Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Die Schnecke und die Käseschnitten

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Lukas Schwab

«Die Expo war eine super Sache», sagt Walter Zürcher. Der damalige und heutige Gemeindepräsident von Merlach kommt ins Schwärmen, wenn er an die Expo.02 zurückdenkt. «Ich habe nur positive Erinnerungen.» Probleme habe es trotz der vielen Besucher seines Wissens nie gegeben. «Ich kann über die Expo wirklich nichts Negatives sagen.» Die Merlacher Bevölkerung stand der Landesausstellung anfangs eher skeptisch gegenüber, es wurden negative Einflüsse auf den Alltag befürchtet. «In Gesprächen konnten wir diese Ängste aber aus dem Weg räumen», so Zürcher.

Der kulinarische Monolith

An der Expo stand Merlach vor allem im Zeichen der Armee: Die «Werft» mit den grossen Stahlrahmen auf Schienen beherbergte eine Ausstellung zur nationalen Sicherheitspolitik und beim Vieux Manoir präsentierte sich die Katastrophenhilfe.

Für viele Besucher war aber das «Bistro Militaire» mit seiner Spezialität der Höhepunkt. «Die Militär-Käseschnitten sind bis heute in aller Munde», so Zürcher. Wenn er mit Auswärtigen über die Expo in Merlach spreche, höre er oft den Spruch «Ah, dort wo es die Käseschnitten gab».

Die Käsespeise wurde sozusagen zum kulinarischen Monolithen der Arteplage Murten. Zürcher weiss nicht mehr, wie viele davon er im Sommer 2002 gegessen hat: «Aber ich war oft im Bistro.» Mit der Zeit habe es sich eingebürgert, dass man zu viert eine Schnitte teilte und als Aperitif genoss, erinnert er sich. Einer, mit dem Zürcher einige Käseschnitten gegessen hat, ist Samuel Schmid. «Als Vorsteher des Militärdepartements war Bundesrat Schmid damals häufig in Meyriez zu Gast», erzählt Zürcher. Er habe Schmid in dieser Zeit kennen und schätzen gelernt.

Mit der «Scène de Meyriez» wurde in Merlach auch viel Kultur geboten: Im Theater am Seeufer fanden zahlreiche Theater und Konzerte statt. Die Blinde Kuh, das Restaurant, in dem die Besucher in völliger Dunkelheit speisen konnten, stand ebenfalls auf Merlacher Boden, gehörte aber eher zu Murten. «Der Zugang erfolgte nicht von Merlach her», so Zürcher.

Übrig bleibt das Auge

Heute erinnert in Merlach noch das «Auge des Zyklons» an die Expo.02: Die schneckenförmige Skulptur des Bildhauers Gouven war ein Geschenk der Armee an die Gemeinde Merlach. Die «Schnecke» steht bis heute im Häfeli nahe des Seeufers. Wenige Meter daneben findet sich ein weiteres Erinnerungsstück: Eine runde Sitzbank, die die grosse Linde umschliesst. «Während der Expo wurde sie zum Verweilen und Picknicken genutzt und das ist auch heute noch der Fall», sagt Zürcher. Die Gemeinde wird den Rundbank bald sanieren, der Kredit ist bereits gesprochen.

Ansonsten sei es schwierig zu sagen, was die Landesausstellung der Gemeinde gebracht habe. «Vielleicht kommen ein paar Leute mehr in den Chatoney-Park.» Bekannter sei vor allem die Region geworden, nicht unbedingt Merlach. Aber während der Expo habe das lokale Gewerbe profitiert: «So viel wie möglich wurde aus der Region bezogen.»

Das «Auge des Zyklons» als Erinnerung an die Expo.02: Bundesrat Samuel Schmid übergab die «Schnecken»-Skulptur nach der Expo bei einer offiziellen Feier an die Gemeinde Merlach.Bild Charly Rappo/a

Serie

Zehn Jahre Murtner Expo.02-Arteplage

Vom 15. Mai bis zum 20. Oktober 2002 fand in Murten, Biel, Neuenburg und Yverdon-les-Bains die sechste Schweizer Landesausstellung statt. Auf den «Arteplages» genannten Ausstellungsgeländen an den Seeufern wurden gesamthaft über 10 Millionen Eintritte gezählt. Die FN blicken in einer Artikel-Serie auf das Grossereignis zurück, das vor zehn Jahren die Region Murten bewegte. mk

Mehr zum Thema