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Die Hülle zählt mehr als der Inhalt

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Eine Ausstellung über die Buchbinde-Kunst

Eine Maschine kann alle zehn Minuten ein neues Taschenbuch ausspucken: Drucken, Falzen, Klebebinden und Umschlageinhängen geschehen in einem einzigen Arbeitsgang.
Trotzdem gibt es sie noch, die Gilde der Buchbinder. Der Buchbinder gestaltet Einzelstücke, Sammelbände oder kleinere Serien nach den Wünschen seiner Kunden, er bindet auserlesene Schriften und Drucke und gibt ihnen ein einzigartiges Gesicht.

In der Freiburger Stadtbibliothek ist jetzt eine Ausstellung über das Handwerk und die Kunst des Buchbinders zu sehen. Im dritten Stock des Bürgerspitals sind in fünf Vitrinen 50 Bücher ausgestellt, im zweiten Stock, neben dem Eingang zur französischen Bibliothek, sieben weitere. Jedes Stück ist ein Einzelstück: Ob Leinen-, Leder- oder Papiereinband, ob Gold- oder Silberschrift, ob nüchterne Klassik oder verspielte Collage – die Möglichkeiten des Künstlers sind gross und passen sich meistens dem Inhalt des Buches an. So verzierte Anne-Catherine Schuwey, Lehrtochter im Buchbinderei-Atelier der Kantons- und Universitätsbibliothek, ihr Buch mit getrockneten Chilischoten, Pfefferkörnern und Nelken. Was unter dem originellen Buchdeckel steckt, bleibt allerdings verborgen – vielleicht ein Kochbuch?
Handgebundene Bücher haben offensichtlich nicht nur den Zweck der Erhaltung ihrer Inhalte, sondern sind auch Kunstwerke für sich. Nicht selten reflektieren sie ausserdem ihre Epoche oder irgendeine Modeströmung. Zum Beruf des Buchbinders gehören auch Kartonage- und Kaschierarbeiten, wie das Einfassen und Ausfüttern von Schachteln, Mappen und Alben. Auch solche Beispiele sind im Bürgerspital zu sehen. Alles in allem kommt die Ausstellung ein bisschen trocken daher: Die Bücher liegen hinter Glasscheiben – was verständlich ist – und sind kaum mit Informationen versehen, so dass der Laie nicht weiss, was das Spezielle am einzelnen Band ist. Eine erfreuliche Ergänzung wäre zum Beispiel eine «Schau-Buchbinderei», oder zumindest eine Fotodokumentation der einzelnen Arbeitsgänge.

Die Ausstellung dauert bis am 1. April 2000. Rue de l’Hôpital 2, Eingang B oder C benützen. Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag: 14-18 Uhr, Mittwoch: 10-20 Uhr, Samstag: 10-12 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.

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