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«Die Krisenzeit bietet auch Chancen»

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«Die Krisenzeit bietet auch Chancen»

Yvan Aeby – Präsident des Wirtschaftsklubs des Grossen Rates

Mit 90 Mitgliedern ist der Wirtschaftsklub des Grossen Rates der grösste der neun Klubs, die versuchen, hinter den Kulissen Einfluss auf Entscheide zu nehmen. Neu wird er vom Sensler CVP-Grossrat Yvan Aeby präsidiert.

Mit YVAN AEBY
sprach ARTHUR ZURKINDEN

Herr Aeby, was hat Sie als relativ neuer Grossrat bewogen, das Präsidium dieses wichtigen Klubs zu übernehmen?

Die Konstellation im Vorstand des Wirtschaftsklubs hat dazu beigetragen, dass die Wahl auf mich fiel. Ich bin als Käsermeister selber Unternehmer. Und auch als Präsident des Gewerbevereins Plaffeien und Umgebung stehe ich den Wirtschaftskreisen sehr nahe. Der Stellenwert, welcher der Wirtschaftsklub in-
nerhalb des Grossen Rates geniesst, ist sehr hoch. Ich begrüsse es, dass nicht nur die bürgerlichen, sondern alle Parteien im Klub vertreten sind. Als Präsident möchte ich versuchen, dem Klub neues Leben einzuhauchen.

Was möchten Sie denn konkret anders machen als bisher?

Mir ist es ein Anliegen, dass auch Personen ausserhalb des Grossen Rates im Vorstand mit beratender Stimme Einsitz nehmen können. Das Sekretariat wird bereits von der kantonalen Wirtschaftsförderung wahrgenommen, aber ich möchte, dass auch der freiburgische Arbeitgeberverband und die Handelskammer vertreten sind. So kann der Puls der Freiburger Wirtschaft besser gemessen werden. Die nötigen Informationen gelangen so direkt und nicht über Umwege zu uns. Innerhalb des Vorstandes soll eine gute Meinungsbildung möglich sein.

Nebst der Generalversammlung, die jeweils mit einem Vortrag verbunden wird, steht jeweils auch ein Firmenbesuch auf dem Jahresprogramm. Mein Wunsch ist es, dass danach ein Inventar der Probleme erstellt wird und diese an der Vorstandssitzung oder eventuell gar an der Generalversammlung besprochen werden. Einmal im Jahr sollten wir Gelegenheit haben, unsere Anliegen dem Staatsrat vorzubringen. Dabei kann ich mir vorstellen, dass diese Anliegen allen Grossräten zugängig gemacht werden und dass sie auch als Grundlage für Vorstösse dienen könnten.

Zudem möchte ich, dass der Vorstand bei Vernehmlassungen frühzeitig einbezogen wird, damit wir uns möglichst rasch eine Meinung bilden können.

Sie sind überzeugt, dass der Wirtschaftsklub Einfluss auf Entscheidungen im Grossen Rat nehmen kann?

Ja gewiss. Da alle Parteien im Wirtschaftsklub vertreten sind, ist es sicher nicht einfach, sich sofort eine Meinung zu bilden, die von allen getragen wird. Es gilt auch, Kompromisse zu finden. Ich sage immer: Alle Leute haben gute Ideen. Und ich bin auch für eine Wirtschaft, die sozialverträglich ist. Mein Ziel ist es ja, dass sich der Vorstand rasch zu einer Frage, zu einer Gesetzesänderung usw. eine Meinung bilden kann, die im Grossen Rat dann auch von einer Mehrheit geteilt wird. Es ist wichtig, dass die einzelnen Vorstandsmitglieder die «Temperatur» in ihren Fraktionen und Kommissionen messen können, um dann später nicht böse Überraschungen erleben zu müssen. Sie müssen auch Überzeugungsarbeit leisten. So kann man Konfrontationen vorbeugen. Es kann vermieden werden, dass man mit einem Anliegen bei anderen Parteien ins offene Messer läuft.

Sie sind Präsident eines Gewerbevereins, sind Unternehmer. Welche Ratschläge möchten Sie den Gewerbetreibenden, den Klein- und Mittelbetrieben, in der heutigen, nicht einfachen Zeit, geben?

Positiv denken und optimistisch bleiben, so lautet mein Motto. Der Rest kommt dann von selber. Die Angst ist bekanntlich ein schlechter Ratgeber. Die Krisenzeit bietet auch Chancen. Jede Restrukturierung in einem Betrieb verbessert den Arbeitsbereich, schafft bessere Arbeitsvoraussetzungen. Oft brauchen wir einen gewissen Druck, damit wir uns hinterfragen, damit wir uns vorwärts bewegen.

Sie sind seit vergangenem Juni im Kantonsparlament, als Nachfolger des heutigen Staatsrats Beat Vonlanthen. Was sind Ihre ersten Eindrücke als Parlamentarier?

Als Gemeinderat von Tentlingen ist mir die Politik nicht ganz fremd. Nun erlebe ich sie auch auf einer anderen Ebene. Gewiss ist man zu Beginn etwas überrascht vom Stimmengewirr und vom Hin und Her, das im Grossen Rat herrscht, was die Arbeit des Grossratspräsidenten nicht gerade erleichtert. Aber das Grossratsmandat ist sehr interessant. Es sitzen viele kompetente Leute im Grossen Rat. So können Kontakte geschaffen werden, die sonst nicht so leicht möglich wären.

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