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«Die Stromproduktion ist die grosse Herausforderung der Zukunft»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Karin aebischer

Gerade mal 17 Tage in Betrieb, hat die Photovoltaikanlage von Josef und Madeleine Fasel aus Alterswil den Härtetest bereits bestanden: Am Dienstag, 21. Juli, hat sie um 13 Uhr die ersten Kilowattstunden (kWh) produziert und es bis am Abend auf 333 geschafft. Am nächsten Tag wurde die 700 Quadratmeter grosse Anlage von hartnäckigem Saharastaub bedeckt, und am Donnerstag prasselten die grössten Hagelsteine, die Alterswil seit längerer Zeit gesehen hat, auf die frisch eingebauten Solarpanels nieder. «Dabei wurde glücklicherweise nur ein einziges der 540 Panels beschädigt», sagt der Landwirt. Und um den Saharastaub zu entfernen, der selbst dem Regen standhält, hat er sich auch schon den passenden Wischmob gekauft; in zwei Stunden ist das Solardach damit gereinigt.

Vertrag über 25 Jahre

Die Photovoltaikanlage auf dem Freilaufstall von Josef Fasel ist gemäss Christophe Kaempf, Mediensprecher der Groupe E, die Drittgrösste im Kanton Freiburg (siehe Kasten). Sie profitiert von der kostendeckenden Einspeisevergütung des Bundes und wirft somit pro kWh, die ins Netz der Groupe E eingespiesen wird, im Durchschnitt 70 Rappen ab. Diese Einspeisevergütung garantiert der Bund den Fasels für die nächsten 25 Jahre. Der Betrag pro kWh nimmt jedoch ab dem Jahre 2010 um jeweils acht Prozent gegenüber dem Vorjahr ab.

Trotzdem lohnt sich gemäss Josef Fasel die Investition von 700 000 Franken. Denn die Anlage soll pro Jahr 95 000 Kilowattstunden Strom produzieren. «Vom Gesamtertrag von 95 000 kWh mal 70 Rappen sind Unkosten wie Versicherung und Unterhalt in der Grössenordnung von 1,2 Prozent der Investitionskosten abzuziehen. Da der Hauptlieferant, die Sonne, gratis zur Verfügung steht, bleibt der Rest für Schuldzinse, Rückzahlungen, Steuern und zum Leben übrig», erklärt er.

Grosse Herausforderung

Doch für den Grossrat und ehemaligen Präsidenten des Freiburgischen Bauernverbandes steht nicht allein das wirtschaftliche Interesse im Vordergrund. «Genügend Energie produzieren zu können, wird zur grössten Herausforderung unserer Gesellschaft», ist er überzeugt. Dabei seien auch andere Formen erneuerbarer Energie wie die Windkraft, wichtige Energiequellen, um nicht immer vom Ausland abhängig zu sein.

Zum geplanten Windpark auf dem Schwyberg, den Josef Fasel von seiner Terrasse aus sehen würde, habe er «eine absolut positive Einstellung». Er sei bisher immer begeistert gewesen, wenn er im Ausland solche Windparks angetroffen habe. «Wir können nicht immer von erneuerbarer Energie reden und dann die Projekte verhindern, wenn es so weit ist», betont er.

Besichtigung möglich

Auf seinem Computer oder auf den Wechselrichtern im technischen Lokal, dem Herzstück der Anlage, kann Josef Fasel jederzeit nachlesen, wie viel Strom seine Photovoltaikanlage bisher produziert hat – und dies bis auf zehn Jahre zurück. Der Wechselrichter dient hauptsächlich dazu, den Gleichstrom, den die Sonne produziert, in Wechselstrom zu verwandeln.

Um der Bevölkerung die Besichtigung seiner Anlage zu ermöglichen, plant Josef Fasel eine fixe, jedoch abschliessbare Dachbegehung. Doch vorerst muss das vom Hagel zerstörte Panel (siehe Kasten) ausgewechselt werden.

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