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Die Hygiene auf der Alp

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Hygiene auf der Alp

Winterkurs des Freiburgischen Alpwirtschaftlichen Vereins

Die Hygiene der auf der Alp hergestellten Produkte sowie deren Rückverfolgbarkeit war das Hauptthema der gestrigen Wintertagung in Plasselb. Weiter wurden Organisationen vorgestellt, welche sich für die Bergbevölkerung engagieren.

Von JOSEF JUNGO

«Qualität ist, wenn der Kunde zurückkommt und nicht das Produkt», schrieb Käsereiberater Paul Meier auf einer Folie zur Einleitung seines Referates. Dem Konsumenten einwandfreie Lebensmittel anzubieten sei das Ziel der Hygienemassnahmen. Die Hygiene beinhalte die Beherrschung des Melkens und der Tiergesundheit, der persönlichen Hygiene, der Reinigung und Desinfektion, der Verpackung, der Aufmachung und des Verkaufs, hielt der Referent fest. Wie ein Auszug aus dem Jahresbericht des kantonalen Lebensmittellabors zeigt, mussten zahlreiche Proben von Milch, Sauermilch, Rahm, Ziegen- bzw. Schafkäse, Butter und Desserts beanstandet werden.

Je mehr Wasser ein Produkt enthalte, umso kürzer sei die Haltbarkeit, umso grösser die Gefahr einer Kontamination und das Risiko einer Lebensmittelvergiftung, erklärte er.

Mit Selbstkontrolle vorbeugen

Da beim Fertigprodukt bakteriologische Probleme nicht mehr korrigiert werden können, müsse man sich der Selbstverantwortung und den Risiken bewusst sein, betonte Meier. Bei der Fabrikation könne man nicht improvisieren, sondern diese müsse genau geplant werden. Eine Selbstkontrolle umfasse die Risiken jeder Etappe, d. h. vom Stall bis auf den Teller. Anders gesagt, Anwendung einer guten Melktechnik, persönliche Hygiene (z.B. saubere Kleidung, Kurzarm-Leibchen, Wegwerfmütze), Reinigung und Desinfektion, die Aufmachung und Präsentation der Produkte und den Verkauf. Beim Verkauf von nicht abgepackten Produkten sei der Konsument über die Lagerung bzw. den Verbrauch zu informieren. Abgepackte Produkte müssen laut Lebensmittelverordnung etikettiert und mit Informationen über Lager- und Konsumangaben versehen werden.

Das Image eines Alpbetriebes sei mit der Fabrikation und der Vermarktung der Produkte eng verbunden. Wer Lebensmittel auf den Markt bringe, sei an die Anforderungen der Lebensmittelverordnung gebunden; der Abschluss einer Haftpflichtversicherung ist dabei zwingend.

Viele Zäune sind unwirksam

Für eine Vollweide rund um die Uhr sind laut Jakob Troxler von der Forschungsanstalt für Pflanzenbau in Changins ausbruchsichere Zäune erforderlich. Dies sei heute dank Hochleistungs-Elektrozäunen möglich, wenn den Anleitungen der Lieferanten nachgelebt werde, erklärte Troxler. Elektrozäune erlauben gegenüber Stacheldrahtzäunen Einsparungen in Gewicht, Kosten und Zeit.

Für einen zweckmässigen Elektrozaun brauche es ein gutes Zaungerät mit entsprechender Leistung, damit der Stromimpuls im ganzen Zaunnetz nicht unter 4000 Volt falle, den entsprechenden Draht als Stromleiter (Kunststoff-Litzen, Seil, Band), Isolatoren, Erdung und ein Blitzschutzgerät. Ebenso wichtig sei die Verknotung. Weil Grundregeln nicht beachtet würden, funktionieren laut Troxler viele Elektrozäune nur ungenügend. Vertreter Markus Buchs erteilte praktische Tipps für das Erstellen von Elektrozäunen.
SAB und ihre Dienstleistungen

Vizedirektor Heinz Aebersold umriss in seinem Referat die Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB). Er stellte die Koordinationsstelle für Arbeitseinsätze im Berggebiet (KAB) vor. Diese Dienstleistungsstelle wird unterstützt von der Schweizer Berghilfe, Coop-Patenschaft und Pro Juventute. Im vergangenen Jahr leisteten 1264 Personen 5149 Teilnehmertage. Eine weitere Dienstleistung der SAB ist die Alpstellenvermittlung

Die Schweizer Berghilfe bearbeitet pro Jahr etwa 1500 Fälle und leistet Beiträge in der Höhe von rund 20 Millionen Franken. Aus der Versammlung wurde positiv vermerkt, dass schon mehrere Projekte im Sense-Oberland davon profitieren konnten, z. B. die Alpkäserei Gantrischli im Muscherntal und das Schlachthaus in Zollhaus. ju

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