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«Die Signale stehen auf Grün»

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«Unsere Unternehmer müssen innovativ sein, und da wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen», sagte Volkswirtschaftsdirektor Olivier Curty (CVP). Aus diesem Grund wurden die Medien­konferenzen der kantonalen Wirtschaftsförderung und des Amts für den Arbeitsmarkt zusammengelegt und gestern erstmals gemeinsam durchgeführt, im Freiburger Haus der Wirtschaft. Neben Curty standen dabei der Direktor der Wirtschaftsförderung, Jean-Luc Mossier, sowie der Dienstchef des Amts für den Arbeitsmarkt, Charles de Reyff, den Medien Rede und Antwort. Aus­serdem lieferte Pierre Caille, Dienstchef des Amts für Statistik, einen Einblick ins konjunkturelle Umfeld.

«Sich in Nischen positionieren»

«Die konjunkturellen Signale stehen derzeit auf Grün», gab sich Curty erfreut. «Auch haben die Freiburger Unternehmer die adäquaten Mittel gefunden, um die Turbulenzen der jüngsten Zeit zu bewältigen.» Es gelte aber weiterhin, aufmerksam zu bleiben, auch angesichts der aktuellen weltweiten Herausforderungen. Bei den Pendlern befinde sich der Kanton Freiburg in einer speziellen Situation, so Curty weiter: Er ist derjenige Kanton in der Westschweiz mit den meisten Wegpendlern. «Aber das bereitet uns nicht so Kopfzerbrechen», meinte der Volkswirtschaftsdirektor, «mit den vielen interessanten Arbeitsstellen beim Bund in Bern können wir nicht konkurrieren.» Viele dieser Wegpendler hätten zudem ihre Arbeitsstelle ausserhalb des Kantons schon gehabt, als sie – der günstigen Immobilienpreise wegen – in den Kanton Freiburg gezogen seien. Ausserdem verzeichne Freiburg auch viele Zupendler, namentlich im Bereich der Personen in Ausbildung. Generell gelte es, sich als Standort zwischen zwei grossen Metropolitanräumen in denjenigen Nischen zu positionieren, in de­nen Freiburg stark sei. Curty verwies in diesem Zusammenhang auf die Blue Factory, aber auch auf das Marly Innovation Center, die Pläne für Saint-Aubin sowie für den Agroscope-Ausbau in Posieux. Mit dem interkantonalen Standortmarketing im Rahmen der Greater Geneva Bern Area ist Curty ebenfalls zufrieden, auch wenn sich die Ergebnisse nicht mit Basel oder Genf messen liessen. Wenn man bedenke, dass für die Ansiedlung eines neuen hoch qualifizierten Arbeitsplatzes rund 10 000 Franken nötig seien und diese Person dann ein sechsstelliges Einkommen erziele, so sei der Aufwand schon nach einem Steuerjahr wieder amortisiert.

500 Kontrollen durchgeführt

Im Bezug auf die Arbeitslosigkeit kann das Jahr 2017 gemäss Charles de Reyff als stabil bezeichnet werden. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag im Kanton bei 2,8 Prozent, das ist 0,4 Prozent tiefer als der gesamtschweizerische Durchschnitt. Sorgen bereitet de Reyff hingegen die Schwarzarbeit. 2017 seien 500 Kon­trollen durchgeführt worden, 39 Prozent der kontrollierten Unternehmen seien wegen Verdachts auf Schwarzarbeit angezeigt worden.

Jean-Luc Mossier

«Ab und zu beisst ein kleinerer Fisch an»

Jean-Luc Mossier, der Direktor der Freiburger Wirtschaftsförderung, nimmt in einem Kurzinterview Stellung zu aktuellen Wirtschaftstrends.

Blicken Sie optimistisch auf das Jahr 2018?

Ja, dieses Jahr präsentiert sich sehr gut. Die Erholung des Frankenkurses zeigt schon seit Mitte 2017 positive Folgen. Etwas unter Druck steht generell die Baubranche. In geopolitischer Hinsicht ist die Situation derzeit etwas fragil.

Freiburg sollte gezielt seine Trümpfe ausspielen, heisst es.

Genau. Wir haben weder einen Flughafen wie Genf noch eine Eidgenössische Technische Hochschule wie Lausanne. Da bleibt uns nur die Nischenpolitik. Wir können nicht die ganz grossen Fische fangen, aber ab und zu beisst ein kleinerer Fisch an. Generell gilt für uns: «Pull» (ziehen) ist einfacher als «push» (stossen).

Kann Freiburg im lukrativen Pharma-Bereich mithalten?

Wenn es um Firmensitze geht, wohl weniger. Produktionsstätten hingegen haben durchaus eine Chance.

Zahlen und Fakten

25 Ansiedlungen, 529 neue Arbeitsplätze

Das geschätzte Realwachstum des Bruttoinlandprodukts betrug 2017 in der Schweiz 1,0  Prozent, im Kanton Freiburg 0,5 Prozent. Für dieses Jahr ist in der Schweiz ein Plus von 2,4  Prozent, für Freiburg ein Plus von 2,3 Prozent vorgesehen. Die Wirtschaftsförderung konnte im letzten Jahr 25 Ansiedlungen erfolgreich durchführen. Das sind so viele wie seit 2014 nicht mehr. Dabei wurden 529  neue Arbeitsplätze angekündigt, klar mehr als in den beiden Vorjahren. Es wurden 113 Millionen Franken investiert. Die Neue Regionalpolitik führte 15 Projekte durch. Sie leistete A-fonds-perdu-Beiträge von rund 1,6 Millionen Franken. Im Rahmen der Greater Geneva Bern Area konnten nach 30 Besuchen vier Ansiedlungen verzeichnet werden, mit 33 neuen Arbeitsplätzen. Das Amt für den Arbeitsmarkt konnte im letzten Jahr 10 000 Stellensuchende neu vermitteln, was 642 pro Monat entspricht. 74 Prozent der Arbeitslosen fanden nach einem halben Jahr eine neue Stelle, 18 Prozent nach einem Jahr.

jcg

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