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Der Staatsrat will das fliegende Klassenzimmer nicht verbieten

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Im Schuljahr 2017/18 haben insgesamt 41 Auslandreisen von Klassen während des letzten Jahres der obligatorischen Schulzeit stattgefunden, davon 32 aus dem französisch- und 9 aus dem deutschsprachigen Kantonsteil. Für das Schuljahr 2018/19 wird mit 33 bis 39 Auslandreisen gerechnet. «Für ungefähr die Hälfte der Auslandreisen wird aus Kosten- und Zeitgründen das Flugzeug benutzt», schreibt der Staatsrat in seiner Antwort auf eine Anfrage der Grossrätin Christa Mutter (Grüne, Freiburg). Diese hatte darin die Meinung geäussert, dass Flugreisen aus Gründen des Umweltschutzes und aus pädagogischer Sicht nicht wünschenswert seien. Sie fragte den Staatsrat, wie er solche Flugreisen verhindern könne.

Kein Massentourismus

«Der Staatsrat zieht es vor, anstelle eines strikten Verbots die Schulen eher zu verpflichten, der Erziehung in nachhaltiger Entwicklung mehr Wichtigkeit einzuräumen», schreibt dieser. Er sei zwar grundsätzlich der Meinung, dass die Entwicklung einer nachhaltigen Lebensweise sehr erstrebenswert sei, aber: «Die Ökologie kann nicht als Vorwand für eine lokale Einschränkung verwendet werden.»

Ein einmaliger Ausland­auf­ent­halt während der elfjährigen obligatorischen Schulzeit zu Studienzwecken und zur Förderung der Weltoffenheit könne dem Massentourismus nicht gleichgestellt werden. Eine Reise mit dem Kennenlernen von Destinationen, mit pädagogischem, inhaltlichem und lehrplanspezifischem Bezug solle in einer globalisierten Welt ihren Platz haben, so der Staatsrat weiter. So seien zuletzt elf Auslandreisen in Zusammenhang mit den Wahl- oder Freifächern Latein oder Spanisch gestanden.

Amt prüft Sicherheit

Bei Auslandreisen informieren die Schuldirektionen die Unterrichtsämter des Kantons über pädagogische Zielsetzung, Destination und Transportmittel. Die Unterrichtsämter würden die Reisen dann einzeln auf mögliche Gefahren oder Reisewarnungen überprüfen. Allgemein sei das Reisen mit dem Flugzeug als sehr sicher einzustufen. Der Staatsrat betont auch, dass er sich nicht an der Finanzierung solcher Reisen beteilige.

Auslandreisen gibt es auch an Gymnasien und Fachmittelschulen. Deren Finanzierung sei im Reglement über den Mittelschulunterricht festgelegt, schreibt der Staatsrat. An den Berufsbildungszentren gebe es jährlich nur ungefähr 15 Studienreisen, zum Teil auch für Sprachaufenthalte in England oder Irland. Auch diese würden im Prinzip durch die Schüler selbst finanziert.

Grossrätin Mutter zeigt sich nach der Antwort überrascht über das Ausmass der Flugreisen. Die Position des Staatsrats, Flugreisen an der obligatorischen Schule zu verteidigen, versteht sie nicht: «Die Regierung hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt.» Der Trend ausserhalb Freiburgs verlaufe anders, sogar auf Universitätsstufe, so Mutter. Sie verweist auf ein Gymnasium im Wallis, das bei einer Bahnreise einen Tag mehr gewähre.

«Die Freiburger Regierung hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt.»

Christa Mutter

Grossrätin Grüne

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