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Die Faszination des Dourotales

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«Man muss diese Gegend gesehen haben, wenn einem nicht ein Bild in der Seele fehlen soll», schrieb der Philosoph Wilhelm von Humboldt. Die einzigartige Flusslandschaft des Douro wäre so ein Bild.

An einem der ersten sonnigen Frühlingstage Ende März geht unser Schiff in Porto, der zweitgrössten Stadt Portugals, von Anker und nimmt Kurs den Douro hinauf Richtung spanische Grenze. Das sind gerade mal 210 Kilometer. Auf der relativ kurzen Strecke – drei Tage hoch, drei Tage zurück – durchschiffen wir eine der spektakulärsten Regionen Portugals. Die älteste Weinbauregion der Welt gehört seit 2001 zum Unesco-Welterbe.

Schieferhänge und Portwein

Nach einer Stunde Fahrt passiert die «MS Douro Queen» mit den rund 70 Gästen die erste der fünf Schleusen. Tatsächlich ist das Überwinden der Schleusen eines der faszinierenden Erlebnisse auf diesem Fluss. Nach rund zwei Stunden folgt die zweite: Mit ihren 35 Metern Höhenunterschied zählt die Carrapatelo-Schleuse zu den grössten Europas. Mit dem Bau der Schleusen in den 1970er-Jahren wurde das Dourotal für die touristische Schifffahrt erschlossen. Von jetzt an verengt sich das Flusstal. Wir passieren eine karge Landschaft mit unzähligen Weinbau-Terrassen, die an den steilen Schieferhängen angelegt sind. «Schiefer nimmt am Tag die Wärme auf und gibt sie nachts ab. Ideal für den Weinbau», erklärt die Reiseleiterin. Der berühmteste Tropfen ist der Portwein. Die Weingüter liegen auf den Kreten, so auch die «Quinto do Seixo». Zur stattlichen Anlage mit einem überwältigenden Blick auf das Dourotal führt uns der Bus. Auf dem Rundgang zeigt man uns per Video, wie früher Männer und Frauen die Trauben stampften. «Heute geht alles automatisch mit wenig Personal», erklärt die Managerin. Zum Abschluss der Besichtigung verkosten wir den weissen und roten Portwein und kommen so richtig auf den Geschmack.

Wallfahrtsort und Kachelkunst

Jeden Tag steht der Bus bei der Anlegestelle für die Ausflüge bereit und führt uns ins Hinterland, wo sich Kleinstädte mit ihrer bezaubernden Unvollkommenheit verstecken, so etwa die Bischofsstadt Lamego, nach Fatima der zweitgrösste Wallfahrtsort. Auf einem Hügel hoch über der Stadt thront die Barockkirche «Zur unseren lieben Frau der Medikamente.»

Am Sonntag bringt uns eine zweistündige Busfahrt über eine einsame sanfte Hügellandschaft ins spanische Salamanca, seit 1988 Unesco-Weltkulturerbe. Die Stadtführerin zeigt uns die älteste Universität Spaniens aus dem 13. Jahrhundert, auf deren Fassade einige von uns lange nach der rätselhaften Froschskulptur suchen. Wir stehen etwas verloren in der doppelten Kathedrale, wo die neue an die alte gebaut ist und suchen auf dem wunderschönen Plaza Mayor schlotternd einen Sonnenplatz. Denn trotz herrlichem Wetter ist es in der historisch grossartigen Stadt – auf 800 Metern im Innern des Landes gelegen – bissig kalt.

