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Die Leidenschaft des Sammlers

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Leidenschaft des Sammlers

Ob Briefmarken oder Pferdezaumzeug: Alles wird gesammelt

Fast jeder Mensch sammelt etwas. Sei es aus Leidenschaft oder weil er unfähig ist, Dinge wegzuwerfen. Bei Hans Winter aus Ried beispielsweise spielt beides mit. Er sammelt «altes Militärzeug».

Von ILONA STÄMPFLI

Der Mensch ist ein Sammler. Er sammelt alles, was man sich vorstellen kann: Bilder, Kleber, Zinnkannen, Porzellantiere, Pins, Autos, antike Glasperlen, leere Parfümflakons, Gartenzwerge, Tierfelle. In allen Jahrhunderten gab es Fundstücke und Gegenstände, welche die Leidenschaft der Sammler wecken konnten.

In der Steinzeit ging es vermutlich darum, wer die schönsten Bärenzähne oder Adlerfedern besitzt. Heute werden eher Magic-Karten, Überraschungsei-Figuren oder Coop-Superpunkte gesammelt. Die Wahl des Sammelobjekts hängt stark von dem ab, was gerade «in» ist. Vor allem die Spielzeugindustrie schafft es immer wieder den Sammlerinstinkt der Kinder zu wecken.

Auch auf Reisen und in den Ferien ist der Mensch oft seinem inneren «Sammeltrieb» ausgesetzt. Sand, Steine, Muscheln oder billige, unbrauchbare Gegenstände aus dem Souvenirshop werden nach Hause geschleppt und stehen später auf der Kommode oder im Bücherregal herum.

Vollständigkeit als oberstes Ziel

Der Mensch sucht, sammelt, ordnet, archiviert und bewahrt. Dabei sind die Dinge, die er sammelt, meistens nutzlos, nicht zum Überleben notwendig und manchmal sogar wertlos. Die hundert verschiedenen Plastikbecher oder Cola-Dosen sind nur für den Besitzer von unschätzbarer Bedeutsamkeit. Aussen Stehende verstehen oft nicht, warum jemand solchen «Ramsch» aufbewahrt. Der Sammler sieht sich deshalb nicht selten mit der traurigen Tatsache konfrontiert, dass sich niemand für seine Schätze interessiert.

Das oberste Ziel jedes Sammlers ist die Vollständigkeit. Für den Sammler ist immer jenes Objekt am wertvollsten, das er noch nicht hat. Das Verlangen nach diesem fehlenden Kaffeerahmdeckeli oder der seltenen Briefmarke entfacht in ihm eine feurige Leidenschaft und löst ein unbändiges Jagdfieber nach dem gesuchten Gegenstand aus. Je nach Sammelobjekt ist dies ein Ding der Unmöglichkeit.

Grosser Pferdeliebhaber

Hans Winter aus Ried bei Kerzers sammelt verschiedene Dinge. Sein Wohnzimmer ist von den vielen Souvenirs, die er in den 60er-Jahren von einem langen Afrika-Aufenthalt nach Hause gebracht hat, geschmückt. Vor dreissig Jahren ergriff den heute 69-Jährigen erneut die Sammellust. In einem seiner Kellerräume stapelt sich «altes Militärzeug», wie er seine Sammlung selber beschreibt. Ein Pferdewagen aus dem Jahr 1912, alte Pferdesättel, Zaumzeug, verschiedene Ledertragtaschen, eine tragbare Apotheke, Feldflaschen, Abzeichen und Militärsackmesser sind in Kisten verstaut oder stehen ungeordnet im dunklen Kellerraum.

Hans Winter freut sich, dass sich jemand für seine gesammelten Dinge interessiert. «Einen solchen Sattel findet man heute nirgends mehr», stellt er voller Stolz fest. Hans Winter interessiert sich für alles, was mit Kavallerie zu tun hat. Er sei halt ein grosser Pferdeliebhaber, erzählt er. Schon als kleiner Junge sei er mit den Pferden seines Grossvaters geritten.

Den Militärdienst leistete Hans Winter selbstverständlich bei der Kavallerie und als diese 1973 abgeschafft wurde, war seine Enttäuschung gross. «Damals habe ich angefangen zu sammeln; damit die schönen Sachen nicht alle verloren gehen.»

Was tun mit den Objekten?

Den Wert seiner Sammlung kann Hans Winter nicht einschätzen. Wichtig ist für ihn in erster Linie, dass er durch sein Handeln einige schöne Dinge vor der Entsorgung retten konnte. Wie viele andere Sammler weiss er noch nicht so recht, was er mit den Sachen anstellen soll. Verkaufen will er sie auf jeden Fall nicht und für die Eröffnung eines kleinen Privatmuseums sind noch zu wenig Stücke vorhanden. Vorerst können sich also nur die Spinnen im Keller am Sammelwerk von Hans Winter erfreuen.

Die Gesellschaft hat den Sammlern einiges zu verdanken. Sie bewahren und ordnen Erinnerungen, die ohne sie verloren gingen.

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