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Die Chaldäer in der Schweiz wünschen sich einen Priester

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Die gegen 200 chaldäisch-katholischen Familien in der Schweiz sollen noch dieses Jahr priesterliche Dienste erhalten. Dies bestätigt der irakische Bischof Saad Sirop nach einem Gespräch in Freiburg mit Bischof Charles Morerod, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz. Sirop ist als apostolischer Visitator für die chaldäischen Gläubigen in Europa zuständig.

«Bischof Morerod hat offen reagiert auf den Vorschlag, eine chaldäische Mission in der Schweiz auf die Beine zu stellen, und uns Hilfe angeboten», erklärte Sirop nach dem Treffen. Der irakische Bischof, 1972 in Bagdad geboren, besucht die chaldäischen Gemeinden Europas seit vier Monaten. Er hat noch nicht entschieden, ob er seinen Sitz in Schweden oder Deutschland haben wird – den beiden Ländern mit den grössten assyro-chaldäischen Migrationsgemeinschaften. Eine kleine Diaspora, vor allem aus dem Irak, ist in den letzten Jahrzehnten in die Schweiz gekommen. «Die ersten haben sich vor ungefähr 30 Jahren niedergelassen, die anderen vor Kurzem», sagt Sirop.

Sirop vermutet, dass die arabisch-christlichen Flüchtlinge sich besser in westlichen Ländern integrieren können als ihre muslimischen Landsleute – weil sie deren Religion besser verstehen. Man müsse Brücken bauen, um zu kommunizieren, und keine Festungen, um sich vom Rest der Gesellschaft zu isolieren. Eine Öffnung sei wichtig, wenn man im Westen in einer demokratischen Gesellschaft lebe, so Sirop. «Die arabischen Christen sind eher befähigt, sich anzupassen; die Prinzipien des Christentums helfen ihnen dabei.»

Heute lebt eine halbe Million chaldäische Christen in der Diaspora – vorwiegend in Europa, den Vereinigten Staaten und Südamerika. In Irak sind es weniger als 300 000, wovon die meisten in die kurdischen Gebiete geflohen sind. Zwar wurden viele der von der Terrororganisation IS eroberten christlichen Dörfer wieder befreit. Die Christen werden aber nicht sofort zurückkehren, ist Sirop überzeugt. Sie hätten das Vertrauen in ihre muslimischen Nachbarn verloren. Diese hätten sich an Plünderungen beteiligt und seien zum IS übergelaufen.

kath.ch

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