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Die Festivalfamilie wird immer grösser

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Als «Kleines unter den Grossen» hat das Internationale Filmfestival Freiburg den Ruf eines Festivals, an dem man sich wohlfühlt, sei es als Filmschaffender, als Zuschauerin oder als Ehrengast. Da mischen sich Regisseure ohne Berührungsängste unter das Pub­likum, die Gäste essen mit dem Team ein unkompliziertes Fondue, und keiner braucht einen roten Teppich. Und so kam das vielleicht schönste Lob für das Festival bei der Schlussfeier vom Samstagabend von Peter Dalling, Mitglied der Jury, die den Don-Quijote-Preis des internationalen Filmclubverbands verlieh. «Ich hatte hier eine der besten Wochen meines Lebens», sagte der Schwede, «und Freiburg muss eine der besten Städte der Welt sein.»

Dass sich auch das Publikum am Freiburger Festival wohlfühlt, beweisen die Zahlen: Mehr als 44 000 Zuschauerinnen und Zuschauer haben in neun Tagen 113 Filme aus 52 Ländern gesehen. Das sind 2000 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2017. Darüber freute sich auch Gemeinderätin Andrea Burgener Woeffray (SP), die als Vertreterin der Stadt Freiburg den von Stadt und Kanton gestifteten Grand Prix des Festivals verlieh. «Heute werden hier zehn Preise vergeben», sagte sie, «aber es hätten viel mehr Menschen einen Preis verdient.» Sie dachte dabei an das Organisationsteam um den Künstlerischen Leiter Thierry Jobin: «Diese Leute machen aus Freiburg eine internationale Filmstadt.»

Sieger aus der Ukraine

Der mit 30 000 Franken dotierte Grand Prix ging in die Ukraine: Der 47-jährige Regisseur Valentyn Vasyanovych überzeugte die internationale Jury mit seinem Film «Black Level», einer Geschichte ohne Worte über die moderne Einsamkeit. «Als Jury sucht man immer den ‹Coup de coeur›», sagte die tunesische Jurypräsidentin Kaouther Ben Hania. «Nachdem wir diesen Film gesehen hatten, wussten wir, dass dies unser ‹Coup de coeur› war.» «Black Level» überzeuge mit seiner visuellen Sprache, mit Humor und Zärtlichkeit. Valentyn Vasyanovych, der an der Preisverleihung nicht persönlich anwesend war, meldete sich per Videobotschaft: «Das ist ein Film über die Einsamkeit, über einen Menschen, der keine Verbindung mehr zur Welt hat. Das kann einem Menschen, aber auch einer Nation passieren. Ich wünsche allen, dass sie die Einsamkeit überwinden.»

Südkorea und Israel

Zwei Preise, den Sonderpreis der internationalen Jury und den Preis der Jugendjury, erhielt der Südkoreaner Kim Ui-seok für «After My Death». Gerührt nahm er seine Preise persönlich entgegen. Dies sei seine erste internationale Erfahrung mit seinem ersten Langfilm, und sie ermutige ihn, weiterzumachen, so der 35-Jährige. Ebenfalls zwei Auszeichnungen gingen an Samuel Maoz (Israel) für seinen Film «Foxtrot»: Er gewann den Don-Quijote-Preis und den Preis der ökumenischen Jury. Der Publikumspreis ging an «What Will People Say» von Iram Haq (Norwegen/Pakistan), und den Hauptpreis im Kurzfilmwettbewerb gewann die philippinische Regisseurin E del Mundo mit «Man of Pa’aling».

«Eine echte Familie»

Verdienten Applaus erhielt am Ende der Künstlerische Leiter Thierry Jobin: In einem Jahr der Umstrukturierungen und der Unsicherheit präsentierte er ein Programm mit etwas weniger Filmen und Aufführungen als in den Vorjahren – und machte damit alles richtig. «Entgegen aller Logik sind 2000 Leute mehr gekommen als letztes Jahr», sagte er. «Das zeigt, wie stark die Identität des Filmfestivals Freiburg ist – so stark, dass sie eine echte Familie gründet, eine Familie, die immer grösser wird.»

Palmarès

Die Preisträger des Filmfestivals 2018

Grand Prix (Hauptpreis, 30 000 Franken): «Black Level» (Bild), Valentyn Vasyanovych (Ukraine, 2017).

Sonderpreis der internationalen Jury (10 000 Franken): «After My Death», Kim Ui-seok (Südkorea, 2017).

Publikumspreis (5000 Fr.): «What Will People Say», Iram Haq (Norwegen/Deutschland/Schweden/Indien, 2017).

Preis der ökumenischen Jury (Fastenopfer und Brot für alle, 5000 Fr.anken): «Foxtrot», Samuel Maoz (Israel/Schweiz/Deutschland/Frankreich, 2017). Lobende Erwähnung: «Black Level».

Preis der Jugendjury (Comundo, 5000 Franken): «After My Death».

Critics’ Choice Award (schweizerischer Verband der Filmjournalisten): «The Seen and Unseen», Kamila Andini (Indonesien/Niederlande/ Australien/Katar, 2017).

Don-Quijote-Preis der FICC-Jury (internationaler Filmclub-Verband): «Foxtrot».

Bester Kurzfilm (7500 Franken): «Man of Pa’aling», E del Mundo (Philippinen/USA, 2017).

Kurzfilmpreis des Netzwerks Cinema CH (3000 Franken): «Puppy Love», Margarita Mina Critics’ Choice Award (Philippinen, 2017).

Preis Auslandsvisum (von E-Changer und Solidarisches Freiburg ausgeschriebener Wettbewerb für Schweizer Filmhochschulen, 1000 Fran­ken): «Les Heures-encre», Wendy Pillonel (Schweiz, 2016).

cs/Bild zvg

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