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Die Erwachsenen entdecken das Kind in sich

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Fasnacht in Courtepin, Courtaman und Wallenried

Karneval wird überall auf der Welt gefeiert. Er ist gleichzeitig Garant für die Mobilisierung und Zusammenführung grosser Menschenmassen sowie für ausgelassene Feste. Wer seinem Virus erlegen ist, fiebert dem besagten Datum ungeduldig entgegen. Ideen und Phantasien sammeln sich rund um das Basteln von Kostümen.

Auch in unserer Gegend hält die Fasnacht wieder Einzug. Während einer geraumen Zeitspanne gehören bunt bemalte Gesichter, ausgefallene Kostüme, die über Stunden hinweg im Kämmerlein konstruiert werden, und natürlich die dazugehörige Guggenmusik beinahe zum Alltag. So hielten die Gemeinden Courtepin-Courtaman und Wallenried am Samstag eine langjährige Tradition aufrecht. Im Umzug, startend im Industriegebiet, weiter über die Hauptstrasse und hinauf zur Kirche, präsentierten sich die verschiedenen Wagen und Darbietungen. Angeführt wurde die Karawane von der «Vivaclique», einer Guggengruppe aus dem Jura, die mit ihrer Musik gleich den Takt der Fasnacht angaben. Unterstützung fand diese Gruppe von zahlreichen anderen Guggenmusiken, die nebst von Freiburg und Murten auch den Weg von Biel und Sitten nicht scheuten.

Drei unheilvolle Ereignisse

Auf dem ersten Wagen bäumte sich der riesige «Wacoucou», die Hauptfigur, zu dessen Ehren oder treffender Verderben, die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler ihren Anlass feiern. Heuer kam der Schlümpfe berühmtem Erzfeind Carcamel die Ehre zu, für die Missgeschicke des vergangenen Jahres den Kopf hinzuhalten. Auf seiner Fahrt zur Anklagebank wurde er denn auch auf das Heftigste beschimpft und reichlich mit Konfetti versorgt. Dem fiesen Treiben Carcamels wurden vor allem drei unheilvolle Ereignisse des verflossenen Jahres angelastet: Viele erinnern sich wohl noch an die grosse Millenniumsfeier. Nachdem dieses Ereignis im Vorfeld bis zur Erschöpfung geschröpft wurde und der historische Tag endlich an unsere Türen klopfte, stand der Gedanken eines gelungenen Festes im Vordergrund. Auch für die Besucher der Neujahrsfeier im Forum Freiburg präsentierte sich die Situation nicht anders. Jedoch schien der Veranstalter in erster Linie um sein eigenes Wohl besorgt zu sein. Die Gäste, die zu dinieren gedachten, und dafür eine nicht unwesentliche Summe hinblätterten, hatten nebst einer Ebbe im Portemonnaie auch «das Loch in ihrem Magen» nicht beruhigen können. So startete das neue Jahrtausend für viele nicht mit dem erwarteten Höhepunkt, sondern endete in einer herben Enttäuschung. Dass die Retourkutsche für diesen Flop nicht lange auf sich warten lässt, war wohl absehbar. Die Umzugsgruppe FSG Courtepin und Courtaman doppelte im Bereich der Millenniumsgeschichten nach, und nahm den Rummel um die Gefahren bezüglich des «Millennium-Bugs» auf die Schippe. Auch der «wütende» Lothar und nicht zuletzt der Gemeinderat Courtaman, der nach Ansicht der Bürger ein Opfer des Hexenzaubers Carcamels wurde, kam unter die Räder der Fasnächtler. An der Kirche angekommen, wurden dem «Wacoucou» Carcamel die Anklagepunkte vorgetragen und von den bunt Kostümierten schuldig im Sinne der Anklage gesprochen. Kaum war der Schuldspruch ausgesprochen, ging Carcamel, begleitet von Trommelschlägen und Trompetenklängen, in Flammen auf.

Liliane Baeriswyl, OK-Präsidentin, erläutert, dass in der neunjährigen Tradition ihrer Fasnacht jeweils eine den Kindern wohlbekannte Figur die Rolle des «Wacoucou» übernimmt. Wie auch in Murten, soll er ausserdem den Winter vertreiben und gleichzeitig den Frühling einläuten. Zum ersten Mal war dieses Jahr das «Centre portugais de Courtepin» am Umzug beteiligt. Portugal feiert ebenfalls Fasnacht zur Vertreibung des Winters. Da sie erst relativ spät von dem Ereignis in Courtepin erfahren haben, fiel ihr Auftritt ziemlich mässig aus. Aber für das folgende Jahr haben sie sich einiges vorgenommen, das auch ein bisschen an den berühmten Karneval in Rio erinnern soll.
Dem «Wacoucou»-Ritual folgte ein Spaghettiessen. Der Maskenball mit den Guggenmusiken und dem Duo Europa dauerte bis in die frühen Morgenstunden hinein.

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