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«Die Umfahrungsstrasse Düdingen gehört ins Agglomerationsprogramm»

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Autor: karin aebischer

Der Bericht eines Expertenkollegiums, der sich auf das auszuarbeitende Freiburger Agglomerationsprogramm 2. Generation bezieht, stellt die Realisierung der Umfahrungsstrasse Düdingen und ihre Aufnahme ins Agglomerationsprogramm in Frage (siehe FN vom 15. Januar). Ständerat Urs Schwaller kritisiert, dass dies eine reine Verwaltung der Probleme und keine Problemlösung sei, wie er im Gespräch mit den FN erklärt.

Urs Schwaller, was sagen Sie als «Vater» der Agglomeration Freiburg zu diesem Bericht?

Für mich hat Planung immer etwas mit Zukunftsgestaltung zu tun und ist nicht bloss eine Auflistung der Probleme der Vergangenheit. Ein Agglomerationsprogramm muss ein Zukunftsprojekt sein. Dieser Bericht vermittelt mir den Eindruck, dass hier die Probleme verwaltet und nicht gelöst werden. Es stimmt für mich überhaupt nicht, dass die Umfahrungsstrasse nicht Teil des Agglomerationsprogramms Freiburg sein soll. Sie gehört ins Programm.

Weshalb?

Düdingen muss aus der Sicht des wirtschaftlichen Zentrums des Sensebezirks betrachtet werden. Dazu braucht es auch die notwendige verkehrsmässige Erschliessung. Integriert man die Umfahrungsstrasse nicht in das Agglomerationsprogramm, wird Düdingen für einen guten Entscheid – den Beitritt zur Agglomeration Freiburg – bestraft. Den Leuten muss bewusst gemacht werden, dass Freiburg nur so stark sein kann, wie die Agglomeration ist.

Was ist eine starke Agglomeration?

Die Agglomeration Freiburg ist nur dann stark, wenn sie auf beiden Seiten der Saane Fuss fasst.

Was heisst Agglomeration Freiburg für Sie?

Dass das Ziel verfolgt wird, mit einer neuen Form der Zusammenarbeit ein zweisprachiges Zentrum zu stärken. Sonst bringt die Agglomeration nichts und wird zu einer verkappten Fusion. Darum hätte ich es auch immer gern gesehen, wenn Tafers dabei gewesen wäre. Nun ist Düdingen in der Agglomeration. Diese Gemeinde nun bloss als grosses Aussenquartier zu betrachten, fände ich völlig falsch und ist nicht akzeptabel. So stirbt die Agglomerationsidee.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob die beauftragten Planungsbüros die Situation vor Ort genug gut kennen. Der Kanton und die Gemeinden sind nun gefordert, dieser Agglomerationsidee einen weiteren Inhalt zu geben.

Die Agglomeration Freiburg argumentiert, dass Umfahrungsstrassen wie Düdingen oder Marly-Matran das Risiko erhöhen, dass Freiburg bei der Verteilung von Bundesgeldern im Rahmen des Aggloprogamms wieder leer ausgeht. Wie sehen Sie das?

Zu einer attraktiven Agglomeration – und nur eine solche wollen wir – gehört auch eine verkehrsmässig gute Erschliessung auf Strasse und Schiene und vor allem auch eine sehr gute Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr. Beides setzt voraus, dass die Agglomeration nicht im Verkehr und in den Staus erstickt. Umfahrungsstrassen sind Voraussetzungen für die Lebensqualität und die Arbeitsplätze – auch in der Agglomeration Freiburg.

Hat der Kanton Freiburg auch auf anderen Wegen eine Chance, an Bundessubventionen für die geplante Umfahrungsstrasse Düdingen zu kommen?

Aus dem Stegreif heraus kann ich nichts Konkretes sagen. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass mit der neuen Regionalpolitik im Zusammenhang mit der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen in Düdingen eine Möglichkeit für eine Unterstützung mit Bundesgeldern besteht.

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