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Die Sensler wollen eine Demenzstation

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Am gestrigen Abstimmungssonntag haben die Senslerinnen und Sensler zwei klare Bekenntnisse zugunsten der Alterspflege abgelegt. Nebst dem klaren Ja der fünf Mittelland-Gemeinden zum Ausbau des Heims St. Martin in Tafers (siehe Text unten), stimmten sämtliche 19 Gemeinden dem An- und Umbau des Pflegeheims Maggenberg in Tafers zu. Dort entsteht nun unter anderem eine Pflegestation mit 24 Plätzen für stark demenzkranke Menschen. Der dafür benötigte Kredit beträgt 14,5 Millionen Franken. In fast allen Gemeinden lag der Ja-Stimmen-Anteil über 80 Prozent, in Rechthalten und Tafers gar über 89 Prozent. Einzig in Überstorf lag er bei lediglich 62,8 Prozent, gefolgt von Plasselb mit 78,4 Prozent.

Grosse Freude

Bei Peter Portmann hat das Resultat grosse Freude ausgelöst. «Die Sensler Bevölkerung hat die Zeichen der Zeit erkannt», sagt der Präsident des Gesundheitsnetzes Sense, dem alle 19 Gemeinden angehören. Die geplante Demenzstation sei nicht nur ein weiterer sehr wichtiger Mosaikstein in der Alterspflege, sie sei auch für alle Angehörigen von demenzkranken Menschen eine grosse Beruhigung. «Sie wollen, dass ihr Vater oder ihre Mutter im richtigen Umfeld behandelt wird.» Unter den 12 000 Ja-Stimmenden seien viele Direktbetroffene, sagt Peter Portmann. «Ich wurde oft auf das Projekt angesprochen. Viele sagten mir, dass es die Demenzstation brauche.»

 Peter Portmann hatte auf ein so klares Resultat gehofft. «Erwartet hatte ich es aber nicht», sagt er. Denn er habe auch kritische Stimmen gehört, «nicht wegen der Sache, sondern wegen der Finanzen».

Vor allem im Sense-Unterland seien kritische Voten zu hören gewesen, sagt der Sensler Oberamtmann Nicolas Bürgisser. Dass das Resultat nun so klar ausgefallen sei, sei eine unglaubliche Beruhigung. «Und ein schöner Vertrauensbeweis.» Der Bezirk habe als Einheit abgestimmt. «Es ist nicht Oberland gegen Unterland», so Bürgisser. Auch in Überstorf habe sich der Gemeinderat für das Projekt ausgesprochen. Dass dort der Ja-Anteil am tiefsten liegt, erklärt sich der Oberamtmann mit der Angst vor einer erneuten Steuererhöhung.

«Ein Generationenprojekt»

Das Projekt umfasst nebst der neuen Station für Demenzkranke auch die Umwandlung der Zweierzimmer des Pflegeheims Maggenberg in Einzelzimmer (siehe Kasten). «Es ist ein Generationenprojekt», schreibt das Gesundheitsnetz Sense in einer Medienmitteilung. Viele Bewohner des Sensebezirks würden von dieser neuen Infrastruktur profitieren und ihren Lebensabend in einem idealen Umfeld verbringen können. Dies mit einer Infrastruktur, die einer optimalen Pflege angepasst sei.

In einem nächsten Schritt wird das Gesundheitsnetz Sense nun die Projektpläne für das Baugesuch erstellen. Der Baustart ist im Frühling 2015 geplant. Ist das Baugesuch einmal genehmigt, wird zuerst der Neubau und anschliessend der Umbau des Pflegeheims Maggenberg realisiert. Das Heim bietet heute Platz für 96 Betagte. Das wird sich mit dem Umbau nicht ändern.

Zahlen und Fakten

1,4 Millionen für den Umbau des Heims

Das Pflegeheim Maggenberg stammt aus dem Jahr 1990 und weist 36 Zweierzimmer mit 72 Betten auf. Zweierzimmer sind heutzutage nicht mehr gefragt, weshalb 30 dieser Zimmer zu Einzelzimmern umgebaut werden. Damit verlieren die Zimmer ihren Spitalcharakter. Die Kosten für den Umbau des Pflegeheims belaufen sich auf1,4 Millionen Franken. Der Neubau der Demenzstation kostet13,1 Millionen, woraus sich der Gesamtbetrag von14,5 Millionen Frankenergibt.ak

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