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«Der Tanz hat mir das Leben gerettet»

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Es ist fast 17  Uhr, kurz vor der Vorstellung. Nach und nach treffen rund 120 Schülerinnen und Schüler der OS Düdingen im Podium ein: Sie alle haben sich freiwillig angemeldet, um am Mittwoch der Generalprobe des Balletts Rudra Béjart beizuwohnen. «Es sollen Emotionen herüberkommen, und Freude, die ansteckt», sagt die 15-jährige Geneviève Meuwly über ihre Erwartungen. Ihre Schulkameradin Edona Fetija wünscht sich, dass es unterhaltsam wird. «Es soll eine Geschichte erzählt werden.» Wie viele andere Anwesende bringen sie Ballett-, Jazzdance- und Schauspielerfahrungen mit. «Es ist eine tolle Gelegenheit, die Aufführung zu besuchen, eine nachhaltige Erfahrung», freut sich Koordinator und OS-Vizedirektor Pascal Bächler. Wichtig sei ihm, dass sich die Schüler freiwillig anmeldeten. «Sie sollen aus Überzeugung im Publikum sitzen.»

Der Tanz als Lebensschule

Dass zur Hauptprobe der École Rudra Béjart Schüler eingeladen werden, hat Tradition an der renommierten Lausanner Privatschule. «Das ist unsere Aufgabe als pädagogische Institution», sagt der Direktor der Ballettschule, Michel Gascard. «Wir möchten ihnen immaterielle Werte vermitteln sowie die Wichtigkeit emotionaler Intelligenz.» Ebenfalls zentral: «In einer zunehmend virtuellen Welt wollen wir mit einem Live-Spektakel präsent sein. Ich bin noch in einer Zeit aufgewachsen, in der ein Fernseher nicht zum alltäglichen Inventar gehörte. Heute kommen die Kinder quasi mit dem Tablet in der Hand auf die Welt.»

Die Vorstellung beginnt: «Es kann zu Unterbrechungen kommen», warnt Gascard. Es wird keine geben. Die vierzig 16- bis 21-jährigen Nachwuchs­tänzer, teilweise aus schwierigen familiären und sozialen Verhältnissen, sind perfekt vorbereitet. Zehn Stunden haben sie seit Januar täglich geübt, sechs Tage die Woche – Schulalltag. Die Show trägt den Titel «Omnes generationes», alle Generationen – inspiriert vom Komponisten Johann Sebastian Bach. Nach der Idee des Schulgründers Maurice Béjart kombinieren die Schüler Tanz, Schauspiel, Kampfsportarten, Musik – und, ebenfalls mit viel Talent, Gesang.

Die Düdinger OS-Schüler sind nach dem faszinierenden Spektakel begeistert von der Perfektion. So etwa die 15-jährige Lorena Currat. «Und es ist live, das ist nicht das Gleiche, wie wenn man etwas am Fernsehen verfolgt», sagt ihre Schulkameradin Eliane Grichting – unbewusst ganz im Sinne des Choreografen Michel Gascard. Dieser wirkt nach der Hauptprobe zufrieden. Sehr sogar: «Mit Mut und Engagement haben die Schüler diese sehr schwierige Choreografie gemeistert.» Der Tanz, eine Lebensschule. «Sie vereint Körper und Geist.» Was ihm der Tanz gegeben habe? «Das Leben», sagt Gascard – «der Tanz hat mir das Leben gerettet.»

Zahlen und Fakten

«Privat, international und gratis»

Die Lausanner Ballettschule Rudra Béjart wurde 1992 von Star-Choreograf und Tänzer Maurice Béjart (1927–2007) gegründet. Benannt ist sie nach dem vedischen Gott Rudra. Nach dem Willen Béjarts wurde der preisgekrönte Béjart-Schüler Michel Gascard zum Direktor der Schule gekürt. «Die Schule ist privat, international und gratis. Wir möchten, dass die Kultur für alle Jugendlichen zugänglich ist», sagt er. Rund 40 Schülerinnen und Schüler aus 18 Nationen sind aktuell an der Schule eingeschrieben.

ea

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