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«Die Leute wieder ins Theater bringen»

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Die Zahl 13 sei für sie zum Glück nicht zur Unglückszahl geworden, schreiben die Organisatoren des Theaterfestivals Friscènes, das vom 10. bis zum 17. Oktober zum dreizehnten Mal in Freiburg stattfindet. Lange sei nicht klar gewesen, ob sie das Festival durchführen könnten, sagte der administrative Leiter Renaud Lambert vor den Medien. «Wir haben die Entwicklung der gesundheitlichen Situation sehr genau verfolgt und schliesslich entschieden, dass wir es machen.» Zwar werde man einiges anpassen müssen, aber es sei wichtig, dass endlich wieder kulturelle Anlässe stattfänden. «Wir hatten Lust, die Leute wieder ins Theater zu bringen.»

Die Grundidee des Festivals bleibt unverändert, nämlich Laien- und Profigruppen zusammenzubringen. Fünf Amateurgruppen aus der Schweiz und aus Frankreich werden in einem Wettbewerb gegeneinander antreten und sich von einer Jury aus Theaterprofis beurteilen lassen. Parallel dazu treten vier Profigruppen auf. Alle Aufführungen finden im Saal des Kulturzentrums Nouveau Monde statt, mit Ausnahme des Eröffnungsstücks, das in der Aula des Kollegiums Gambach zu sehen ist.

Das Programmieren sei unter den Corona-Bedingungen aussergewöhnlich gewesen, sagte Lucien Hürlimann, der für das Laien-Programm verantwortlich ist. Die Gruppen können sich jeweils im Frühling für eine Teilnahme bewerben. Gewöhnlich sei das Interesse sehr gross, so Hürlimann, doch weil die Bewerbungsfrist genau in die Zeit des Lockdown gefallen sei, habe es dieses Jahr zuerst kaum Anmeldungen gegeben. «Wir haben dann die Frist verlängert, und ab Mai gab es plötzlich eine regelrechte Welle. Man merkte, dass die Gruppen unbedingt wieder spielen wollten.» Ins Wettbewerbsprogramm schafften es schliesslich die MOTH Theatre Company aus Lausanne, das Théâtre du Cyclope aus Nantes, die Cie Vol de Nuit aus Delémont, die Cie L’oncion théâtre aus Thonon-les-Bains und die Cie Nacéo aus Paris und Zürich.

Schweizer Premiere

Die Profigruppen, die nach Freiburg kommen werden, sind die französische Cie Les Hauts Plateaux mit Sartres Farce «Nekrassov», die Cie tmsta mit dem Freiburger Regisseur Yann Hermenjat und drei Kurzstücken unter dem Titel «Face au mur», die Cie Larmes de job mit dem neu kreierten Generationenstück «Déjà hier» und schliesslich der belgische Regisseur Ismaël Saidi mit seinem viel beachteten Stück «Djihad», das von jungen Menschen erzählt, die nach Syrien in den Jihad ziehen. Die zugleich humoristische und kritische Auseinandersetzung mit dem Thema wurde bereits mehr als 600 Mal aufgeführt und ist im Rahmen von Friscènes erstmals in der Schweiz zu sehen. «Djihad» wird auch in Schulaufführungen angeboten, bei denen OS-Schülerinnen und -Schüler die Möglichkeit erhalten, mit dem Regisseur zu diskutieren.

Nur mit Masken

Ergänzend gibt es ein Programm aus Kurzstücken im Botanischen Garten, eine Fotoausstellung von Chloé Wilhem im Kollegium Gambach und einen runden Tisch zum Stück «Djihad». Um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten, gibt es ein Schutzkonzept, das unter anderem eine Maskenpflicht in den Sälen beinhaltet.

Das Festival findet vom 10. bis zum 17. Oktober statt. Alle Aufführungen auf Französisch, ausser «Meet Me at Dawn» der MOTH Theatre Company, wo Englisch gesprochen wird. Details und Vorverkauf: www.friscenes.ch

«Wir haben die Entwicklung der gesundheitlichen Situation verfolgt und schliesslich entschieden, dass wir es machen.»

Renaud Lambert

administrativer Leiter

«Man merkte, dass die Gruppen unbedingt wieder spielen wollten.»

Lucien Hürlimann

Programmverantwortlicher

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