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Die Gratis-Parkplätze weichen immer mehr den Park+Ride-Anlagen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: matthias fasel

Eine der Zielsetzungen der Agglomeration Freiburg lautet, die Lebensqualität der Einwohner zu erhöhen. Dazu gehört auch, das Verkehrsaufkommen im Stadtzentrum zu reduzieren. Ein Mittel dazu ist die Einführung eines Park+Ride-Systems.

Für Pendler und Personen, die ihr Auto am Stadtrand stehen lassen und mit dem Bus ins Zentrum fahren wollen, stehen ab Montag nun knapp 400 Parkplätze zur Verfügung. Die meisten davon stehen beim Guintzet (142), weitere bei den Parkplätzen Chassotte (102), Heitera (Schönberg, 102) und Grange (Villars-sur-Glâne, 48).

Sondertarife für Benützer des öffentlichen Verkehrs

Die Tarife sind dabei nicht mit denjenigen im Stadtzentrum zu vergleichen. «Die Parkplätze sind sehr billig. Schliesslich sollen die Personen, die nicht im Zentrum parkieren, einen Vorteil haben», erklärte am Donnerstag Patrick Cudré Mauroux, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes der Agglomeration Freiburg (Cutaf) gegenüber den Medien. Wer sein Auto auf einem Park+Ride-Platz parkieren will, bezahlt dafür knapp 50 Rappen pro Stunde.

Da das Angebot aber in erster Linie auf Pendler zielt, die ihr Auto auch einmal länger auf dem Parkplatz abstellen, gibt es verschiedene Sondertarife in Kombination mit Tickets und Abonnementen des öffentlichen Verkehrs. So können Personen, die ein GA oder ein Jahresabo von Frimobil besitzen, für 120 Franken ein P+R-Jahresabo oder für zwölf Franken ein Monatsabonnement kaufen. Wer an den P+R-Parkautomaten eine Tageskarte von Frimobil kauft, kann sogar gratis parkieren.

Das Projekt geht weiter

Mit diesen vier Parkplätzen ist das Projekt jedoch noch bei weitem nicht abgeschlossen. In den nächsten Monaten entstehen drei weitere P+R-Parkplätze, der grösste davon beim St. Leonhard. Im Auto-Silo, das Anfang des nächsten Jahres fertiggebaut sein sollte, werden 250 Plätze zur Verfügung stehen, beim Bahnhof Rosé 80 und bei Corbaroche in Marly 50.

16 Parkplätze geplant

In rund 15 Jahren soll das Park+Rail-System Freiburgs sogar rund 16 Parkplätze umfassen. Der Direktionsplan der Agglomeration Freiburg sieht beim Forum, der Zähringer-Brücke, der Glânestrasse, Cormanon, Bertigny/Villars Vert, Belle Croix, Jura und Musy weitere Standorte vor.

Weniger Gratis-Parkplätze

So weit, so gut. Eine Frage bleibt aber noch offen. Bisher bezahlten die Leute beispielsweise für den Parkplatz auf dem Guintzet oder auch beim St. Leonhard gar nichts fürs Parkieren. Wieso sollte das Stadtzentrum nun entlastet werden, wenn die Leute plötzlich etwas bezahlen müssen?

«Wir müssen auch Platz schaffen für die Pendler. Bisher standen manchmal Autos einige Monate am gleichen Platz», so Cudré Mauroux. Ausserdem sei es ohnehin das Ziel, ganz allgemein weniger Autos in Freiburg zu haben. In Quartieren habe man bereits die Erfahrung gemacht, dass durch die Bewirtschaftung von Parkplätzen das Verkehrsaufkommen um rund 15 Prozent abgenommen hat, zu Stosszeiten sogar um 40 Prozent. «Vielleicht organisieren sich ja die Leute nun auch, um gemeinsam in die Stadt zu fahren.»

Die Umsetzung hat sich verzögert

Das Park+Ride-Konzept besteht im Übrigen schon lange und hätte bereits 2004 umgesetzt werden sollen. Weil es aber im Paket mit der geplanten Einbahn bei der Bahnhof-Allee präsentiert wurde und dagegen viele Rekurse eingegangen waren, hatte sich die Umsetzung lange verzögert.

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