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Der Tinguely-Brunnen ist zurück

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Graue Wolken ziehen auf. Der Wind wirbelt das Wasser des Jo-Siffert-Brunnens des Künstlers Jean-Tinguely in alle Richtungen und benetzt die Teilnehmer der Medienkonferenz. Doch das trübt die Stimmung nicht. Gemeindevertreter, Mitarbeiter der Schlosserei Neiglen und Freunde von Jean Tinguely freuen sich über den Anblick der Mechanik, die wieder wie geschmiert läuft. Anfang März war die Tinguely-Skulptur unter dem Gewicht des auf ihr liegenden Eises umgestürzt, weshalb Mitarbeiter der Stadt Freiburg sie am 12. März mit einem Kranwagen in die Schlosserei Neiglen zur Reparatur transportieren mussten (die FN berichteten).

Lange wird das Wasserspiel nicht auf der Schützenmatte bleiben können. Denn der Brunnen muss wieder weichen, wenn der Bau des Verbindungsparkings der Einkaufszentren Fribourg-Centre und Manor realisiert wird. Wie die Freiburger Gemeinderätin Andrea Burgener gegenüber den FN bestätigt, hat sich die Gemeinde entschieden, das Wasserspiel während der Bauphase auf der Schützenmatte provisorisch vor dem Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle aufzubauen. Dort wird allerdings kein Wasser fliessen, weil der Brunnen wegen fehlenden Einrichtungen nicht an eine Wasserleitung angeschlossen werden kann. Wann der Umzug zum Museum stattfindet, hänge vom Baugesuch für das neue Parkhaus und den möglichen Einsprachen ab, sagt die Gemeinderätin. Die Gemeinde sei aber zuversichtlich, dass die Arbeiten noch dieses Jahr beginnen. Klar ist, dass die Skulptur in Zukunft nicht mehr auf der Schützenmatte stehen wird. Sie ist Teil der Planung zur Umgestaltung des Bahnhofplatzes. Dort erhalte der Brunnen seinen neuen und definitiven Standort, sagt Burgener. Doch wo genau auf dem Platz das sein wird, sei noch in Abklärung. Wieso betreibt aber die Gemeinde den Aufwand, das Kunstwerk dreimal umzusiedeln, bevor der definitive Standort klar ist? «Die Tinguely-Skulptur ist eine Sehenswürdigkeit, die von vielen Touristen besucht wird. Da die Sommerzeit naht und der Transport relativ einfach ist, haben wir uns für diese Lösung entschieden», erklärt Bur­gener.

Keine schwierige Reparatur

In der Schlosserei Neiglen hat der Verantwortliche des Werkhofes, Tamer Kizildag, mit seinen Mitarbeitern das rund 1400 Kilogramm schwere Kunstwerk wieder instandgestellt. Die Reparatur habe ihnen keine Schwierigkeiten bereitet, sagt Kizildag. Doch hätten sie Rat und Hilfe auch von René Progin, Freund von Tinguely, und von Seppi Imhof, Tinguelys Assistent (siehe Kasten), erhalten. «Zur Sicherheit haben wir die Funktionsweise des Brunnes mit Fotos dokumentiert.»

Seppi Imhof

Brunnen nicht den ganzen Winter laufen lassen

Als Assistent arbeitete Seppi Imhof 20 Jahre lang mit dem Künstler Jean Tinguely zusammen. Seiner Meinung nach müsse im Winter das Wasser des Jo-Siffert-Brunnens – wie auch von anderen Tinguely-Wasserspielen in der Schweiz – nur so lange laufen, bis ein schöner Eismantel entstanden sei. «Das Eis setzt der Skulptur ansonsten zu sehr zu, wie wir in Freiburg und auch in Basel gesehen haben.» Er zweifelt, ob der Standort auf dem neuen Bahnhofplatz geeigneter ist als der auf der Schützenmatte. «Jeden Tag laufen so viele Leute über den Bahnhofplatz. Ich frage mich, ob sie dabei die Skulptur noch beachten werden.»

jp

 

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