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«Diese Fusion hat Modellcharakter»

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Autor: Marc Kipfer

Zehn Ortsfeuerwehren und die Stützpunkt-Feuerwehr Murten haben sich am Dienstagabend offiziell zur «Feuerwehr Region Murten» zusammengeschlossen. Die erste Präsidentin des Verbands, Käthi Thalmann, zeigte sich erfreut: «Diese Fusion hat Modellcharakter, für andere Gemeinden im Kanton Freiburg oder sogar schweizweit.» Erstmals seien Statuten für einen solchen Feuerwehr-Gemeindeverband erarbeitet worden. «Und sie liegen zweisprachig vor», ergänzte sie.

Der Verband ist zudem überkantonal – mit Münchenwiler und Clavaleyres gehören zwei Berner Gemeinden dazu.

«Qualität wird steigen»

Einer, der die Fusion gleich aus mehreren Perspektiven miterlebt hat, ist Martin Keller. Er ist Gemeinderat und Delegierter von Clavaleyres, zudem war er stellvertretender Kommandant in einer der bisherigen Regio-Kompanien. Seine Position gibt es nun nicht mehr. «Ich kann Verantwortung abgeben und bin darüber nicht traurig», sagte Keller am Dienstag gegenüber den FN. «Die Qualität der Feuerwehr wird steigen, weil nun professionellere Kommandanten am Werk sind», glaubt er.

Keller erklärt, die Fusion sei für viele kleine Feuerwehren die beste Lösung. Die steigenden Anforderungen liessen sich sonst kaum erfüllen. Dass den Dörfern auch ein Stück Identität abhandenkomme, hält er für verkraftbar: «Wir wollen in die Zukunft gehen.»

Allerdings erlebt Keller auch die Unsicherheit bezüglich der Feuerwehrlokale. Die fusionierte Feuerwehr wird manche Lokale aufgeben – noch ist aber nicht klar, welche es trifft. Für das Lokal in Clavaleyres ist Keller zuversichtlich: «Wir haben Aussenhöfe, die an kein Hydrantennetz angeschlossen sind. Unser Lokal wird es wohl weiterhin brauchen.»

Ab sofort gehen die Feuerwehrleute von Clavaleyres, Courgevaux, Courlevon, Cressier, Galmiz, Greng, Merlach, Muntelier, Murten und Münchenwiler also gemeinsam in den Einsatz. Seit Jahresbeginn ist die Feuerwehr daran, dies in die Tat umzusetzen.

«In der Startphase steht die Ausbildung im Zentrum», sagt Kommandant Claudio Mignot. Die gemeinsame Ausbildung sei darum so wichtig, weil jede Ortsfeuerwehr ihre Angehörigen etwas anders geschult habe. «Nun treffen zehn verschiedene Wissensstände aufeinander», stellt Mignot fest.

Ungleiche Ersatzabgaben

Der neuen «Feuerwehr Region Murten» gehören 200 Personen an. Auch die Ersatzabgaben für jene, die keinen Dienst leisten, könnten dereinst vereinheitlicht werden. Bis auf weiteres bleibe die Höhe der Abgabe jedoch in der Kompetenz der Gemeinden, so Mignot. Dies zu ändern, habe momentan keine Priorität.

Feuerwehrlokal in Clavaleyres: Die Fusion als Zukunftslösung für kleine Feuerwehren.Bild Charles Ellena

Feuerwehr:Fünf Gemeinden im Vorstand

Erstmals im Kanton Freiburg hat sich eine Feuerwehr als Gemeindeverband organisiert. Erste Präsidentin des «Feuerwehrverbands Region Murten» ist Käthi Thalmann. Die Murtner Gemeinderätin wurde am Dienstag einstimmig gewählt. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind Susanne Corbetti (Galmiz), Martin Schwaar (Courgevaux), André Chevallier (Merlach) und Patrick Weisskopf (Muntelier).

Ursprünglich hatten sieben Kandidaten für die fünf Vorstandssitze kandidiert. Christoph Wieland (Courlevon) undBernhard Henzen (Greng) zogen ihre Bewerbungen vor der Wahl freiwillig zurück.

Trio hat das Kommando

Kommandant der fusionierten «Feuerwehr Region Murten» ist Claudio Mignot. Unter ihm steht Christoph Herren der Stützpunkt-Kompanie vor, Yves Maeder kommandiert die neue Regio-Kompanie. Die Kommandanten der nun aufgelösten Ortsfeuerwehren haben teilweise andere leitende Funktionen erhalten – etwa in der Ausbildung. Weil es zurzeit keine französischsprachigen Offiziere hat, werden Ausbildner der Feuerwehr Courtepin beigezogen.mk

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