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Die Bibliothek, die nach Hause kommt

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Die Bibliothek, die nach Hause kommt

Ruth Graf aus Gempenach macht sich mit einem Bücherverleih selbstständig

Ab sofort können Leseratten Bücher zuhause auswählen und sich den Lesestoff auch gleich noch nach Hause liefern lassen. Dieses Angebot bietet Ruth Graf aus Gempenach mit ihrer fahrenden Bibliothek an.

Von CORINNE AEBERHARD

Krimis, Thriller und Romane kann man bei Ruth Graf ausleihen. Sie selber liest auch sehr gerne und eigentlich fast alles, was ihr begegnet, erzählt sie. So sammelten sich im Laufe der Zeit 120 Bücher bei ihr an.

Die Idee für die fahrende Bibliothek kam ihr, weil die Zeichnerin seit längerem einen Teilzeitjob suchte. In diesem Beruf sei es schwierig gewesen, etwas zu finden, da heutzutage fast alles auf dem Computer gemacht werde, sagt sie. Sie habe diese Umstellung nicht machen wollen. So dachte die Mutter zweier schulpflichtiger Kinder daran, sich selbstständig zu machen, und prüfte mehrere Möglichkeiten wie etwa die Eröffnung einer Börse. «Das gibts aber schon wie Sand am Meer», so Ruth Graf. Auch Bibliotheken gebe es in der Region, aber keine mobilen.

Über 600 Bücher

Um das Angebot zu vergrössern, publizierte Ruth Graf ein Inserat und rief darin auf, ihr Bücher zu schenken. Mittlerweile verfügt sie über eine Bibliothek mit über 600 Büchern, die sie in einem Kellerraum lagert.

Seit November ist sie daran, die Bücher mit einer Nummer zu versehen und zu katalogisieren. Ihre Liste beinhaltet unter anderem zahlreiche Erscheinungen der Autoren Agatha Christie, Stephen King, Federica de Cesco, Marie Louise Fischer, Noah Gordon, Heinz G. Konsalik, Patricia Shaw, Johannes Mario Simmel und Barbara Wood.
Im Angebot hat es aber auch einzelne Bücher von Patrick Süskind (Die Taube), Bernhard Schlink (Selbs Betrug), Heinrich Böll (Meistererzählungen), Umberto Eco (Der Name der Rose) sowie von der amerikanischen Krimi-Autorin Donna Leon.

Ruth Graf nimmt auch jetzt noch Bücher entgegen. Sie müssten aber jüngeren Datums sein, betont sie. Man habe ihr auch solche mit alter Schrift gegeben, aber die wolle heute kaum mehr jemand lesen. Für Neuerscheinungen sei sie auch bereit, einen kleinen Betrag zu bezahlen.

Keine Kinderbücher

Wer bei ihr Bücher ausleihen will, kann sie auf der Natelnummer anrufen (079 440 04 35) und ihr seine Wünsche bekannt geben. Ruth Graf fährt dann mit einer Auswahl zu den Kunden. Diese können auswählen. Gleichzeitig gibt die fahrende Bibliothekarin eine Bücherliste ab, so dass sich die Kunden informieren können, was sie alles in ihrem Angebot hat.

Nicht angeboten werden Sach- oder Kinderbücher.
Für die Ausleihe verlangt Ruth Graf sechs Franken. Jedes weitere Buch erhält man für vier Franken. Die Ausleihfrist beträgt einen Monat. Möchte man ein Buch länger behalten, dann kostet das pro Monat weitere zwei Franken. Bei Verlust oder Beschädigung der Bücher wird eine Gebühr von 20 Franken erhoben. Nach zehn Ausleihungen gibt es ein Buch gratis zum Lesen.

Im Umkreis von zehn Kilometern

Ruth Graf ist gespannt, wie sich ihr Geschäft entwickeln wird. Sie denkt, dass sie vor allem Leute ansprechen kann, die nicht mobil sind wie zum Beispiel ältere Menschen. Ansprechen möchte sie in erster Linie die Region im Umkreis von zehn Kilometern. Um Werbung zu machen, hat die Bibliothekarin in kleinen Läden ein Flugblatt aufgehängt.

Was die «Lieferzeiten» anbelangt, ist Ruth Graf flexibel. Sie könne auch abends oder am Samstag die Bücher bringen oder holen.

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