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Der Maler der Berge

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Der Maler der Berge

Autor: Carole Schneuwly

Schon zu Lebzeiten war Giovanni Segantini ein gefeierter Malerfürst und galt als einer der universellsten Maler des Ottocento, der italienischen Kunst des 19. Jahrhunderts. Mit Zeitgenossen wie Paul Gauguin, James Ensor oder Edvard Munch prägte er den realistischen Symbolismus. Er wurde bald zum Meister der Darstellung der Berge und des naturnahen Lebens und entwickelte seine eigene Version der pointillistischen Maltechnik, mit der er die Lichtverhältnisse und die Farben seiner Bergwelten möglichst naturgetreu wiedergeben konnte.

Selten gezeigte Werke

Sein kurzer Lebensweg – Segantini starb bereits mit 41 Jahren – führte den Künstler in immer höhere Gefilde, vom Gardasee über die Brianza bis nach Savognin und schliesslich nach Maloja. Seine Verehrung für die Bergwelt und die Natur zieht sich wie ein roter Faden durch sein Schaffen. Werke aus allen Phasen seines Wirkens sind ab morgen Sonntag in der Fondation Beyeler in Riehen ausgestellt: rund 45 Gemälde und 30 Zeichnungen, darunter viele selten oder noch nie öffentlich gezeigte Werke.

Die Ausstellung will einen frischen Blick auf Segantini werfen und seine Position in der Kunst des Fin de Siècle neu verorten. In der Nachbarschaft der Sammlungswerke Monets, Cézannes und van Goghs präsentiert, wird der Beitrag von Segantinis Arbeiten zur Entwicklung der modernen Kunst deutlich. Dabei berücksichtigt die Schau die ganze Breite von Segantinis Schaffen: die Vielfalt der Motive und Techniken, die meisterhaften Zeichnungen, die panoramaartigen Riesengemälde und nicht zuletzt auch eine Reihe ausdrucksstarker Selbstporträts.

Erste Meisterwerke

Die Ausstellung beginnt mit den beiden Werkgruppen aus Segantinis Jugendzeit, den während seiner Ausbildung an der Mailänder Kunstakademie Brera entstandenen Grossstadtszenen und Porträts. 1880 eröffnete der 22-Jährige sein erstes Atelier in Mailand. Hier lernte er seine spätere Lebensgefährtin Luigia Bugatti, genannt Bice, kennen, die Schwester seines Studienfreundes Carlo Bugatti.

Mit ihr zog er ein Jahr später in die Seenlandschaft der Brianza, zwischen Mailand und Lecco. Hier schuf Segantini seine ersten Meisterwerke, darunter das Gemälde «Ave Maria bei der Überfahrt».

Unvollendetes Triptychon

1886 liess sich die inzwischen sechsköpfige Familie in Savognin nieder. Hier entstanden die ersten der in der Technik des Divisionismus geschaffenen grossformatigen Gemälde der Schweizer Bergwelt. In der Ausstellung ist diese Phase etwa mit den Werken «Rückkehr aus dem Wald» (1890) und «Mittag in den Alpen» (1891) vertreten.

1894 zog Segantini mit Frau und Kindern noch weiter in die Höhe, in das auf 1815 m ü. M. gelegene Dorf Maloja. Dort entstand sein bedeutendes Spätwerk mit Gemälden wie «Frühling in den Alpen» (1897). Oft liess sich Segantini bei der Arbeit an seinen riesigen Leinwänden im Freien von seinem Freund und Schüler Giovanni Giacometti begleiten. Sein Schaffen gipfelte im berühmten «Alpentriptychon» (1896-1899), das für die Pariser Weltausstellung 1900 fertig sein sollte. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen: Am 28. September 1899 starb Segantini auf dem 2731 Meter hohen Schafberg an einer Bauchfellentzündung. Bis zuletzt hatte er an seinem Triptychon gearbeitet – und seine letzten Worte sollen gelautet haben: «Ich möchte meine Berge sehen!»

Fondation Beyeler, Baselstrasse 101, Riehen. Bis zum 24. April. Täglich 10 bis 18 Uhr, Mi. bis 20 Uhr. Weitere Informationen: www.fondationbeyeler.ch.

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