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Die Pflegeheime sind sehr gut ausgelastet

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«Schönes Wetter, schöne Rechnung» – mit diesen Worten begann der Finanzverantwortliche der Stiftung St. Wolfgang, Daniel Neuhaus, seine Ausführungen zur Jahresrechnung 2018 an der gestrigen Sitzung in Flamatt. Die Stiftung betreibt im Sense-Unterland vier Pflegeheime sowie das Tagesheim St. Wolfgang. War im Budget ein Verlust vorgesehen, so sehen die effektiven Zahlen besser aus. Bei einem Ertrag und einem Aufwand von 20,8 Millionen Franken weist die Stiftung einen Einnahmenüberschuss von 12 609 Franken aus. Die fünf Trägergemeinden Bösingen, Düdingen, Schmitten, Ueberstorf und Wünnewil-Flamatt haben zum Betrieb rund 1,54 Millionen Franken beigetragen.

Voll belegt

Vor allem zwei Faktoren haben gemäss Daniel Neuhaus zum guten Ergebnis beigetragen: Die Stiftung gab weniger bei der Besoldung aus und nahm mehr ein bei der ­Be­herbergung der Leute. Vorgesehen war ein Belegungsgrad von 97,6 Prozent, die Zimmer waren aber zu 98,9  Prozent ausgelastet. Die Heime verzeichneten 45 Todesfälle. Zudem konnten sie 2018 mehr Mahlzeiten verkaufen und Zusatzaufträge in der Wäscherei erledigen.

Mehr administrativen Aufwand und zusätzliche Kosten hatte die Institution durch das neue Medikamentensystem, das auf Juli 2018 eingeführt werden musste. «Mehraufwand haben auch die Ärzte und die Apotheken.» Daniel Neuhaus machte keinen Hehl daraus, was er von der Medikamentenverschwendung hält, die durch das neue System zwangsläufig anfallen; im ganzen Kanton belaufen sich die Mehrkosten auf 3,4 Millionen Franken pro Jahr. «Das zahlen wir alle mit den Krankenkassenprämien.»

Auch das Tagesheim war gut besucht. Dank eines Belegungsgrads von 75,6 Prozent war der Betrieb 2018 kostendeckend. Im Haus in St. Wolfgang bei Düdingen wurden letztes Jahr 58 Personen betreut, verteilt auf 2812 Gästetage.

Die Stiftung hat rund 280 000 Franken investiert, so etwa in die Erneuerung des Lifts im Heim Schmitten. Dieses feiert am 30. Oktober das 30-jährige Bestehen, unter anderem mit einer Heimbewohner-Olympiade, an der alle Heime Deutschfreiburgs teilnehmen.

Die Delegierten haben Rechnung und Jahresbericht diskussionslos genehmigt.

Ausbauten werden studiert

Die Stiftung St. Wolfgang könnte noch mehr Betagte aufnehmen. Gemäss Geschäftsführer Ivo Zumwald sind die Wartelisten zwar derzeit nicht mehr gar so lang wie noch vor einem halben Jahr. «Aber 10  bis 15 Plätze könnten wir ­ohne Problem noch besetzen.» Dessen ist sich der Verwaltungsrat seit längerem bewusst. Eine Arbeitsgruppe hat deshalb in den letzten Monaten mit einem Architekten die Heime in Flamatt und Schmitten angeschaut. «Wir wollten wissen, was an diesen Stand­orten an Anbauten in den Jahren 2021 und 2022 möglich ist», sagte Verwaltungsrats­präsidentin Ursula Krattinger-Jutzet. Auch in Bösingen laufen ähnliche Abklärungen. Ziel sei es, dass die Stiftung St. Wolfgang der Pflegebettenkommission des Sensebezirks im kommenden Herbst den künftigen Bettenbedarf anmeldet. Diese werden dann beim Kanton zur Bewilligung für den Zeitraum 2021 bis 2025 eingegeben. «Wir wollen genau abklären, was wir brauchen, und nicht an den Bedürfnissen unser Bewohner vorbeiplanen», sagt Ivo Zumwald. Möglich sei deshalb auch, in Richtung Palliativpflege zu gehen.

Magnolia: Personal fehlt noch

Wie auch andere Pflegeheime im Bezirk steht die Stiftung vor der Situation, dass einige ihrer Heimbewohner eigentlich in der im November 2017 eröffneten Demenzstation im Haus Magnolia im Pflegeheim Maggenberg in Tafers betreut werden sollten. «Weil dort aber das Fachpersonal fehlt, um die beiden Etagen voll zu betreiben, bleiben diese Leute bei uns», sagte Ivo Zumwald. Dies, obwohl die Heime nicht für schwere Demenzfälle eingerichtet seien.

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