Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Die Butter liegt nicht mehr schwer auf

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Urs haenni

Der Abbau der Butterlager war die letzte grosse Herausforderung in der rund 20-jährigen Amtszeit von Cremo-Verwaltungsratspräsident Alexis Gobet (siehe Kasten). «Ziel erreicht», konnte er den Aktionären am Mittwoch an der 84. Generalversammlung vermelden. Im Januar 2011 betrug das Butterlager der Cremo noch rund 5000 Tonnen; Ende des Jahres waren es noch 650 Tonnen.

Das Butterlager hatte sich über mehrere Jahre angehäuft, als die Westschweiz die Milch teurer bezahlte als die Ostschweiz, schreibt die Cremo in einer Mitteilung. Um diesen Berg abzubauen, bedurfte es verschiedener Massnahmen. So trug erst einmal die von Cremo im Frühjahr 2010 eingeführte Milchkaufsegmentierung zu einer Stabilisierung bei. Dazu leisteten die Branchenorganisationen Milch und Butter Hilfe in Form eines Unterstützungsfonds für gut 1000 Tonnen Butter. Dank Massnahmen der Branchenorganisation Butter konnten 6000 Tonnen Butter exportiert werden. Schliesslich trug auch Cremo selber den Verlust aus dem Absatz von 1500 Tonnen. So sind 2011 rund 7500 Tonnen Butter exportiert worden. Dieser Abbau der Butterlager kostete insgesamt rund elf Millionen Franken.

Besserer Milchpreis

Das neue Jahr beginnt somit auf einer gesunden Basis, schreibt die Cremo in ihrem Geschäftsbericht. Für die Milchproduzenten, die während zweier Jahre durch ihre Beteiligung an der Liefersegmentierung beim Abbau mithalfen, bedeute dieser neue Start eine Verbesserung des Milchpreises.

Trotz dieses Sonderefforts schliesst Cremo das Geschäftsjahr 2011 positiv ab. Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 60 Millionen Franken auf 547 Millionen Franken gestiegen. Der Cashflow ging von 31,9 auf 29,7 Millionen Franken zurück, der Nettogewinn von 6,2 Millionen auf 424000 Franken. Gemäss der Cremo widerspiegle dies den grossen Aufwand für den Abbau der Butterlager.

Der Milchverarbeiter bekam 2011 auch die Auswirkungen des starken Schweizer Frankens zu spüren. Dieses Erschwernis habe Cremo aber durch die Übernahme der Tätigkeiten der Düdinger Firma Von Mühlenen abgefedert, einerseits durch eine Stabilisierung des Emmentalerlagers, andererseits durch strenge Managementmassnahmen, wie Cremo im Geschäftsbericht schreibt.

Die in Villars-sur-Glâne ansässige Cremo AG hat für den Abbau des Butterlagers einen beträchtlichen Aufwand betrieben.Bild Vincent Murith/a

Mehr zum Thema