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Der Seebezirkler Alt-Staatsrat Hans Bächler ist 87-jährig verstorben

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Politiker, Gönner, Autor und liebenswürdige Persönlichkeit: Hans Bächler, hier bei der Präsentation seiner Reminiszenzen im Jahr 2005, hat als Mensch und Politiker viele Spuren hinterlassen.Bild Charles Ellena/a

Der Seebezirkler Alt-Staatsrat Hans Bächler ist 87-jährig verstorben

Autor: Helene Soltermann und LUkas Schwab

Am Sonntag ist Alt-Staatsrat Hans Bächler im Alter von 87 Jahren verstorben. Der freisinnige Politiker aus Murten war von 1976 bis 1991 Staatsrat. Bereits in jungen Jahren war er politisch aktiv: Mit dreissig wurde der studierte Agraringenieur Murtner Generalrat, 1961 wurde er in den Grossen Rat gewählt. 1976 schaffte er dann den Sprung in die Kantonsregierung. Zuerst leitete er die Gesundheits- und Sozialdirektion, ab 1981 übernahm er die Direktion des Innern und der Landwirtschaft. Gemäss dem morgen Mittwoch erscheinenden Buch «Der Freiburger Staatsrat» war Bächler als Direktor der Institutionen massgeblich am Verfassungsartikel über die Sprachen beteiligt, den das Freiburger Stimmvolk im September 1990 genehmigte. Der Artikel legt Französisch und Deutsch als gleichberechtigte Amtssprachen fest.

Mit Hemd und Krawatte

Der Murtner FDP-Grossrat Pascal Friolet hat Bächler nicht nur in seiner Rolle als Staatsrat erlebt, sondern auch als Chef: Als Sekundarschüler hat Friolet auf dem Hof von Bächlers beim Kartoffelnernten sein erstes Sackgeld verdient. In Freiburg sind sich die beiden später im Rathaus als Politiker wieder begegnet. Sie hätten oft zusammen zu Mittag gegessen, erzählt Friolet, der 1986 Grossrat wurde. «Hans Bächler hatte immer ein offenes Ohr. Die Freiburger Politik kannte er in- und auswendig.» Er habe ihn als «treuen Diener des Systems» erlebt. «Hans Bächler hatte einen grossen Sinn für Gerechtigkeit.» Nach seiner politischen Karriere sei er täglich zu Fuss mit Hemd und Krawatte im Murtner Stedtli anzutreffen gewesen.»

«Liebenswürdige Person»

Der ehemalige Murtner Stadtschreiber Erhard Lehmann kannte Bächler seit der Jugend. «Er war eine sehr liebenswürdige Person», sagt er. Als Politiker sei er ein wichtiger Exponent der Freisinnigen Partei gewesen und habe sich immer für die Landwirtschaft eingesetzt. Die Politik sei ihm in die Wiege gelegt worden: «Sein Vater, der ebenfalls Hans Bächler hiess, sass einst als Vize-Stadtpräsident im Murtner Gemeinderat», sagt Lehmann.

Er erinnert sich, dass Bächler nach seiner Polit-Karriere das Klavierspiel entdeckte und Unterricht nahm. «Wenn man bei ihm zu Besuch war, setzte er sich gerne an seinen Flügel und spielte.»

Gönner und Autor

Hans Bächler war auch für seinen Einsatz für behinderte Menschen im Seebezirk bekannt. Der Stiftung des Seebezirks für erwachsene Behinderte half Bächler auf die Beine, indem er ihr das Bauland zu einem symbolischen Preis zur Verfügung stellte. Später rief er die Stiftung Ochsengut ins Leben, die seither auf seinem Bauernhof «Ochsengut» eine Wohnform für behinderte Menschen anbietet. Bei der Gründung schoss Bächler ein grosszügiges Startkapital ein und widmete der Stiftung einen Grossteil seines landwirtschaftlichen Betriebes. Nach seinem Rücktritt als Stiftungsratspräsident im Jahr 2010 wurde er zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Sein Nachfolger Roger Folly, der auch Stiftungsratspräsident der SSEB ist, pflegte bis zu seinem Tod einen engen Kontakt mit Hans Bächler: «Er war ein herzensguter Mensch und hat enorm viel für die Behinderten getan.» Sowohl bei der Leitung als auch bei den Angestellten der SSEB, die sich bis zuletzt im Ochsengut um ihn gekümmert hätten, hinterlasse er eine grosse Lücke.

Laut Folly erzählte Bächler bis kurz vor seinem Tod gerne über seine Zeit als Staatsrat. Ein Teil seiner Erzählungen sind in Buchform erhältlich: Im Alter von 81 Jahren veröffentlichte Bächler 2005 unter dem Titel «Schiff im Hafen» seine Memoiren. Er hielt jedoch fest, dass es keine Memoiren, sondern Reminiszenzen seien, also Gedanken und Erinnerungen. Der Leser erfährt unter anderem, dass er nach sieben Jahren im Amt ein Rücktrittsschreiben verfasst hat, das danach jahrelang in der Schublade schlummerte.

«Hans Bächler hatte immer ein offenes Ohr. Die Freiburger Politik kannte er in- und auswendig.»

Autor: Pascal Friolet

Autor: Alt-Grossrat und Weggefährte

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Titel zweizeilig

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