Coimbra und Fatima

Nach Flussreisen könnte man süchtig werden. Ist es doch nicht gar die beste Art innezuhalten? Gäste sitzen auf dem Privatbalkon, lassen die einzigartige Landschaft an sich vorüberziehen und sagen später: «Diese Momente zählten zu den glücklichsten.» Auch das Reisen mit Freunden hat es in sich. Auf der «MS Douro» sorgt der Stoff des eigenen Lebens unter uns zehn Ruheständlern jedenfalls immer wieder für rege, oft laut Diskussionen am Tisch. Still wirds unter den 70 Gästen nur abends in der Bar beim Fado, den landestypischen Liedern, die von Sehnsucht, unglücklicher Liebe und vom Mühsal des Lebens erzählen. Am achten Tag schliessen wir die Flussfahrt mit einem Besuch der farbenprächtigen Hafenstadt Porto ab: wiederum ein Weltkulturerbe. Wir steigen in den Bus nach Lissabon. Auf der dreistündigen Fahrt machen wir Halt in Coimbra, der einstigen Hauptstadt Portugals, und besuchen auf dem Hügel die älteste Universität des Landes, 1290 gegründet. Der nächste Halt bringt uns zum Wallfahrtsort Fatima. Wie oft haben uns unsere gläubigen Mütter von der Erscheinung Marias erzählt, und jetzt stehen wir da auf diesem gewaltigen Platz, der 600 000 Leute fasst. Auf der einen Seite die Erscheinungskirche, gegenüber ein Neubau. Wo schon werden noch Kirchen gebaut? Mit diesem architektonischen Wunderwerk hat sich Fatima gewappnet für das Jubiläumsjahr 2017, seit Februar finden Feierlichkeiten statt.

Lissabon und Tejo

In Lissabon, der Hauptstadt der einstigen Weltmacht Portugals verbringen wir drei sonnige Tage. Ein unwiderstehlicher Charme vergangener Zeiten umgibt diese Stadt. Die Vasco-da-Gama-Brücke über dem Tejo, die an die Ankunft des Seefahrers 1498 in Indien erinnert, verbindet beide Ufer. Sie wurde 1998 für die Expo gebaut und ist mit 17 Kilometern die längste Brücke Europas. Für uns ein beliebtes Fotosujet. Wie auch das alte Tram, das von der Altstadt Alfama zur Burg hin und her fährt. Wir benützen es bei jeder Gelegenheit und fahren damit an der Kirche des heiligen Antonius vorbei, der 1195 in Lissabon geboren wurde. Wir verweilen über den Dächern der Altstadt beim Aussichtspunkt Santa Luzia und sind überwältigt ob dem grandiosen Ausblick auf den Tejo mit seinen Brücken. Lissabon, die Stadt auf den sieben Hügeln, ist zweifelsohne eine der schillerndsten Städte Europas.

1755 wurde sie durch ein schreckliches Erdbeben zerstört, und die Flutwelle machte Lissabon zu einem Trümmerfeld. Doch der geniale Minister Marquês de Pombal baute sie wieder auf; auf dem berühmten Platz der Comercio steht seine Statue. Schliesslich führt uns eine Busfahrt – entlang der eindrücklichen Küste – ins 30 Kilometer entfernte Sintra, seit 1995 Unesco-Weltkulturerbe und ein Ort der Reichen, wo ab und zu auch ein Jaguar die Strasse kreuzt. In der Sommerresidenz der einstigen Könige tauchen wir ein letztes Mal ein in die Geschichte Portugals. «In den 1980er-Jahren erlebt das frühere Armenhaus ein Wirtschaftswunder», betont die Reiseleiterin. «Der Beitritt zur EU spülte in den 1990er-Jahren viel Geld ins Land, und so haben wir das zweitgrösste Autobahnnetz der Welt», sagt sie sichtlich stolz.

Die Reise wurde unterstützt durch Thurgau Travel.

Preise und Programm

Vom Frühling bis in den Herbst

Thurgau Travel führt die Flussfahrt Douro von April bis Anfang November jede Woche durch: Die Preise mit Vollpension variieren je nach Kabine von rund 1100 Franken bis rund 2900 Franken – je nach Auslastung und Saison. Das Ausflugspaket kostet zusätzlich 260 Franken. Nicht inbegriffen ist die Anreise beziehungsweise der Flug. Zur Flussfahrt gibt es das Verlängerungsprogramm «Historisches Lissabon»: die vier Tage 490 Franken pro Person. www.thurgau-travel.ch

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