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Die innere Ruhe einüben

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Jubiläumskonzert: «Maîtrise de Fribourg» feiert ihr 30-jähriges Bestehen

Autor: Mit MARTIN STEINMANN sprach IRMGARD LEHMANN

Heutzutage haben Chöre einen schweren Stand – und erst recht ein Knabenchor. Trotzdem wird an der Tradition festgehalten. Warum ?

In der heutigen Gesellschaft, in der individuelle Interessen immer mehr Raum beanspruchen, ist Chorsingen besonders wichtig. Beim Singen wird zusammen auf ein gemeinsames Ziel hingearbeitet. Singen ist körperlich und geistig gesund, werden dabei doch richtiges Atmen, Haltung und innere Ruhe eingeübt.Knabenchöre haben einen ganz speziellen Klang, der sich deutlich von dem gemischter Chöre unterscheidet. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde ein grosser Teil der geistlichen Chorliteratur für Knabenchöre komponiert und es ist deshalb wichtig, dass das heutige Publikum sie noch in dieser ursprünglichen Besetzung hören kann. Schliesslich gehören Knabenchöre zum europäischen Kulturerbe – bis zur Französischen Revolution gab es beinahe in jeder Kirchgemeinde Knabenchöre.

Die Männer müssen den Chor im Alter von 26 Jahren verlassen.

Dies ist wichtig, damit das stimmliche Gleichgewicht im Chor gewahrt bleibt. Die grosse Mehrzahl der über 240 ehemaligen Sänger der Maîtrise singt heute in anderen Chören weiter. Nicht wenige ehemalige Sänger haben die Musik sogar zu ihrem Beruf gemacht.

Was hat Sie motiviert, die Leitung zu übernehmen?

Als Knabe habe ich selbst im Chor gesungen. Meine ganze Jugend wurde vom Chorleben mitbestimmt. Schon als kleiner Junge war Musik für mich mehr als nur ein Zeitvertreib. Als ich dann auch noch ein Musikstudium begonnen habe, bin ich langsam in diese Rolle als Chorleiter hineingewachsen.

Wie gestalten Sie die wöchentlichen Proben ?

Ich probe pro Woche einmal mit jeder Stimme separat und einmal mit dem ganzen Chor. Dabei lernen die Sänger schon früh ab Blatt zu lesen, ihre Atmung, ihre Stimme und ihren Körper zu beherrschen. Ich bin auch stolz darauf, dass jeder Sänger der Maîtrise eine halbe Stunde pro Woche individuelle Stimmbildung besuchen kann, die vom Chor finanziert wird.

Ab welchem Alter ist ein Mitmachen möglich?

Das optimale Eintrittsalter liegt zwischen 7 und 11 Jahren, es werden jedoch ausnahmsweise auch jüngere bzw. ältere Sänger aufgenommen. Beim ersten spielerischen Vorsingen teste ich die natürlichen Eigenschaften des Kindes wie Musikgehör, Rhythmusgefühl und Stimmqualität. Musikalische Vorkenntnisse müssen die neuen Sänger keine mitbringen.

Seit vier Jahren leiten Sie das Ensemble – welches Ereignis der letzten Jahre ist Ihnen in Erinnerung geblieben?

Jeden Sommer unternimmt die Maîtrise eine Chorreise im In- oder Ausland. Von jeder dieser Reisen bringen wir unvergessliche Eindrücke zurück. Besonders nennenswert wäre vielleicht das internationale Chortreffen der Pueri Cantores im Jahr 2004 in Köln, an dem die Maîtrise die Ehre hatte, die Schweiz zu vertreten. Das Zusammentreffen und der Austausch mit Hunderten von Kinderchören aus der ganzen Welt und ihren Leitern waren für meine Sänger und mich sehr bereichernd.

30 Jahre Maîtrise: Was wünscht sich das Ensemble zum Geburtstag?

Zum Geburtstag wünschen wir uns zahlreiche neue Sänger und die fortwährende Gunst und Unterstützung aller Institutionen und Privatpersonen, die unsere nachhaltige Arbeit für die Chortradition des Kantons Freiburg ermöglichen.Der 30-jährige Martin Steinmann ist in Freiburg aufgewachsen und war Knabensopran in der Maîtrise. Mit 17 Jahren dirigierte er zum ersten Mal selber. Am Konservatorium besuchte er Gesangs- und Klavierunterricht und studierte an der Uni Freiburg Germanistik und Romanistik. Hauptberuflich unterrichtet Martin Steinmann heute am Kollegium St. Michael.

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