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Der Zebrastreifen bleibt Problemzone

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«Die Freiburger Strassen sind sicher.» Zu diesem Schluss gelangte Pierre Schuwey, Kommandant der Kantonspolizei Freiburg, bei der gestrigen Präsentation der Verkehrsstatistik 2016. Schuwey bezog sich unter anderem auf den Fakt, dass die Verkehrspolizei – trotz der konstanten Zunahme von Bevölkerung und Fahrzeugen – vergangenes Jahr so wenig Unfälle gezählt hat wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Ereigneten sich im Vorjahr 1398 Unfälle, waren es 2016 erneut drei Prozent weniger. Bei den insgesamt 1358 Verkehrsunfällen wurden vergangenes Jahr 744 Personen verletzt (+5 Prozent gegenüber 2015); 115 davon schwer (–8 Prozent). Sieben Personen – drei Fussgänger, zwei Autofahrer sowie je ein Motorrad- und Velofahrer – verloren ihr Leben. Im Jahr zuvor wies die Verkehrsstatistik noch ein Opfer weniger aus.

Alkohol tötete in drei Fällen

«Jedes Todesopfer ist eines zu viel», sagte Gendarmerie-Chef Philippe Allain. Es sei zwar erfreulich, dass die Zahl der Verkehrstoten, die in den vergangenen zehn Jahren um 63 Prozent abgenommen habe, niedrig bleibe. Das ehrgeizige Ziel von null Todesopfern auf Freiburger Strassen müsse aber auch in Zukunft verfolgt werden: «Dazu braucht es jedoch den Beitrag und das Verantwortungsbewusstsein eines jeden Verkehrsteilnehmers.» Damit sprach der Gendarmerie-Chef unter anderem darauf an, dass bei drei der sieben tödlichen Unfälle Alkoholkonsum die Hauptursache darstellte.

Fussgänger stärker betroffen

Jean-Pierre Grandjean, Leiter der Verkehrspolizei, informierte, dass die Zahl der Unfälle mit Fussgängerbeteiligung 2016 gegenüber dem Vorjahr um 24 Prozent auf 89 zugenommen hat. Neben 83 verletzten Fussgängern weist die Statistik 2016 drei Todesopfer aus. In einem Drittel aller Fälle waren Minderjährige betroffen. «Die Verwundbarkeit auf Fussgängerstreifen hat zugenommen», so Grandjean. Rund die Hälfte der Unfälle mit Fussgängerbeteiligung ereignete sich auf einem Zebrastreifen. In jedem fünften Fall traf den Fussgänger dabei die Hauptschuld. Grandjean nannte zwei Gründe für die unerfreuliche Entwicklung: «Die Aufmerksamkeit der Autofahrer ist gesunken, ebenso wie die Sichtbarkeit der Fussgänger.» Mit Präventionskampagnen und Verkehrserziehung versuche die Polizei Automobilisten und Fussgänger dafür zu sensibilisieren, im Bereich von Zebrastreifen mehr Vorsicht walten zu lassen und besser aufeinander achtzugeben.

Zur Verkehrspolizei

Ein Wechsel in der Chefetage

Der neue Chef der Verkehrs- und Schifffahrtspolizei heisst Jean-Marc Rotzetter. Der 42-jährige Oberleutnant und Chef der Verkehrserziehung hat 1999 in Freiburg die Polizeischule absolviert. Jean-Marc Rotzetter tritt Anfang Mai die Nachfolge von Hauptmann Jean-Pierre Grandjean an, der nach 38 Dienstjahren bei der Kantonspolizei in den Ruhestand tritt.

mz

Zahlen und Fakten

Polizei hat über 61 000 Bussen ausgesprochen

Das 84 Autobahn- sowie 4562 Kantons- und Gemeindestras­senkilometer umfassende Einsatzgebiet der Kantonspolizei Freiburg war auch vergangenes Jahr wieder Tatort vieler tausend Verkehrsdelikte. So sprach die Kantonspolizei 2016 insgesamt 61 290 Ordnungsbussen (+11 Prozent gegenüber Vorjahr) im Gesamtwert von 7,16 Millionen Franken aus (+3 Prozent). In 53 473 Fällen wurden Verkehrsteilnehmer wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen gebüsst, in 2673 Fällen fehlte die Sicherheitsgurte, und in 2024 Fällen wurde während dem Fahren das Natel manipuliert. 317 Personen hat die Polizei wegen Fahrens ohne Bewilligung verzeigt: 147 Mal geschah dies, weil kein Führerausweis vorhanden war, und 170 Mal, weil trotz Führerausweisentzug gefahren wurde. Die Zahl der registrierten Radarwiderhandlungen stieg auf 75 273 an (+12 Prozent). Gleichzeitig wurden weniger Raser-Delikte gezählt: 46 Via-sicura-Fälle kamen zur Anzeige (–25 Prozent). Praktisch unverändert präsentiert sich mit 886 Fällen die Zahl der Lenker, die in angetrunkenem Zustand erwischt wurden. Etwas kleiner ist die Zahl der Lenker, die 2016 unter Drogeneinfluss unterwegs waren: 316 Personen (–2 Prozent) wurden angehalten.

mz

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