Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Die Gemeinde Muntelier lehnt den Kostenverteiler des Gesundheitsnetzes ab

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Lukas Schwab

MuntelierNach Greng, Merlach, Cressier und den Vully-Gemeinden hat auch Muntelier den neuen Kostenverteiler des Gesundheitsnetzes See (GNS) abgelehnt. «Mit dem ursprünglich vorgesehen Verteilschlüssel waren wir einverstanden», sagte Gemeinderätin Natascha Sedonati am Donnerstag an der Gemeindeversammlung. An der GNS-Delegiertenversammlung vom Dezember habe aber Kerzers eine höhere Gewichtung des Steuerpotenzials beantragt, was von den Delegierten angenommen worden sei. «Damit ist die Beibehaltung des bisherigen Solidaritätsniveaus für uns nicht mehr gewährleistet», so Sedonati. Für den Spitalumbau müsste Muntelier neu rund 45000 Franken mehr bezahlen, für die laufenden GNS-Kosten wären es pro Million Franken 1800 Franken mehr.

Courgevaux entscheidend

Um die Statutenänderung zu Fall zu bringen, müssten mindestens sieben Gemeinden Nein sagen. Muntelier war die sechste Gemeinde und der Entscheid steht nur noch in Courgevaux aus. Laut dem dortigen Gemeinderat Laurent Schmutz gibt der Rat keine Empfehlung ab: «Wir lassen den Bürgern die freie Wahl», sagt er auf Anfrage.

Munteliers Ammann Roger Ekmann hofft, dass Courgevaux ablehnt und das Gesundheitsnetz nochmals über die Bücher muss. «Stimmt Courgevaux zu, müssen wir halt die bittere Pille schlucken.»

Ekmann hält fest, das Nein zu den Statuten sei kein Nein zum Spitalumbau: «Wir stehen hinter dem Umbau.» Dies zeigte der an der Versammlung für den Spitalumbau gesprochene Kredit von 950000 Franken.

45 Prozent gegen Fusion

Gemeinderat Pascal Pörner präsentierte die Resultate der Fusionsumfrage, die auch in anderen Nachbargemeinden Murtens durchgeführt wurde (die FN berichteten): Für 18 Prozent (56 Personen) der Muntelierer ist eine Fusion der richtige Weg, 36 Prozent (116 Personen) könnten damit leben und 45 Prozent (144 Personen) sind klar gegen ein Fusion. «Das ist ein ziemlich deutliches Resultat», so Pörner. Dennoch müsse sich der Gemeinderat weiter mit dem Thema befassen. Dem pflichtete Ekmann bei: «Wir dürfen nicht einfach die Türe zuschlagen, sonst stehen wir plötzlich im Abseits.» Klar sei aber, dass das Volk das letzte Wort habe.

Die Rechnung 2011 schliesst bei einem Aufwand von 4,2 Millionen Franken mit einem Aufwandüberschuss von knapp 140000 Franken. «Trotz Steuererhöhung und den daraus resultierenden Mehreinnahmen von rund 500000 Franken haben wir ein Defizit», so Ekmann. Dies zeige, dass die Erhöhung berechtigt gewesen sei. «Alles in allem sind unsere Finanzen aber nach wie vor in gutem Zustand.»

Mehr zum Thema