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«Die Wirtewechsel schaden dem Image»

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Gastro-Lac verzeichnete nur auf Verbandesebene ein ruhiges Jahr

Gastro-Lac, der frühere Wirteverein des Seebezirks, verzeichnete an der Versammlung vom Mittwoch fünf Austritte und sieben Eintritte. Für einen Verband mag der damit verbundene leicht gestiegene Mitgliederbestand zwar erfreulich sein, Präsident Ruedi Notz erkannte darin aber auch eine negative Entwicklung: «Die grösste Aktivität des letzten Jahres fand in Form von mehreren Wirtewechseln statt. Das ist nicht unbedingt die beste Werbung für unsere Branche.»

Trotz der Beratungsstelle von Gastro-Lac würden sich viele Neueinsteiger auf unverhältnismässige Pachtverträge einlassen und bekämen dann finanzielle und nicht zuletzt auch familiäre Probleme.
Als Folge komme es dann zu Konkursverkäufen, Gaststätten würden unter Wert verkauft, daraus gebe es eine verschärfte Konkurrenzsituation, und die alteingesessenen Wirte seien die Geprellten.
Dass der Markt immer härter wird, illustrierte auch Gastredner Hans Peyer von Gastro Suisse. In der Schweiz gebe es rund 28000 Gastbetriebe; alleine zwischen 1995 und 1998 habe die Zahl um 1310 zugenommen. Fazit: «Wir verlieren Quartal für Quartal an Umsatz. Wer seinen Umsatz halten will, der muss einem anderen Wirten Umsatz wegnehmen.»

Nach der Hygiene
jetzt die Arbeitssicherheit

Wie Peyer ausführte, wartet auf die Wirte weiteres Ungemach. Kaum habe man sich an die strengeren Hygienevorschriften angepasst, wartet ein neues juristisches Schreckgespenst: Arbeitssicherheit.

Im Gastgewerbe gebe es mit 100 Unfällen pro Angestellten und Jahr verhältnismässig viele Unfälle. Ähnlich wie bei der Hygiene soll dem gesetzlich beigekommen werden. Gastro-Suisse bereitet jetzt mit den Gewerkschaften eine Branchenlösung vor, die im Verlaufe dieses Jahres eingeführt werden soll. Oder dann das Raucher- (oder Nichtraucher-) problem: Auch hier gebe es Bestrebungen des Bundesamtes für Gesundheit, gesetzlich «etwas loszulassen», wie Peyer befürchtet. Sein Typ: Man soll auf freiwilliger Basis Lösungen finden, damit kein spezielles Gesetz nötig wird.
Schliesslich sei auch die Revision des Betäubungsmittelgesetzes bedrohlich, meint Peyer. Zigaretten und Alkohol würden als Suchtmittel bezeichnet, und wer Alkohol oder Zigaretten an unter 16-Jährige verkauft, dem werde auf Verfügung des Richters der Betrieb geschlossen. Wenn also ein Junge aus dem Zigarettenautomaten beim Eingang ein Päcklein herauslasse, dann müsse ein Betrieb nach Gesetz geschlossen werden.

Wenig Überschreitungen
der Polizeistunden

Lockerer als noch vor Jahren werden dagegen zumindest im Kanton Freiburg die Überzeiten gehandhabt. Vize-Oberamtmann Fred Maeder wies auf die verschiedenen Möglichkeiten hin, eine Verlängerung des Feierabends einzugeben. 1999 seien im Seebezirk insgesamt 600 Verlängerungsstunden und 276 multiple Verlängerungsstunden eingegeben worden. Allerdings hätten nur gerade 19 von 78 Betrieben Verlängerungsfichen gekauft.

Fred Maeder scherzte: «Für das Oberamt war es ein schlechtes Jahr. Wir konnten nur sehr wenige Bussen verteilen.»
Weniger diszipliniert seien einzelne «Wirte» bezüglich Patent. Fred Maeder: «Im Bezirk gbit es immer noch Leute ohne Patent, die einen Betrieb führen. Oder aber die Leute haben ein Patent, aber sie leiten den Betrieb nicht selber. Nötigenfalls müssen wir solche Betriebe schliessen.»
Aus der Versammlung kam der Vorwurf, dass es gastronomische Betriebe gebe (beispielsweise eine Croissanterie oder ein Kebap-Stand), die sich nicht an die gleichen Bedingungen halten müssten wie die anderen Wirte. Toiletten gebe es dort beispielsweise keine, und auch der Lebensmittelinspektor sei noch nie über diese Betriebe aufgeklärt worden.

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