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Die Erfolgsrezepte des Hanspeter Latour

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Autor: Lukas Schwab

Wallenried «Für einmal ist die Tatsache, dass die Schweiz nicht so gut Fussball spielt, gar nicht so schlecht», erklärte Heinz Pfander, Unternehmer und Initiant der Wallenried-Gespräche. Denn bei einem Vorstoss der Schweiz ins WM-Halbfinale wäre Gastredner Hanspeter Latour am Donnerstag noch als Kommentator in Südafrika im Einsatz gewesen. Dank dem vorzeitigen Ausscheiden der Schweizer hat er es aber zur Freude Pfanders und des Publikums rechtzeitig nach Wallenried geschafft.

Fanpost im Keller

Im Leben und in der Arbeit brauche es Träume, Visionen und Ziele, erklärte Latour in seinem Referat «Fussball und mehr». Als Balljunge habe er davon geträumt, NLA-Spieler zu werden, später davon, vom Amateur zum Profitrainer aufzusteigen. «Als Profitrainer war es meine Vision, vom nationalen in den internationalen Fussball zu kommen», so der Berner Oberländer. Um seine Ziele zu erreichen, dürfe man nicht zu früh aufgeben. «Ich habe 47 Jahre gewartet, bis ich als Trainer mit dem FC Thun in der höchsten Spielklasse arbeiten konnte.» Um seine Ziele zu erreichen, brauche es neben Fleiss und Mut auch Glück. «Früher wurde ich wütend, wenn mir jemand nach dem Spiel sagte, wir hätten mit Glück gewonnen. Heute bin ich froh.» Der Faktor Glück sei gerade im Sport hoch und damit müsse man Leben lernen. Als Trainer in Köln sei sein Team nach sechs Runden an der Tabellenspitze gestanden, doch dann habe sich sein wichtigster Spieler verletzt. Danach ging es bergab und er wurde entlassen. «Wenn sich der Spieler nicht verletzt hätte, wäre ich vielleicht noch heute in Köln.»

Goldenes Trikot für Coltorti

In der Medienstadt Köln erlebte Latour auch, was Druck bedeutet. Um diesem entgegenzuhalten, müsse jeder seinen eigenen Ausgleich finden, erklärte er. «Für mich ist die Natur sehr wichtig.» Aber auch Fanpost spende ihm Trost. «Ich habe im Keller viele Kisten voller Fanpost, die ich mir ansehe, wenn’s nicht läuft.» In seiner Laufbahn habe er auch gelernt, was kleine Dinge bewirken können. Mit dem FC Thun sei einst ein wichtiges Spiel gegen Servette angestanden, und Torhüter Fabio Coltorti habe ihm vor dem Spiel nicht gefallen. «Ich nahm ihn zu mir und sagte ihm, wenn er zu null spiele, könne er mein goldenes Tour-de-Suisse-Trikot haben. Wir haben mit 1:0 gewonnen.» Als er später als Trainer zu GC wechselte, traf er wieder auf Coltorti und das goldene Trikot hing noch immer in seiner Garderobe.

Feuer und Pannenstreifen

Als er einst vor einem Auswärtsspiel in Zürich mit dem FC Thun im Stau steckte, rief Latour die Polizei an. Die erklärte, weder eine Eskorte noch die Fahrt über den Pannenstreifen sei möglich. «Ich sagte dem Chauffeur, wir hätten das O.K. für den Pannenstreifen.» Zwanzig Minuten vor dem Spiel seien sie angekommen und er habe seinem Team nur einen Satz auf den Weg gegeben: «Das Feuer brennt, schaut, dass es nicht erlöscht.» Und es wirkte: Bereits nach 10 Minuten erhielt einer seiner Spieler vor lauter Feuer die rote Karte. «Aber am Ende haben wir 1:0 gewonnen», so Latour.

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