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Die Urgewalt aus Schaffhausen

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Noch nicht lange ist es her, dass Mumford and Sons das knusprigste Produkt auf dem Musikmarkt waren. Alles, was zu gepickten Gitarren oder Banjos «Ohhh Ohh, Hey! Ho!» schluchzte und nicht bei drei auf dem Baum war, kam danach in die Mumford-Kiste – und das war beileibe nicht der schlechteste Ort für eine neue Band.

So machte auch das Schaffhauser Quintett The Gardener & The Tree 2014 mit einer ersten EP auf sich aufmerksam, nicht zuletzt dank Sänger Manuel Felder mit seiner unglaublichen Stimme. Der Überheuler «Waterfall» lief national rauf und runter, und SRF3 hatte sein bestes Juni-Talent. Einer zweiten EP folgte 2018 der Longplayer «69591, Laxå». Geschrieben auf Urlaub, am Lagerfeuer in der schwedischen Pampa, umgeben von Wasser, Wald und Einsamkeit, was nur eine wirklich verschworene Bande auf Dauer aushält.

Eine Stimme wie ein Bergmassiv

Letzter Schweizer Promo-Halt ist das Fri-Son, danach geht es auf Deutschland-Tour. Die Halle ist zu zwei Dritteln gefüllt, die Stimmung «ausverkauft». Auf der Bühne wirkt Felder wie ein Holzfäller, der sich Harz und Holzspäne aus der Lunge raunzt. Aufgewachsen ist er in Australien, was dem englischen Gesang Authentizität verleiht.

Die Stimme steht im Raum wie ein Bergmassiv, speziell in den ruhigen Passagen, wo anderen Bands die Spannung wegbricht und das Publikum laut wird. Dass der neue Keyboarder erst sein drittes Konzert spielt, fällt nicht auf. Dass die Band am Auftritt Spass hat und auch über Fehlstarts lachen kann, ist kein Manko. Beeindruckend sind die Übergänge zwischen lauten und leisen Teilen, und wie die Musiker ansatzlos an der Dynamik schrauben können.

The Gardener bringt so eine Abwechslung in die Songs, wie sie der Vorband The Cavers aus Bern noch ein wenig fehlt. Auch diese sind extrem sympathisch und haben den Draht zum Publikum im Nu gefunden. Aber während die Cavers tönen, wie eine Wandergruppe auf dem Weg runter vom Gurten, bieten The Gardener den Soundtrack zum Hike hinauf in die Berge. Am liebsten auf den Folk-Rock-Olymp. Im Gefolge eine wachsenden Seilschaft von Fans, die am Schluss des regulären Sets nach 70  Minuten den Text zu «Mama’s Guitar» singen, oder vielmehr brüllen: «You make this house a home!» Zwei Zugaben später packen die Gärtner ihre Koffer, gespannt darauf, wie die Ernte in Deutschland ausfallen wird.

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