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«Die Gemeinde Düdingen hat sich immer schon zur Kultur bekannt»

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Autor: Imelda Ruffieux

Das Kulturkonzept sei ein Legislaturziel des Gemeinderates gewesen, erklärt Marianne Dietrich-Wenger. Sie ist die für die Kultur zuständige Gemeinderätin und Präsidentin der Kulturkommission, welche das Konzept im Auftrag des Gemeinderates erarbeitet hat.

Breites Angebot

Das Kulturkonzept zeigt auf, wie die Gemeinde Kultur fördert, wer unter welchen Bedingungen Anrecht auf finanzielle Unterstützung hat, welche Infrastrukturen Kulturschaffenden zur Verfügung stehen und was die Aufgaben der Kulturkommission sind. «Es ist eine Bestandesaufnahme rund um die Kultur», erklärt Marianne Dietrich-Wenger. Bei der Evaluation sei sie erstaunt gewesen, wie viele Vereine in Düdingen tätig seien und wie viele Aufführungsorte es gibt.

Viel Freiwilligenarbeit

«Wir haben ein sehr breites Angebot für alle Interessen und für alle Altersstufen», führt sie aus. «Und das hat zum Teil schon lange Tradition. Düdingen hat sich schon immer zur Kultur bekannt.»

Der älteste Kulturverein von Düdingen – die Musikgesellschaft – ist bereits 208 Jahre alt.

Kultur sei in dieser Gemeinde auch ein Bestandteil des Ortsmarketings. Kleinere Lücken im Angebot füllt die Kulturkommission (siehe Kasten).

In der Gemeinde mit aktuell 7200 Einwohnern gibt es gemäss Homepage rund 90 Vereine, 20 davon sind als Kulturvereine aufgelistet. «Sehr viele Bürgerinnen und Bürger sind in Vereinen organisiert», erklärt die Gemeinderätin. Es gibt verschiedene Vereine mit mehreren Hundert Aktivmitgliedern. «Es steckt sehr viel Freiwilligenarbeit dahinter.»

Die Aktivitäten in den Vereinen seien auch ein wertvoller Beitrag, um die Integration zu fördern, hält sie fest. «Kultur ist, wie man sich untereinander begegnet», weitet sie den Kulturbegriff aus und weist darauf hin, dass für sie auch der Schutz von Kulturlandschaften und der Umgang mit wertvollem Kulturgut dazugehört.

Finanzielle Unterstützung

Die Gesamtkosten der Gemeinde Düdingen für den Bereich Kulturförderung, Kulturveranstaltungen, Musikunterricht (Konservatorium) betragen rund drei Prozent des Jahresbudgets der Gemeinde, d. h. rund 900 000 Franken. Darin enthalten sind u.a die Kosten für die Gemeindebibliothek, die Finanz- und Betriebskosten für den Kultur- und Konferenzsaal Podium, der jährliche Beitrag an das Konservatorium, an die örtlichen Kulturvereine sowie an den von der Gemeinde mit der Organisation der Abonnementsanlässe beauftragten Verein «Kultur im Podium».

Die Ortsvereine erhalten ausserdem einen kostenlosen Zugang zu den Informationsplattformen Mitteilungsblatt, Gemeindehomepage und Veranstaltungskalender. Zudem wird den Ortsvereinen die Billettsteuer erlassen.

Die Hauptunterstützung geschieht aber vor allem durch die Bereitstellung der Infrastruktur. Neben Sälen in Schulen und im gemeindeeigenen «Hotel Bahnhof», in den Kirchen und im Begegnungszentrum nennt Marianne Dietrich-Wenger die Gemeindebibliothek als einen wichtigen Pfeiler der Kulturförderung. Sie sei seit 26 Jahren gut verankert und werde sehr gut genutzt, hält sie fest.

Regionaler Kulturstandort

Ein wichtiger Aufführungsort ist der Kultur- und Konferenzsaal Podium mit 530 nummerierten Sitzplätzen, Grossbühne, Orchestergraben, Ton- und Beleuchtungstechnik sowie Foyer. «Dank dem Podium hat sich Düdingen zu einem regionalen Kulturstandort entwickelt», führt Marianne Dietrich-Wenger aus.

Die Gemeinde zahlt jährlich rund 150 000 Franken für die Subventionierung von kulturellen Veranstaltung innerhalb der Agglomeration Freiburg, welche von regionaler und überregionaler Bedeutung sind. Als solche Anbieter gelten auch der Trägerverein Bad Bonn sowie der Verein Kultur im Podium (KiP), welche deshalb Anrecht auf Subventionen von der Agglomeration haben. «Das ist eine gute Sache. Man muss über die Grenzen hinaus denken. Wir profitieren von der Agglomeration Freiburg und sie von uns. Ich bin der Meinung, dieser gegenseitige Austausch darf auch etwas kosten», betont die Gemeinderätin.

Neben den Anlässen im Podium und im Bad Bonn ziehen auch die Veranstaltungen von «Kultur in der Kirche» ein regionales – oder im Fall von Bad Bonn gar nationales – Publikum an. Die übrigen Anlässe werden eher von einem heimischen Publikum besucht.

Wertvolles Arbeitspapier

Für Marianne Dietrich-Wenger ist das Kulturkonzept vor allem auch ein nützliches Instrument, mit dem sich neue Mitglieder der Kulturkommission oder des Gemeinderates informieren lassen können. «Wenn man neu ist, stellt das Konzept ein willkommenes Arbeitspapier dar.» Auf der anderen Seite bietet es Kulturschaffenden sehr wertvolle Informationen; was es alles gibt und an wen man sich allenfalls wenden muss.

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