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Der Wert des Tagträumens

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Ein Gedanke an den letzten Ferienabend, ein kurzes Abschweifen während der Morgensitzung – der Mensch verbringt etwa die Hälfte seiner wachen Zeit mit Tagträumen. Bei Kindern ist das genauso, sagt der Freiburger Autor und Psychologe Fabian Grolimund. Aber: «Kinder können im Vergleich zu Erwachsenen weniger bewusst wieder umschalten.»

Im Kinderbuch «Lotte, träumst du schon wieder?», das Grolimund im September zusammen mit der Psychologin Stefanie Rietzler veröffentlicht, geht es genau um solche Tagträume. Das Hasenmädchen Lotte versinkt immer wieder in wilden Fantasiewelten. Dort kämpft sie mit ihren Freundinnen, einer Ente und einer Ballerina-Bärin, gegen Piraten – obwohl sie doch eigentlich Hausaufgaben machen und lernen sollte. Auch die Ratschläge und Ermahnungen ihrer Eltern nützen nichts. Lotte versteht nicht, wie sie sich denn «einfach besser konzentrieren» sollte. Dann lernt sie auf dem Nachhauseweg eine Wölfin kennen, die ihr einen Trick für bessere Aufmerksamkeit beibringt.

Fantasie als Fluchtweg

«Setzt man verträumte Kinder unter Druck, flüchten sie in eine Innenwelt», erklärt Fabian Grolimund. Ein eng getakteter Tag sei oft stressig für Kinder und führe zum Wunsch, sich zurückzuziehen. Wenn das physisch nicht möglich sei, geschehe es vermehrt gedanklich. Mit dem Bilderbuch möchten sich Stefanie Rietzler und Fabian Grolimund direkt an die Kinder wenden. Gemeinsam mit Lotte lernen sie, dass Tagträumen auch etwas Gutes sein kann: Verträumte Kinder können sich oft besser mit sich selbst beschäftigen, sagt der Autor. Sie haben tiefergehende Interessen, und Fantasie und Kreativität fallen meist üppiger aus als bei anderen.

Interessiert begleiten

Auch Lottes Umfeld ist wichtig für die Geschichte: die strenge Mamahäsin, die stundenlang Diktate mit Lotte übt, und die Lehrerin, die in Lottes Tagträumen als Widersacherin auftaucht. Sie handeln in bester Absicht, machen aber den träumerischen Alltag für die junge Häsin nicht leichter. So würden mit dem Kinderbuch auch Lehrpersonen und Eltern angesprochen. «Aber jede Person kann beim Lesen natürlich selbst herausfinden, wie viel diese Geschichte mit ihr zu tun hat», sagt Grolimund schmunzelnd.

Die Situationen, die im Kinderbuch geschildert werden, stammen unter anderem aus Erzählungen in Seminaren für Eltern oder Lehrpersonen, die die Autoren leiten. Für den kommenden Schulstart hat Fabian Grolimund einen Tipp für die Eltern: Sie sollen den Kindern ihre Vorfreude auf die Schule lassen. Eine interessierte Begleitung sei hilfreicher als eine kontrollierende Haltung. «Der ‹Ernst des Lebens› ist etwas für die Erwachsenen.»

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