Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Der Waldarena Gurmels droht das Aus

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der Zahn der Zeit nagt an der Waldarena von Gurmels. Vor fast zehn Jahren errichtet (siehe Kasten), müssen die Sitzreihen aus Weisstannenholz erneuert werden: Unter dem Einfluss von Regen und Sonnenschein zersetzen sich die Baumstämme und brechen auseinander.

Für den Ersatz der über ein Dutzend Bänke aus Holz sowie der ebenfalls aus Holz geformten Bühne rechnet der Verein Waldarena mit Kosten von rund 25 000 Franken. Die Gemeinde sei bereit, einen solchen Betrag zu übernehmen, sagt Thomas Fontana, Gemeinderat und Vizepräsident des Vereins Waldarena. «Grundsätzlich wollen wir die Waldarena erhalten. Aber wir stellen uns die Frage, ob noch ein Bedürfnis für die Anlage mit 250 Sitzplätzen besteht.»

Denn die kostenfreien Reservationen seien in den letzten Jahren zurückgegangen. Thomas Fontana führt diese Entwicklung auf mehrere Ursachen zurück.

Aufwand für Veranstalter

Für die Organisatoren grösserer Anlässe sei die Nutzung der Waldarena mit einem gewissen Aufwand verbunden. Aufgrund des Standorts sind feste Bauten nicht zugelassen. Einen fixen Wasser- und Stromanschluss sowie Sanitäranlagen gibt es deshalb nicht. «Es ist aber möglich, wenn bei Anlässen ein entsprechender Bedarf besteht, ein langes Stromkabel vom Schützenhaus bis zur Arena zu verlegen.» Dann könnten Konzerte mit Verstärkern stattfinden, und es gebe auch nach der Dämmerung noch Licht in der Arena. Nehme ein Organisator diese Vorbereitungen auf sich, sei ihm aber noch kein Wetterglück garantiert. «Da wählen einige lieber einen anderen Ort, der überdacht und mit fixer Infrastruktur ausgestattet ist.»

Zudem habe im Lauf der Jahre der Bekanntheitsgrad der Waldarena abgenommen, so der Vizepräsident. «Zu Beginn war dieser Ort im Wald für viele neu und interessant.» Schulanlässe, Konzerte mit klassischer Musik, Blasmusik oder Rockmusik, Open-Air-Kinos, Gottesdienste, Hochzeiten und St.-Nikolaus-Anlässe hätten seit dem Bau der Arena hier stattgefunden. «Die Atmosphäre an solchen Anlässen ist einzigartig», sagt Thomas Fontana und erinnert sich an ein Konzert mit Musik aus den «Herr der Ringe»-Filmen. «Das passte perfekt zur Waldarena.»

Heute werde die Konstruktion noch rege von den Schulen in Gurmels gebraucht – «kürzlich organisierte die OS hier ihr Abschlussfest» –, und der Samichlaus komme jedes Jahr vorbei. Mit dem Waldarena-Open-Air Mitte Juni hätte der Trägerverein die Arena wieder stärker ins Gedächtnis rufen wollen, doch wegen der Pandemie musste die Veranstaltung abgesagt werden.

Weiter spricht Thomas Fontana von einem Überangebot an Anlässen. Deshalb und wegen der drei Feldschiessen auf dem Gemeindegebiet fänden Veranstalter fast keinen Termin mehr, an dem nicht schon andere Veranstaltungen in der Region terminiert wären.

Richtung klären bis Ende Jahr

«Es wäre schade, wenn die Arena zurückgebaut werden müsste. Jedoch macht eine Sanierung keinen Sinn, wenn das Interesse an einer Nutzung fehlt», sagt Thomas Fontana und erklärt: «Mit den heutigen Vorschriften und Regeln wäre ein solches Projekt wohl nicht mehr realisierbar – anders als vor zehn Jahren. Wir sollten die bestehende Anlage deshalb erhalten und nutzen.»

Die auf zehn Jahre befristete Bewilligung für die Waldarena laufe nächstes Jahr aus, so Fontana. Der Kanton habe signalisiert, dass einer Erneuerung der Bewilligung keine Steine in den Weg gelegt würden, «wenn wir nachweisen, dass wir ein Bedürfnis für die Arena haben».

Auf das drohende Aus machte der Gemeinderat im kommunalen Mitteilungsblatt Anfang Juli aufmerksam. Bisher habe es eine einzige Reaktion gegeben. «Uns wurde der Bau eines Waldhauses als Idee vorgeschlagen», sagt der Gemeinderat. Die Errichtung eines Waldhauses neben der Gurmelser Arena sei vom Verein Waldarena bereits geprüft worden, aber nicht genehmigungsfähig.

Bis Ende Jahr solle die Gemeinde dem Kanton mitteilen, in welche Richtung es gehen soll. Gibt es kein Bedürfnis für die Waldarena, werde der Verein den Rückbau mit Kosten von 3000 bis 5000 Franken finanzieren und sich auflösen.

Zahlen und Fakten

Ein Projekt, geboren im Jahr des Waldes

Die Waldarena in Gurmels, nahe dem Fussballfeld und der Schiessanlage, wurde 2011 anlässlich des Jahrs des Waldes errichtet. Die Konstruktion aus 20 Kubikmeter Weisstannenholz soll die Menschen in den Wald bringen und sie für diesen wertvollen und zerbrechlichen Lebensraum sensibilisieren. Die Planung und der Bau kosteten rund 70 000 Franken. Finanziert wurde die Waldarena von Kanton, Gemeinden und Sponsoren. Den jährlichen Unterhalt der Arena – die Reini- gung und das Ausstreuen von Holzschnitzeln – übernehmen der Verein Waldarena Gurmels (35 Mitglieder), die Mitarbeiter des Werkhofs und die Revierkörperschaft Galm.

jmw

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema