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Die Ärgera immer in einem Ohr

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Um keine falschen Erwartungen zu wecken: Die Wanderung entlang der Ärgera ist eigentlich keine Wanderung, sondern eher ein Spazierausflug. Sportliche Wanderer werden die rund fünf Kilometer lange Strecke wohl knapp als Aufwärmtraining empfinden. Doch wer es gemütlich mag und für wen das Rasten genauso wichtig ist wie das Wandern, der ist hier gut bedient. Und am Wegrand gibt es links und rechts genügend Möglichkeiten, innezuhalten und wieder einmal tief ein- und auszuatmen.

Mit etwas Fantasie kann der Rundwanderweg am Fluss Ärgera in Plasselb auch als eine Art Weltreise im Kleinen gesehen werden. Wir kommen an einer Miniaturausgabe der Golden-Gate-Brücke vorbei, sehen rote Steine, die an Australien erinnern, die alten Moose versetzen einen in einen Urwald in Südamerika – und immer ist das Rauschen eines Wildbachs zu hören.

Start und Ziel ist bei einer Brücke, am besten bei der Muelers-­Brücke, nur wenige Hundert Meter von der Muelers-­Grotte entfernt. Diese befindet sich unter einem markanten Felsüberhang, der von den Einheimischen auch «Gitzi­stùba» genannt wird, weil Ziegenhirten früher dort bei Unwetter Schutz suchten.

Flussaufwärts durch den Wald

Vom Parkplatz bei der Grotte führt der Weg ein Stück geradeaus in den Wald hinein. Zu verfehlen ist er nicht: Rechts befindet sich der Felshang, links der Fluss. Und genau diesen Felshang gilt es dann zu bezwingen. Hier kommt auch schon der grösste Anstieg der ganzen Wanderung: Mittels einer etwas steilen Eisentreppe verlässt der Weg das Flussniveau und führt in die Höhe.

Den Rest der Strecke an diesem Flussufer hört man dann das Rauschen von unten. Zu sehen ist der Fluss nur ab und zu, denn obwohl er nicht weit entfernt fliesst, ist das Laub zu dicht. Der Weg führt durch den Wald und über Lichtungen.

Kein ärgerlicher Fluss

Es geht dann mal ein wenig aufwärts, dann wieder abwärts, über kleine Bächlein oder eher Rinnsale auf einem gut unterhaltenen Weg. Apropos Rinnsal: Das auffallendste Merkmal der Ärgera ist ihr variabler Wasserstand. In normalen Zeiten verschwindet sie fast ganz zwischen den Kieseln und Felsbrocken im Bett. Bricht aber im Quellgebiet ein Gewitter aus, verwandelt sie sich in einen reissenden Fluss.

Der Name hat übrigens nichts mit dem Wort Ärger zu tun. Er soll gallischen Ursprungs sein und so viel wie «Bach, der aus dem Bergwald kommt» bedeuten. So oder so fliesst der Fluss vom Quellgebiet bis zur Grenze der Gemeinde Marly durch eine der am wenigsten verbauten Auenlandschaften der Schweiz.

Flussabwärts am Wasser

Wenn die zweite Brücke ins Blickfeld kommt, ist die Hälfte des Spaziergangs geschafft. Es geht über die Roggeli-Brücke, eine eiserne Bogenbrücke, von der sich ein wunderbarer Blick auf den Fluss bietet. Würde man weiter flussaufwärts gehen, käme man in den Plasselbschlund und würde dort einen anderen Fluss mit markantem Namen kennenlernen: den Höllbach. Um ihn herum gibt es viele weitere Wandermöglichkeiten.

So aber ist das Rauschen des Flusses ab der Überquerung nun im linken Ohr zu hören. Und der Wasserlauf ist auf dieser Seite auch viel präsenter, man hat ihn immer im Blick.

Bädle, brätle und spielen

Hier beginnt der vergnügliche Abschnitt des Wanderspaziergangs: Am Uferdamm gibt es zahlreiche Stellen, an denen das Flussbett, ohne klettern zu müssen, erreichbar ist. Es gibt zwar nur wenige richtige Schwimmteiche, doch für eine kleine Kneipptour zum Abkühlen reicht es allemal. Es hat zudem Brätlistellen und Picknickplätze. Gleich am Anfang kommt man zu den «berühmten» roten Steinblöcken, die ein beliebtes Fotosujet sind.

Für Kinder ist es ein Paradies, sie finden bestimmt irgendwo zwischen den Steinen ein kleines Sandplätzchen zum Spielen, können Steine aufschichten und trockenes Holz sammeln, um endlich die Cervelat über der Glut eines Holzfeuers zu bräunen.

Entlang des Flusses geht es dann zurück zur Muelers-­Brücke. Dort bleibt vielleicht Zeit, sich auf eine Bank bei der Grotte zu setzen und noch einmal tief durchzuatmen.

In einer Sommerserie stellen die «Freiburger Nachrichten» Wanderungen, Familienausflüge und Geheimtipps im Kanton Freiburg vor. Mit diesem Beitrag schliessen die FN die Serie ab.

Informationen

Rundweg von rund fünf Kilometern

Der Rundwanderweg am einen Ufer der Ärgera hinauf und am anderen wieder hinunter befindet sich in der Gemeinde Plasselb im Sensebezirk. Ein möglicher Ausgangspunkt ist die Muelers-Brücke. Sie ist mit dem Auto erreichbar – ab dem Dorf Plasselb einfach den Wegweisern zur Grotte folgen. Wer mit dem Bus anreist, verlässt die Bushaltestelle im Dorf in westlicher Richtung und folgt dann ebenfalls den Wegweisern zur Grotte. Die eigentliche kleine Wanderung ist nur etwa 5,5  Kilometer lang, einen weiteren Kilometer zählt die Strecke vom Dorf bis zur Muelers-Brücke. Einkehrmöglichkeiten: im Dorf oder in der Tennisbuvette, einige Hundert Meter von der Muelers-Brücke entfernt, in direkter Nachbarschaft des Fussballplatzes.

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