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Die Welt als Heimat und Familie verstehen

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Durch die DOK-Sendung des Schweizer Fernsehens über das Asylzentrum Guglera vom Donnerstagabend wurden Giffers und Umgebung nochmals schweizweit bekannt. Hier will ich nicht primär auf die ablehnende Haltung gegenüber den Asylanten eingehen – darüber wurde schon genug geschrieben, sondern auf die Bedeutung von Heimatliebe und Folklore. Sie kamen in der Sendung beim Alpabzug, beim Feldschiessen und bei einer Prozession vor, bei der Folklore und Religion verquickt sind.

Die identitätsstiftende Folk­lore war hier Ausdruck einer Rückbesinnung auf die Werte unserer Heimat, unserer Region. Regionalismus als Reaktion auf Globalisierung und weltumspannende Digitalisierung ist durchaus berechtigt. Das «Senslertum», das seit einiger Zeit eine Hochblüte erlebt, sollte aber nicht nostalgisch die «guten» alten Zeiten (bis zu den Sechzigerjahren) zelebrieren, denn gut und idyllisch (ein Wort, das in der Sendung verwendet wurde) waren sie nicht.

Freiburg als katholisches Bollwerk zwischen den reformierten Kantonen Waadt und Bern zeichnete sich durch Abschottung und Enge aus, war mit einer erstarrten Gesellschaft gesegnet, wo Pfarrherren gegen die Ansiedlung von Industriebetrieben predigten, weil sie die Infiltration neuen Gedankenguts fürchteten. Im Senslerlied, das man auch in Giffers anstimmte, wird sogar Gott für diese Haltung vereinnahmt (Härgott, mach um üsers Ländli i der Not as Wändli). Freiheit, die laut einem bekannten Senslerpolitikers die Mahnfeuer bei Giffers symbolisierten, fehlte hier.

Senslertum sollte man also nicht als Konservierung früherer Zustände verstehen, sonst wird es zu einer «Sensetümelei». Vielleicht könnte man die ganze Welt als Heimat und Familie erfahren.

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