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Die Galmizer haben die Wahl

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Der Gemeinderat von Galmiz hat die Dorfbevölkerung am Freitagabend über die Auswirkungen einer Fusion mit Murten informiert. Die Ränge im Gemeindesaal waren prall gefüllt. «Wir sagen heute Abend nicht, ob wir Fusionsgespräche aufnehmen sollen oder nicht», stellte Ammann Thomas Wyssa zu Beginn klar. «Jeder soll sich seine eigene Meinung bilden.» Eine Arbeitsgruppe mit drei Gemeinderäten und drei Bürgern habe den Auftrag der Gemeindeversammlung 2017 übernommen, die Folgen einer Fusion mit Murten zu evaluieren.

Galmizer Quellwasser

Der Zeitplan steht: «An der Gemeindeversammlung am 4. Dezember werden wir über die Aufnahme von Fusionsgesprächen mit Murten abstimmen.» Falls die Bürger diesen ersten Schritt befürworten, folgt im Juli 2019 eine ausserordentliche Gemeindeversammlung, an der über die konkrete Aufnahme von Verhandlungen entschieden werden soll. «Trifft auch dies auf Zustimmung, wird es 2020 eine Urnenabstimmung in Galmiz und Murten geben.» Der Vollzug sei auf 2022 festgelegt.

Eine Gegenüberstellung der beiden Gemeinden zeigte die Unterschiede und Auswirkungen einer Fusion auf. Ein Punkt betrifft das Trinkwasser: Galmiz bezieht zu 100 Prozent eigenes Quellwasser, in Murten sind es laut Wyssa 24 Prozent Quellwasser, rund 25 Prozent Grundwasser sowie etwa 51 Prozent aufbereitetes Seewasser. In Bezug auf Steuern, Abgaben und Gebühren sieht es je nach familiärer Situation und Einkommen unterschiedlich aus, wie eine Grafik der Arbeitsgruppe darlegte: Eine Familie mit zwei Kindern ohne Wohneigentum bezahlt in Galmiz leicht mehr Geld, eine Familie mit zwei Kindern und einer eigenen Liegenschaft hingegen weniger. «Man kann trotz des tieferen Steuersatzes in Murten nicht sagen, dass es günstiger wäre.» In Murten beträgt der Kantonssteuerbetrag 62 Prozent, in Galmiz sind es 72 Prozent. Bei Schule, ARA, Feuerwehr, Bevölkerungs- und Zivilschutz, Gesundheitsnetz wie auch bei Wasserbau und Bodenverbesserungskörperschaft würde laut Wyssa alles wie gehabt bleiben. Einzig die Sozialen Dienste würden sich ändern. Beim Kehricht verrechnet Murten nach Volumen, Galmiz nach Gewicht.

Wyssa legte Betrachtungspunkte einer Fusion dar: «Es geht um das Zugehörigkeitsempfinden, wie wir in Zukunft mit unerwarteten Grossinvestitionen umgehen, wo Syner­gien möglich sind, und es geht um die Nähe der Verwaltung zur Bevölkerung.» Zudem stelle sich die Frage, ob Galmiz mit der Fusion Wachstumspotenzial hat und wo die Prioritäten im Unterhalt liegen. Das Fazit: «Solange alle Ämter besetzt werden können, spricht nichts für eine Fusion, aber es spricht auch nichts dagegen.» Galmiz stehe finanziell gut da, «aber wir können nicht warten, weiterwirtschaften und dann mit roten Zahlen in Murten anklopfen, das geht nicht», betonte Wyssa.

Die Anwesenden stellten Fragen zu den Themen Generalrat, Kehricht, Trinkwasser und zu einer Fusion mit Muntelier. «Der Gemeinderat kann im Sommer 2019 konkreter sagen, was mit dem Trinkwasser und all diesen Punkten passiert», sagte Wyssa.

«Wieso nicht mit Muntelier?», fragte ein Bürger. Muntelier habe ihm gesagt, dass sie nicht fusionieren wollten, «aus­ser Galmiz sagt explizit, dass wir mit Muntelier fusionieren wollen.» Bei Muntelier seien es in etwa die gleichen Zahlen wie bei Murten. «Aber wir könnten die Gemeindeversammlung beibehalten und hätten keinen Generalrat», sagte der Votant. «Das ist richtig», sagte Wyssa.

«Jeder soll sich seine eigene Meinung bilden.»

Thomas Wyssa

Ammann Galmiz

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