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Die Multimedia-Schau ist ein Plus für das Schloss Greyerz

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: IRMGARD LEHMANN

Punkto Besucherzahl darf sich Schloss Greyerz rühmen, auf Platz zwei zu figurieren. Letztes Jahr waren über 180 000 Personen da. In der Schweiz zählt nur noch Schloss Chillon mehr Besucherinnen und Besucher. Das freut vorab Raoul Blanchard, der als Angestellter der Stiftung seit 2001 das Schloss wie «ein Unternehmer führt». Er muss schauen, dass die Kasse klingelt und die rund 25 Angestellten (ca. 10 Vollzeitstellen) ihren Lohn erhalten. Denn Bund, Kanton und Gemeinde leisten keinen finanziellen Anteil am Betrieb. Im Gegenteil – die Gemeinde Greyerz mit ihren 170 Einwohnern erhält vom Schloss jährlich über 100 000 (Billettsteuer usw.) Franken.

Anders war es allerdings im jetzigen Fall. An den Kosten von sechs Millionen Franken – wovon 4,5 Millionen für die Renovation und 1,5 Millionen für die Multimedia-Schau – haben sich Bund, Kanton, Gemeinde und Loterie Romande beteiligt.

Stolz konnte Isabelle Chassot, Präsidentin des Stiftungsrates, am Mittwoch vor den Medien sagen, dass 4,3 Millionen Franken bereits vorliegen (Subventionen und Sponsorengelder) und mit Eintritten und Veranstaltungen «nur» noch 1,7 Millionen eingebracht werden müssen.

Architekturwettbewerb ausgeschrieben

Wie Kantonsarchitekt Charles-Henri Lang am Mittwoch sagte, hatte die Stiftung Schloss Greyerz einen Wettbewerb ausgeschrieben. Drei Architekturbüros wurden eingeladen. Das Büro Pasquier Glasson aus Bulle bekam den Auftrag und hat einheitliche Räume geschaffen, die durch ihre Einfachheit und Zweckmässigkeit überzeugen. «Es war keine einfache Aufgabe, zumal die Tore für Besucher immer offen blieben», ergänzte Architekt Pasquier.

Kernstück ist die Multimedia-Schau

Renoviert wurde das ehemalige Abwartsgebäude: Empfangshalle, Boutique, Administrationsräume und Sanitäranlagen haben so ein einheitliches, modernes Gesicht erhalten.

Kernstück der Renovation sind allerdings die Räume der Multimedia-Schau, der Vorraum mit ersten Infos und das kleine Kino in den ehemaligen Stallungen. Im «Schlosskino» gibt es für 55 Personen Platz, und in sieben Sprachen (via Kopfhörer) sind Geschichte und Legende dargestellt.

Bis nach Belgien gereist

Angesprochen auf die moderne Multimedia-Schau, meint Staatsrätin Chassot, dass man sich die Sache nicht leicht gemacht habe und sich in Zug, Luzern und in Belgien diverse Schauen angesehen habe. «Wir wollten etwas Innovatives schaffen und die möglichen Techniken nutzen.»

Die Schau konzipiert und Regie geführt hat Yves Durand, Direktor einer internationalen Firma aus Kanada.

Jeden Tag 500 Gäste

Seit Anfang April sind die Tore, der einstige Eingang zum Schloss, zu. Doch der neue Zugang ist ein guter Ersatz. Bevor der Gast – im Durchschnitt sind es jeden Tag 500 – ins eigentliche Schloss eintritt, wird ihm auf dem Weg dahin (rechts vom einstigen Eingang) die einmalige Lage des Schlosses vor Augen geführt. Schöner und grandioser könnte der Ausblick auf Dorfkirche und Intyamontal nicht sein.

So bleibt nur die Hoffnung, dass der Wunsch der Schlossherrschaft in Erfüllung geht und künftig über 200 000 Besucherinnen und Besucher den Weg ins Schloss Greyerz finden werden.

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