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Der neue Urnenfriedhof ist Parkanlage und Gedenkstätte zugleich

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Autor: karin aebischer

«Für mich ist vor allem wichtig, dass sich die Friedhofgänger hier wohl fühlen. Es ist für die Menschen schon schwer genug, mit dem Tod umzugehen», sagt der Künstler und gestalterische Planer des Projekts, Fredy Peissard. So war es sein Ziel, die Gedenkstätte mit einer Parkanlage oder einer Aussichtsterrasse zu verbinden. Zugleich werde damit die Kirche aufgewertet.

Licht und Farbe

Das Kernstück des Urnenfriedhofs, der auf einem Teil des ehemaligen Erdbestattungs-Friedhofs steht, ist eine zwei Meter tiefe Gruft, in welcher 300 Urnen Platz finden. «Diese ist innendrin sehr hell. Der Tod ist ja schon düster genug, da mag es Licht und Farben gut vertragen», sagt Peissard.

Er spricht damit auch auf den restlichen Teil des Urnenfriedhofs an, der mit farbigen Natursteinen und Glaswänden in Rot, Gelb und Orange gestaltet ist. Damit die Farben nicht verblassen, hat Fredy Peissard grösstenteils mit natürlichen Materialien gearbeitet. Die Gestaltung des Friedhofs hat er möglichst vielschichtig konzipiert. «Wir wollen den ganzen Querschnitt der Gesellschaft ansprechen», erläutert der Künstler.

Das Gestaltungskonzept der Urnen-Gruft hat Fredy Peissard in seinen Grundzügen schon in Jaun und Rechthalten angewandt. «Auf diese Art und Weise kann man sehr viel Platz schaffen», erklärt er.

Falls nötig, kann der Urnenfriedhof in einigen Jahren auch auf weitere 60 Granittafeln für Inschriften erweitert werden. «Je länger eine Inschrift bestehen bleibt, desto grösser ist der Erinnerungswert eines Friedhofs», wie Peissard im Gespräch mit den FN erklärt.

Kostenrahmen eingehalten

Auch das Kosten-Nutzen-Verhältnis sei dank des Konzepts von Fredy Peissard sehr gut, wie der ressortverantwortliche Gemeinderat Gilbert Boschung erklärt. Die Gemeindeversammlung hatte dazumal für das Projekt einen Kredit von 185 000 Franken gesprochen. «Wir werden diesen wahrscheinlich leicht unterbieten», meint er. Dies nicht zuletzt, weil die Schweizer Patenschaft für Berggemeinden den Neubau mit 50 000 Franken unterstützt hat.

Einwände vom Kulturamt

Bereits im Frühling 2005 hat die Friedhofskommission der Gemeinde die ersten Ideen für den Neubau ausgearbeitet. «Wegen gestalterischer Einwände des kantonalen Amtes für Kulturgüter hat sich das Projekt um ein halbes Jahr verzögert», so Gilbert Boschung. Gewisse Elemente mussten verändert werden, damit sie besser zur Kirche passten.

Nachdem im August 2007 dann mit dem Bau begonnen werden konnte, ist der Urnenfriedhof nun fertiggestellt und wird am Sonntag eingeweiht.

Die Neugestaltung des ganzen Friedhofareals soll in zehn Jahren abgeschlossen sein. «Es ist unser Ziel, dass auf der Höhe der Kirche keine Gräber mehr stehen», erläutert Boschung.

Kirche St. Silvester: So., 1. Juni, 9.30 Uhr Messe, 10.15 Uhr Einweihung.

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