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«Die Kultur hat mir fürchterlich gefehlt»

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«Das ist ein besonderer Abend. Die Kultur hat mir fürchterlich gefehlt.» Das sagte gestern kein Geringerer als Bundesrat Alain Berset, der in seiner Freiburger Heimat erstmals seit Beginn der Corona-Krise einen kulturellen Abend mit seiner Familie genoss. Anlass war ein Spezialabend des Internationalen Filmfestivals Freiburg im Kino Rex: Das Festival, das im März als eine der ersten grossen Veranstaltungen der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen war, zeigte den sudanesischen Film «You Will Die at 20», den die internationale Jury aus dem Homeoffice zum Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs erkoren hatte. Die Vorführung markierte gleichzeitig die Eröffnung der «Ausgabe 34 ½» des Festivals, die den Grossteil des Programms über das Jahr verteilt an verschiedenen Orten in Freiburg und in der übrigen Schweiz doch noch vors Publikum bringen wird.

Tatsächlich erinnerte der gestrige Abend in vielem an die traditionelle Eröffnungsfeier des Filmfestivals: Da waren die strahlenden Gesichter von Thierry Jobin und Philippe Clivaz, dem künstlerischen und dem operativen Direktor, als sie beim Eingang persönlich die Gäste begrüssten. Da war die geladene Prominenz, die sich Seite an Seite mit den anderen Besucherinnen und Besuchern auf den Kinoabend freute. Und da war die Ansprache von Bundesrat Alain Berset, der als Kulturminister der Schweiz das Festival am 20. März hätte eröffnen sollen. Gut gelaunt zitierte er stattdessen fast drei Monate später Stellen aus der damals vorgesehenen Rede. Diese hätte sich um das Thema der Sektion Genrekino gedreht, um verkehrte Welten im Film, «die alles, was wir zu wissen geglaubt haben, auf den Kopf stellen» – so stand es im Programm. «Nie hätte ich geglaubt, dass wir so bald alle in einer neuen Dimension sein würden», sagte Berset jetzt.

Auch wenn vieles noch nicht wieder sei wie vor der Krise, sei die Rückkehr ins Kino ein Zeichen der Hoffnung und der Zuversicht. Die Energie, mit der das Festivalteam nach der Absage vorwärtsgeschaut habe, habe ihn berührt, so Berset. Längst hat auch der künstlerische Direktor Thierry Jobin das Lachen wiedergefunden – und machte ein Versprechen aus dem letzten Jahr wahr, indem er einen Satz auf Deutsch an das Publikum richtete: «Es ist so gut, für diese Filmreise zusammen hier zu sein.»

Kommentare (2)

  • 20.02.2021-David

    Mit einer Paywall wird ihre Zeitung untergehen wie die meisten anderen auch.
    Machen sie doch tolle Jahresabos wie letzthin die NY Times, wo ich für 30.- zu einem Jahresabo kam. Damit haben sie mich „angefixt“. Oder The Guardian, alles Gratis, man kann einfach sehr easy einige £ überweisen. Macht doch auch sowas, dass man mit allem was die Jungen nutzen (Apple Pay, Samsung Pay, Twint, klassische Debit/Kreditkarten).
    Macht ihr das nicht, seid ihr weg. Ich werde an die gewünschten auch sonst wo rankommen.
    Und noch etwas: die nicht vorhandene (oder gut versteckte) Suchfunktion muss bei euch prominent platziert sein

    • 22.02.2021-Fabrice Auderset

      Guten Tag und besten Dank für Ihre Rückmeldung. Ihre düstere Prognose teilen wir so nicht. Auch in der Schweiz steigt das Bewusstsein zusehends, dass digitaler Journalismus etwas wert ist. Der Vergleich mit grossen Portalen wie der NYT oder dem Guardian mit internationaler Ausstrahlung und entsprechendem Millionen-Publikum hinkt leider. Die FN kann nicht ansatzweise von solchen Skaleneffekten profitieren. Wir fokussieren auf Lösungen, welche auch in einem kleinen Markt wie Deutschfreiburg funktionieren. Besten Dank jedoch für die Offenheit und den Hinweis mit der Suchfunktion. Beste Grüsse, Bruno Zürcher

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