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Die Wahl fiel auf Domdidier

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Für das interinstitutionelle kantonale Lager für Kulturgüter soll in Domdidier ein neues Gebäude gebaut werden. Dafür will der Staatsrat eine Parzelle von rund 15 000 Quadratmetern erwerben und dem Grossen Rat noch vor dem Sommer ein Kreditbegehren mit Botschaft unterbreiten. Das Kantonsparlament soll im Herbst über das Projekt entscheiden, das zudem dem fakultativen Referendum unterliegt. Gestern informierten die Staatsräte Jean-Pierre Siggen (CVP) und Jean-François Steiert (SP) sowie der Kantonsarchitekt Gian Carlo Chiové und der Vorsteher des Amts für Kultur, Philippe Trinchan, anlässlich einer Medienkonferenz in der Staatskanzlei über die Details des Projekts.

Generalunternehmer gesucht

Die Kosten für den Neubau auf dem jetzigen Milupa-Areal in Domdidier werden laut Chiové nach heutigem Stand auf 30 bis 32 Millionen Franken geschätzt. Am 23. März werde die Ausschreibung für einen Generalunternehmer beginnen. Nach dem Eingang und der Auswertung der Offerten werde eine genauere Kostenschätzung möglich sein. Im Vergleich zum ursprünglichen Projekt in Schmitten (siehe Kasten) dürfte dasjenige in Domdidier sechs bis acht Monate später verwirklicht werden. Dies bedeutet, dass die Inbetriebnahme gemäss der Planung im Winter 2019/2020 vorgesehen ist. Der Staat hat gemäss dem Kantonsarchitekten vier Lösungen geprüft: in Domdidier, Givisiez, Granges-Paccot und Matran. Dabei wurde ein Prüfpunkte-Set für die Gebäude erstellt sowie eine detaillierte Analyse des Lagerbedarfs und der Lagertypologie der betroffenen Ämter und Institutionen durchgeführt. «Bei dieser Analyse schnitt der Standort in Domdidier insbesondere dank des günstigen Quadratmeterpreises und der Verfügbarkeit am besten ab», sagte Jean-François Steiert. Gemäss Jean-Pierre Siggen deckt das neue Projekt nicht nur den Lagerbedarf der Kantons- und Universitätsbibliothek für die nächsten 30  Jahre ab, sondern auch den Bedarf von zehn weiteren Institutionen. Es sind dies das Staatsarchiv, das Museum für Kunst und Geschichte, das Naturhistorische Museum, das Amt für Archäologie, das Römermuseum Vallon, das Amt für Kulturgüter, das Vitro­musée Romont, das Schloss Greyerz, das Greyerzer Museum sowie das Sensler Museum. Die Parzelle biete zudem die Möglichkeit, das Lager zu einem späteren Zeitpunkt – ab dem Jahr 2050 – auszubauen. Der Staat werde eine bereits bestehende Halle in der Nähe der Parzelle mieten, um hier die Angestellten der Kantons- und Universitätsbibliothek unterzubringen und die Bücher während der Renovierung der Kantons- und Universitätsbibliothek zeitweilig zu lagern. Über diese Renovierung hat allerdings noch das Volk zu befinden. Bei einem Nein müssten auch die Pläne für Domdidier angepasst werden. Dort soll laut Philippe Trinchan ein gemeinschaftliches Lager entstehen, das für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sei. Dies biete Vorteile für Verwaltung, Logistik und Sicherheit. Auch erlaube dies gemeinsame Transporte, Büros und Werkstätten. «Gegenwärtig haben wir dezentralisierte Lager in ungenügender Qualität, was die Verwaltung schwierig macht», so Jean-Pierre Siggen.

Mit Schumacher AG im Dialog

Die Nachwehen des abgebrochenen Projekts in Schmitten sind immer noch spürbar. «Wir stehen nach wie vor in Kontakt mit dem Unternehmen Schumacher», sagte Jean-François Steiert. Der Staatsrat habe diesem seinen Entscheid schon im letzten Juni mitgeteilt. Seither habe es Gespräche mit der Wirtschaftsförderung gegeben. Eine Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen, man sei noch in Diskussion. «Es gibt zwei Elemente, einerseits die Situation eines funk­tionierenden Unternehmens im Sensebezirk, andererseits die Bedürfnisse des Staats nach einem Kulturgüterlager», so Steiert. «Diese beiden Stränge haben sich nun wieder voneinander gelöst.»

Zur Vorgeschichte

Schmitten hätte 45 Millionen gekostet

Im September 2016 sprach der Grosse Rat 28 Millionen Franken für ein Kultur­güter-Lager im Schmittener Schumacher-Gebäude. Doch dieses Projekt wurde im Juni 2017 wegen unerwarteten technischen und finanziellen Problemen aufgegeben. Es zeigte sich, dass das Gebäude und der Ausbau viel mehr kosten würden als erwartet, nämlich 45 Millionen Franken. Ausserdem erwies sich das Schumacher-Gebäude als zu schwach für die Belastungen durch ein Kulturgüter-Lager. Unmittelbar danach bildete sich eine Arbeitsgruppe, die sich auf die Suche nach einer Alternative machte. Ausserdem hat die Volkswirtschaftsdirektion mit der Schumacher AG verschiedene Szenarien analysiert, um die Arbeitsplätze in Schmitten zu erhalten.

jcg

 

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