal nicht

Das Geld ist also da, die Projekte für Strassensanierungen weitgehend auch, doch dem Kanton fehlt es an Tiefbauingenieuren, um sie auch umzusetzen. Dies betrifft vor allem deutschsprachige Strassen­ingenieure, die als Projektleiter eingesetzt werden könnten, ging aus der gestrigen Rats­debatte hervor.

Dabei äusserte Grossrätin Eliane Aebischer (SP, Düdingen) die Hoffnung, die Sanierung der Strasse Tafers–Alterswil mit einem Radweg könne durch den Kredit bald realisiert werden. Doch Staatsrat Jean-François Steiert (SP) sagte ihr, es gebe Verzögerungen. Auf Nachfrage der FN sagte Steiert, Tafers–Alterswil sei ganz klar wegen fehlender deutschsprachiger Tiefbauingenieure im Rückstand. Er ist überzeugt, dass der Projektleiter auch die Sprache der Regionen und Baufirmen sprechen muss, in denen ein Projekt angesiedelt ist. Wie Steiert sagte, werde er sich in einigen Tagen mit einer privaten Firma treffen, welche die Aufgabe vielleicht übernehmen könnte.

Der Mangel an Tiefbauingenieuren sei in allen Kantonen ein Thema, in Deutschfreiburg vielleicht noch ein bisschen akuter, so Steiert vor dem Plenum. Die letzte Stelle für einen deutschsprachigen Tiefbauingenieur habe der Kanton seit Monaten drei Mal ausgeschrieben, ohne Erfolg. Zuletzt gingen nicht einmal mehr Bewerbungen ein. In Kürze wird noch ein zweiter Ingenieur gesucht, der deutsch- oder französischsprachig sein kann. «Wir haben noch keine Lösung», so Steiert.

Höhere Löhne?

Nadine Gobet (FDP, Bulle) erwähnte, dass es solche Ingenieure oft zum Bundesamt für Strassen ziehe, das höhere Löhne zahle. Steiert sagte, er sei in Kontakt mit dem Personalamt des Kantons, um lohnmässig etwas herauszuholen. Er meinte aber auch, dass sich viele private Ingenieurbüros ebenfalls mit diesem Problem auseinandersetzen.

Während dieser Engpass auf die Strasse Tafers–Alterswil einen Einfluss habe, sei dies bei anderen Deutschfreiburger Strassenprojekten derzeit nicht der Fall. «Wo etwas blockiert ist, hat dies andere Ursachen», so Steiert gegenüber den FN.

Nicht zum gestern genehmigten Kredit gehören die bereits prioritär bestimmten sieben Umfahrungsstrassen, die Verbindungsstrasse Marly–Matran, der Belle-Croix-Kreisel und die Zufahrtsstrasse zum künftigen Spitalgebäude. Gemäss Steiert müsse man da sogar ein bisschen bremsen, bis das Spitalprojekt bekannt sei.

Zahlen und Fakten

Tiefbauamt regelt die Verteilung

Für allfällige Landkäufe und Studien für Kantonsstrassen hat der Grosse Rat gestern einstimmig einen Kredit von 10 Millionen Franken bis 2025 genehmigt. Bei diesem Betrag handelt es sich um Durchschnittskosten, die dafür bereits in den letzten Jahren ausgegeben wurden.

1998, 2006 und 2013 hatte der Grosse Rat schon Kredite für Studien und Landkäufe für Kantonsstrassen genehmigt. Der Kredit von 2013 umfasste einen Betrag von insgesamt 11,85 Millionen Franken; per Ende 2019 waren davon noch 70 941 Franken verfügbar. Gemäss Staatsrat Jean-François Steiert (SP) obliege die Verteilung der 10 Millionen Franken dem Tiefbauamt. Auch Projekte für die sanfte Mobilität, Lärm und Umwelt gehören dazu.

uh

 

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